Aufgeschnapptes
Zeitgeschichte im Heiligen Land


| 2000-1400 v. Chr. |
Hebräische Stämme ziehen von Mesopotamien und dem Ostjordanland nach Kanaan |
| nach 1400 |
Die "Söhne Jakobs" geraten laut Altem Testament in "Ägyptische Gefangenschaft" |
| um 1250 |
Pharao Ramses II. gewährt den Israeliten unter Führung von Moses den Auszug von Ägypten |
| um 1190 |
Ansiedlung der Philister in Kanaan |
| 1020-1000 |
Saul etabliert in Kanaan das Königreich Israel |
| 1000-961 |
Regierungszeit Davids |
| 961-931 |
Regierungszeit Salomos, Bau des ersten Tempels in Jerusalem |
| 931 |
Zerfall des Reiches in den Nordteil Israel und den Südteil Juda |
| 586 |
Eroberung Jerusalems und des Südreiches durch die Babylonier, "Babylonisches Exil" (bis 538) |
| 64 |
Palästina gerät unter römische Oberherrschaft |
| 37-4 |
Herodes I. ist mit Unterstützung der Römer König über Judäa, Galiläa, Samarien, Idumäa und Peräa |
| 7/6 |
Geburt Jesu |
| 0 |
ZEITENWENDE |
| 26-36 |
Pontius Pilatus ist römischer Stadthalter in Judäa |
| 66-70 |
Aufstand der Zeloten in Palästina. Einführung des Tempelopfers für den römischen Kaiser |
| 70 |
Eroberung Jerusalems durch den späteren Kaiser Titus und Zerstörung des Tempels |
| 73 |
Der Fall von Masada |
| 1881/1882 |
Antisemitische Pogrome gegen jüdische Gemeinden in Osteuropa |
| 1882 |
Beginn der ersten Alijah, der Masseneinwanderung von Juden aus Osteuropa nach Palästina |
| 1896 |
Theodor Herzls Schrift "Der Judenstaat" erscheint |
| 1897 |
Erster zionistischer Weltkongress in Basel, einberufen von Theodor Herzls |
| 1904 |
Zweite Einwanderungswelle vor allem aus Russland und Polen |
| 1909 |
Gründung von Tel Aviv |
| 1910 |
Gründung des ersten Kibbuz in Deganya |
| 1917 |
Balfour-Erklärung: Der britische Außenminister spricht sich für eine jüdische Heimstätte in Palästina aus |
| 1919 |
Weizmann.Faisal-Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Arabern und Juden. Dritte Einwanderungswelle aus Russland |
| 1922 |
Völkerbund bestätigt das britische Mandat über Palästina. Transjordanien wird vom Mandatsgebiet abgetrennt |
| 1924 |
Vierte Einwanderungswelle vor allem aus Polen |
| 1925 |
Eröffnung der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Technischen Hochschule in Haifa |
| 1929 |
Schwere Unruhen, die jüdische Gemeinde von Hebron wird evakuiert |
| 1933 |
Beginn der fünften Einwanderungswelle nach Machtergreifung Hitlers |
| 1936-1939 |
Arabische Aufstände gegen die Briten, um die Gründung eines jüdischen Staates zu verhindern |
| 1939 |
Vorschlag der Briten, die Einwanderung zu beschränken und einen gemeinsamen Staat für Araber und Juden zu gründen. MacDonald-Weißbuch (letztes von dreien der britischen Mandatsmacht): Innerhalb von zehn Jahren soll ein palästinensischer Staat gegründet werden. |
| 1940 |
Adolf Eichmann präsentiert Hitler den Plan, alle europäischen Juden nach Madagaskar zu deportieren. |
| 1941 |
Erste Tests mit Zyklon B in Auschwitz |
| 1942 |
Auf den Wannsee-Konferenz wird die sogenannte Endlösung der Judenfrage geplant. Biltmore-Konferenz der amerikanischen Zionisten. Die Abschlusserklärung fordert uneingeschränkte Einwanderungsmöglichkeiten für Juden nach Palästina. |
| 1945 |
Ende des Zweiten Weltkrieges. Das wahre Ausmaß des Holocaust wird deutlich: knapp sechs Millionen europäische Juden wurden umgebracht. Das entspricht zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung Europas vor dem Krieg. Gründung der Arabischen Liga. |
| 1946 |
Sprengstoffanschlag jüdischer Extremisten auf die britische Verwaltung im Jerusalemer „King David Hotel“ -91 Menschen sterben. |
| 1947 |
Großbritannien verwehrt dem Flüchtlingsschiff „Exodus“ die Landung in Palästina. Die UN legen einen Teilungsplan vor: Ausgehend von Bevölkerungsstatistiken soll Palästina in israelische und arabische Gebiete aufgeteilt werden. |
| 1948 |
Am 14. Mai wird der Staat Israel ausgerufen. Die arabischen Nachbarstaaten greifen den neuen Staat sofort an. Gründung der israelischen Armee (Israel Defense Forces. IDF). |
| 1949 |
Die erste Knesset (israelisches Parlament) wird gewählt. Ben Gurion wird erster Regierungschef, Chaim Weizmann zum ersten Staatspräsidenten gewählt. Die Vereinten Nationen nehmen Israel als 59. Mitglied auf. |
| 1950 |
Jordanien annektiert das Westjordanland und Ost-Jerusalem. Ägypten, Saudi-Arabien, Syrien, Libanon und Jemen schließen einen Sicherheits- und Unterstützungspakt. Die Knesset erlässt das Rückkehrgesetz: Garantie der israelischen Staatsbürgerschaft für alle Juden in der Welt. |
| 1951 |
Der pro-westliche König Abdullah von Jordanien wird in der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem erschossen. |
| 1952 |
Israel nimmt in Helsinki zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. |
| 1956 |
