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Lob von Bayerns Umweltminister für Umweltfreundlichen Betrieb in Bad Adelholzen
Einweihung der millionenteuren PET-Mehrweganlage

Minister Schnappauf bei seiner FestredeBad Adelholzen (hö) – Mit 24 Millionen Mark Investitionssumme zur Sicherung der 360 Arbeitsplätze hat sich die Adelholzener Alpenquellen GmbH eine außergewöhnliche Anschaffung geleistet. Innerhalb von nur einem Jahr gelang es mit der Firma Krones AG aus Neutraubling sowie mit 51 weiteren Firmen eine neue PET-Mehrweganlage zu erstellen. Damit wurde das heimische Unternehmen seinem dreifach guten Ruf gerecht: einmal ist es der älteste Mineral- und Heilbrunnen-Betrieb in Bayern. Dann ist das Unternehmen das einzige in Deutschland, das sich in klösterlichem Eigentum befindet. Und schließlich zählt die Firma in ihrer Branche zu den Umweltbesten in Europa. Gerade letztere Zuordnung stand im Mittelpunkt eines Festaktes mit Staatsminister Dr. Werner Schnappauf vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen als Festredner.Schwester Theodolinde startet mit Minister Schnappauf die neue Anlage

„Wasser ist der Ursprung allen Lebens!“ und „Ohne Wasser kein Leben!“, mit diesen Grund- und Glaubenssätzen hieß Generaloberin Schwester M. Adelinde Schwaiberger von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul die große Zahl der Ehrengäste willkommen. „Der Umwelt in allen Aufgabenbereichen verpflichtet!“, diese Kernaussage der Generaloberin war ein Stichwort für Bayerns Umweltminister Schnappauf. Er begann seine Festansprache mit der Feststellung, dass der Adelholzener Betrieb zu den Marktführern in Deutschland bei insgesamt 240 Anbietern aus dem Mineralbrunnen-Bereich gehört. „Einen Tag vor dem Weltwassertag der Vereinten Nationen sollen uns die Bedeutung des Wassers und die Verantwortung gegenüber dem Wasser voll bewusst werden. Halten wir in unserem Handeln Balance mit der Umwelt!“, so der Minister. Dem inzwischen geflügelten Wort von einem modernen Bayern mit „Laptop und Lederhose“ fügte Schnappauf das Adelholzener Beispiel mit „Flügelhaube und High-Tech-Abfüll-Anlage“ hinzu. „Dokumentieren wir als Menschen und in unseren Werken die Tradition und den Fortschritt durch Nachhaltigkeit!“ bat der Minister, der seine Umwelt-Arbeit früher als Reparatur-Betrieb und heute als Vorsorge-Betrieb sieht. „Die Entwicklung dürfen wir nicht auf dem Rücken der Natur, sondern wir müssen sie im Einklang mit dieser gestalten!“, so der Umwelt-Minister.

350 Millionen Flaschen im Jahr

Flaschenprüfung von Minister Schnappauf  mit Volker Kronseder, Krones AGBeeindruckende Zahlen gab es von Volker Kronseder, dem Vorsitzenden des Vorstandes der Krones AG, von Adelholzens Technik-Geschäftsführer Friedrich Schneider und von Vertriebs- und Marketing-Geschäftsführer Stefan Hoechter. 51 Millionen Euro Jahres-Umsatz und 350 Millionen Flaschen-Abfüllungen und dies bei steigenden Mehrweg-PET-Flaschen. Trotz des stark steigenden Trends nach den neuen und leichten PET-Flaschen will man auf die Glasflaschen nicht verzichten. „Der Kunde soll entscheiden!“, nach diesem Unternehmensmotto stellt man sich allerdings immer mehr auf die PET-Erzeugnisse ein. Diese können im übrigen etwa 25 mal neu befüllt werden. HerkömmlicheBegrüßungstrunk mit –von links- Generaloberin Schw. Adelinde, Minister Schnappauf, Geschäftsführerin Schw. Theodolinde und dem zukünftigen Landrat Hermann Steinmaßl. Mehrweg-Glasflaschen erreichen eine etwa 50fache Füllung. Mehrfach angesprochen wurde in diesem Zusammenhang die aktuelle Entscheidung der Bundesregierung, zum 1.1.2003 das Dosen-Pfand einzuführen. „Wären alle Hersteller und Verbraucher vom guten Geist von Adelholzen im Bereich des Umeltdenkens, dann bräuchte es überhaupt keine Gesetze und Paragraphen!“, lobte Minister Schnappauf abschließend die Firma. Aufgrund der enormen Nachfrage planen die Adelholzener für 2004 bereits eine weitere PET-Mehrweganlage. Sonderschichten an Wochentagen und zu Nachtzeiten, aber niemals an Sonntagen, sind keine Seltenheit in Bad Adelholzen. Mit neuen Produkten will man ab dem April auf den Markt gehen.

Prof. Pater Dr. Robert Lachenschmid SJ, der zusammen mit der Geistlichkeit von Maria Eck dem Festakt beiwohnte, segnete mit geweihtem Wasser die neue Anlage und die Menschen, die mit ihr arbeiten. Für die musikalische Umrahmung sorgte Steffi´s Saitenmusi. Nachdem sich einen Nachmittag alles um die Flaschen und um die Abfüll-Technik gedreht hatte, brachte es ein Ehrengast auf den Punkt als er sagte: „Bei soviel Lob für das Äußere, wie gut muß dann erst der Inhalt sein!“. Davon konnte man sich abschließend an den Rundgang und beim festlichen Abendessen im Klostergasthof Maria Eck noch reichlich überzeugen.

 

Fotos: Hötzelsperger

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