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Höchstes Lob für die Frauen aus der bäuerlichen Vermietung
10 Jahre Landesverband Urlaub auf dem Bauernhof mit Präsident Sonnleitner und Minister Miller in Bernau gefeiert

Bernau a. Chiemsee (hö) – Aussergewöhnliche Ehren für die bayerischen, vermietenden Bäuerinnen. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens vom Landesverband „Urlaub auf dem Bauernhof in Bayern“ machten diesen im voll besetzten Saal der Gaststätte Kampenwand die Männer in Bernau gleich 1v.l. Landrat, Sonnleitner, Miller mehrfach die Aufwartung. Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller und Gerd Sonnleitner als bayerischer, deutscher und europäischer Bauernverbands-Präsident würdigten in ihren Festvorträgen die Bedeutung der Christa Off Vermietung für Gesellschaft und Tourismus. „Macht weiter so!“ lautete einer der aufmunternden Sätze an eine landesweite Organisation, die gerade im Alpenraum von enormer Bedeutung ist. Geradezu gegenläufig zu Konjunktur- und Wirtschaftsschwächen verhält sich die Entwicklung bei Urlaub auf dem Bauernhof. Dies bestätigten in ihren Grußworten auch Landrat Dr. Max Gimple vom Landratsamt Rosenheim und Gastgeber-Bürgermeister Lenz Steindlmüller von Bernau.

Erstmals über 10 Millionen Übernachtungen

In 28 Anbietergemeinschaften sind derzeit 2.050 Mitgliedsbetriebe in Bayern organisiert. Erstmals erreichten sie im abgelaufenen Jahr 10 Millionen Übernachtungen im Freistaat, was einem Fünftel aller Nächtigungen gleichkommt. Die Erfolge kommen nicht von ungefähr. Wie Christa Off als Vorsitzende seit der Gründung mitteilte, hat man im Rahmen von über 100 Messen an rund 1.000 Tagen direkt am Kunden verbracht. Außerdem kamen in den zehn Jahren 740.000 Kataloge zum Einsatz. Weitere Werbebotschaften wurden auf 1.250 Seiten im Internet verteilt. 25.000 konkrete Anfragen unter Nutzung des Freimeldesystemes sowie die Verteilung der Informationen auf vier Millionen Milchtüten sind zeitgemäße Werbeformen, die zum Erfolg beigetragen haben. Aber alles Marketing und Klassifizieren wäre nichts, wenn nicht die Bäuerinnen mit Herz und persönlichem Einsatz zusammen mit ihren Familien die Gäste betreuen und sichtbar mögen würden. Dies kam in all den festlichen Ansprachen deutlich zum Ausdruck.

Ehrengäste 10 Jahre U.a.d.B.Rosenheim als Wiege von Urlaub auf dem Bauernhof

An einem herbstfrischen Bilderbuchtag wurde mehrfach der Werdegang von der Sommerfrische zur zeitgemäßen bäuerlichen Vermieterform dargelegt. „Wir Rosenheimer fühlen uns als Wiege von Urlaub auf dem Bauernhof. Bereits in den 80er Jahren wurde von unserer heutigen Ehrenkreisbäuerin Burgl Gschwendtner der Weg zu neuen landwirtschaftlichen Einkommensquellen gesucht!“ sagte Landrat Dr. Gimple. Heute ist die Rosenheimer Anbietergemeinschaft unter der Leitung von Paul Arnold die stärkste in ganz Bayern. Im Landkreis Rosenheim vermieten 500 Bauernhöfe an Gäste, in den gut 5.000 Betten kommen fast 700.000 Übernachtungen zustande. Landesbäuerin Hannelore Siegl verdeutlichte in ihrem Bericht, dass Zielstrebigkeit, Fleiß und Zusammentun den Erfolg ermöglicht haben. Von österreichischer Seite gratulierten Ludwig Penz als Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol und als Obmann-Stellvertreter des Bundesverbandes Urlaub auf dem Bauernhof in Österreich und sein Geschäftsführer Hans Limbacher.

Christa Off und Sonnleitner „Mit dem Internet ins Bauernbett!“

Bauernverbands-Präsident Sonnleitner würdigte die Leistungen der Vermieter für die arg gebeutelte Landwirtschaft insgesamt. „Ein prächtig gediegenes Kind, das nach einigen Geburtswehen rund und gesund seinen 10. Geburtstag feiern kann!“ – so Sonnleitner, der die Landschaft als Rohware und die Bauern als die Pfleger, Gestalter und Gärtner dieser Landschaft bezeichnete. „Mit dem Internet ins Bauernbett“ – diese Logo: Urlaub auf dem Bauernhof Chance sollte man laut Sonnleitner noch mehr als bisher nutzen, zumal sich die Höfe als sehr aufgeschlossen gegenüber den neuen Medien zeigen. „Stillstand wäre Rückschritt“ meinte dann auch Landwirtschafts-Minister Miller. Dieser lobte dann die speziellen Angebotsformen auf den Bauernhöfen und er verkündete, dass zukünftig mit den staatlichen Beratungsstellen für die bäuerlichen Vermieterbetriebe noch mehr getan werden soll. Mit einem bayerischen Abend, der geprägt war von zünftigen Einlagen aus den regionalen Verbänden, kam es im Kampenwand-Saal von Bernau zum geselligen Höhepunkt. Recht informativ waren auch die Landesversammlung sowie einige Höfebesichtigungen. Das Gesamtprogramm organisierte Geschäftsführer Markus Ritter als Bernauer Bürger für den Landesverband und seine vielen Gäste. Für die passende musikalische Gestaltung sorgte die Musikkapelle von Bernau.

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