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Hohes Lob für Blasmusik bei Bezirksversammlung in Aschau i. Chiemgau
Hofmann erhielt die Fördermedaille in Gold für sein Wirken zugunsten der Blasmusik

Aschau (hö) – Den großen Stellenwert, den die echte bayerische Blasmusik in der Gesellschaft genießt, konnte man bei der Bezirksversammlung  des Musikbundes Ober- und Niederbayern wiederfinden. Im Aschauer Burghotel fanden sich zahlreiche Vertreter der insgesamt zum Bezirk gehörenden 40 Musikkapellen, die Verantwortlichen des Musikbundes und einige Ehrengäste ein, um sich auf die zukünftigen Aufgaben einzustimmen. Leonhard Eisner als Vorsitzender des Bezirkes Inn-Chiemgau nahm die Begrüßung vor.

Bezirksvorsitzender Leonhard Eisner (li.) überreicht an Erich Hofmann aus Wasserburg die Fördermedaille in Gold. In der Mitte Andreas Horber, Geschäftsführer des Musikbundes Ober- und Niederbayern.Bürgermeister Kaspar Öttl von der gastgebenden Gemeinde Aschau i. Chiemgau freute sich über ein gutes Wirken seiner Musikkapelle, die sich in besten Probenräumen und in guten Veranstaltungen als wertvoller Kultur-Klangkörper betätigt. Mit Freude nahm Öttl zur Kenntnis, dass die heurigen Wertungsspiele des Bezirkes am 20./21. April in Aschau durchgeführt werden. Die Wertschätzung der eigenen Musikkapelle zeigt sich in Aschau auch darin, dass der erst vor kurzem neu gegründete Förderverein inzwischen auf 150 Mitglieder angewachsen ist. Stellvertretender Landrat Josef Haas stellte die kirchlichen und weltlichen Beiträge der Musikkapellen in den Mittelpunkt seiner Dankesworte. Sepp Ranner als Landtagsabgeordneter forderte die Musikanten auf, sich auch weiterhin dem Ehrenamt und der Verantwortung zu stellen. Andreas Horber als Geschäftsführer des Musikbundes informierte von Neuerungen und GEMA-Verhandlungen sowie von den bereits laufenden Vorbereitungen für das große Verbandsmusikfest 2003, das in Wasserburg am Inn durchgeführt werden wird. In seiner Vorausschau stellte Bezirksvorsitzender Leonhard Eisner ein Benefizkonzert in den Mittelpunkt, das am Freitag, 15. März im Turner-Hölzl in Rohrdorf über die Bühne gehen soll. Dabei wird das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr zugunsten der „Aktion für das Leben Rosenheim e.V.“ unter der Leitung von Oberstleutnant Robert Kuckertz unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Max Gimple aufspielen (Beginn 20 Uhr, Karten bei der Tourist-Info Aschau, Telefon 08052-904937, weitere Vorverkaufsstellen sind beim Verkehrsamt in Bad Feilnbach, im Musikhaus Bredschneider in Rosenheim, bei Unifoto Braunsperger in Wasserburg sowie bei der Glaserei März in Oberaudorf). Weitere Aktivitäten sind ein Volksmusikseminar mit Peter Reiter sowie Ende September die Gemeinschafts-Blasmusik-Veranstaltung „Klingender Chiemsee“.

Eine besondere Ehrung im Auftrag vom Präsidenten des Musikbundes Ober- und Niederbayern, Dr. Thomas Goppel, nahm Leonhard Eisner für Erich Hofmann aus Wasserburg vor. Hofmann erhielt die Fördermedaille in Gold für sein Wirken zugunsten der Blasmusik. Seit 1953 ist er Mitglied der Stadtkapelle Wasserburg am Inn. Viele Jahre war er Vorstand dieser Kapelle und er nahm sich stets der Jugendarbeit an. 1986 wurde er in die Bezirksvorstandschaft gewählt. Von 1989 bis 1995 war Hofmann 1. Vorsitzender des Bezirkes und seither ist er als 2. Vorsitzender tätig. Bezirksdirigent Josef Pirchmoser bat die Musikkapellen, sich mutig und zahlreich zu den Wertungsspielen und Marschmusikwettbewerben zu melden. Besonders wies Pirchmoser auf einen Stabführerlehrgang zur Vorbereitung auf den Marschmusikwettbewerb hin. Alois Breckl-Stock von der Musikkapelle Aschau berichtete als Bezirksjugendleiter von den zeitaufwendigen, ehrenamtlichen Aufgaben im Rahmen der Leistungsabzeichen. Sebastian Unker als Kassenverwalter wurde von den Prüfern Wolfgang Schwarz und Alois Schuhbeck volle Übereinstimmung von Zahlen und Konten bestätigt. Abschließend richtete Ludwig Resch als Marschmusik-Beauftragter vom Musikbund einen Appell an alle anwesenden Blasmusikanten. Er sagte aufgrund festgestellter Vernachlässigungen: „Helft mit, das Bayerische in der Blasmusik wieder mehr zu pflegen und vergessen wir nicht unsere regionalen Eigenheiten und Chancen!“.

Foto: Hötzelsperger

 

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