Sinai-Konflikt: Israel, Großbritannien und Frankreich bilden eine Allianz gegen Ägypten, nachdem der gerade an die Macht gekommenen Staatschef Nasser den Suezkanal für sein Land beansprucht. Großbritannien und Frankreich sichern sich den Kanal, Israel besetzt den Gazastreifen und die Halbinsel Sinai. |
| 1957 |
Aufgrund eines UN-Beschlusses übergibt Israel die besetzten Gebiete im Sinai und den Gazastreifen an UN-Streitkräfte. Mit Hilfe Frankreichs beginnt Israel sein erstes Nuklearwaffen- Forschungsprogramm in Dimona. |
| 1958 |
Palästinenser, darunter Jassir Arafat, gründen in Kuweit die Bewegung zur Befreiung Palästinas, Fatah. |
| 1960 |
Adolf Eichmann, ehemals Leiter des SS-Judenreferats, wird aus Argentinien entführt. 1961 wird ihm der Prozess gemacht, 1962 wird er in Jerusalem hingerichtet. |
| 1964 |
Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). |
| 1965 |
Israel und die Bundesrepublik Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf. Teddy Kollek, ein Mann des Ausgleichs, wird Bürgermeister von Jerusalem. Seine Amtszeit wird insgesamt 28 Jahre dauern. |
| 1967 |
Sechs-Tage-Krieg. Am 5. Juni greift Israel in einem Präventivschlag Ägypten an und zerstört dessen komplette Luftwaffe. Jordanien und Syrien schlagen daraufhin zurück, die israelischen Streitkräfte unter der Führung Moshe Dayans können die vereinigten arabischen Truppen jedoch besiegen. 10. Juni hat Israel die Kontrolle über die Golanhöhen, das Westjordanland, den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel errungen. |
| 1967 |
Die Vereinten Nationen verabschieden Resolution 242, in der Israel aufgefordert wird, sich aus „den besetzten Gebieten“ zurückzuziehen, so die französische Version. Im englischen Text heißt es nur „aus besetzten Gebieten“. Bis heute reklamiert jede Seite die für sie vorteilhaftere Version als allgemein gültig. |
| 1970 |
„Schwarzer September“: In Jordanien bekämpft die königliche Armee palästinensische Freischärler, die zur unkontrollierten Macht im Staat zu werden drohten. Etwa 5000 Menschen sterben. |
| 1972 |
Bei den Olympischen Spielen in München werden elf israelische Sportler von Terroristen ermordet. |
| 1973 |
Yom-Kippur-Krieg: Am höchsten israelischen Feiertag, dem Versöhnungsfest, greifen Ägypten und Syrien das völlig unvorbereitete Israel an. 20 Tage später geht Israel aus dem Krieg als Sieger hervor. |
| 1974 |
Infolge des Yom-Kippur-Krieges tritt Golda Meir als Premierministerin zurück. Ihr Nachfolger wird Yitzhak Rabin. |
| 1976 |
Mit einem spektakulären Militäreinsatz befreit die israelische Armee mehr als 100 jüdische Geiseln einer Flugzeugentführung auf dem Flughafen von Entebbe, Uganda. |
| 1977 |
Menachem Begin wird Premierminister. Besuch des ägyptischen Präsidenten Anwar Al-Sadat in Jerusalem. |
| 1978 |
Begin und Sadat unterzeichen das Camp-David-Abkommen in Washington – die beiden seit 30 Jahren verfeindeten Staaten einigen sich zum ersten Mal auf die Formel „Land gegen Frieden“. |
| 1979 |
Begin und Sadat werden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. |
| 1982 |
Bei einem Massaker, das libanesische Falange-Milizen unter den Augen der israelischen Armee in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila bei Beirut verüben, sterben 1000 Palästinenser. |
| 1982 |
Mit der Operation „Frieden für Galiläa“ greift die israelische Armee den Libanon an, um die dortigen PLO-Stützpunkte zu zerstören |
| 1987 |
Im Flüchtlingslager Jabalya in Gaza greift die israelische Armee hart durch: Beginn der Intifada |
| 1991 |
Während des Golfkrieges wird Israel vom Irak mit Scud-Raketen angegriffen. Nahost-Friedenskonferenz in Madrid |
| 1992 |
Ende der Intifada |
| 1993 |
Oslo: Premierminister Yitzhak Rabin und PLO-Führer Jassir Arafat unterzeichnen nah geheimen Verhandlungen das Gaza-Jericho-Abkommen, in dem Palästinenser und Israelis gegenseitig ihr Existenzrecht anerkennen. Die Verhandlungen enden mit dem historischen Handschlag der beiden Unterzeichner vor dem Weißen Haus in Washington |
| 1994 |
Arafat, Rabin und Shimon Peres werden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet |
| 1995 |
Oslo II: Rabin und Arafat unterzeichnen in Washington das Zwischenabkommen über das Westjordanland und den Gaza-Streifen. Darin wird ein Rückzug Isr4aels aus dem größten Teil des Westjordanlandes in mehreren Phasen vereinbart. Während einer Friedenskundgebung erschießt der extremistische jüdische Student Jigal Amir Premierminister Rabin |
| 1996 |
Erste Wahlen zum Palästinenserrat. Arafat wird mit 87,1 Prozent der Stimmen Präsident |
| 2000 |
Besuch Ariel Sharons auf dem Tempelberg. Die massive Militärpräsenz bei diesem Besuch provoziert den Beginn der zweiten Intifada (Al-Aksa-Intifada) |
| 2001 |
Sharon wird zum Premierminister gewählt |

Quelle: Stern - Bericht (Kampf ums Heilige Land) 2002