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Grenzenlose Blasmusik-Freundschaft
In BGS-Halle von Bad Endorf am Deutschen Einigkeits-Tag

Bad Endorf (hö) – Seitdem vor 15 Jahren in Burghausen erstmals die „Bläserfreundschaft Bayern-Oberösterreich“ erklang, haben sich viele Kontakte auf musikalischer und anderweitiger Ebene zwischen den beiden benachbarten Ländern ergeben. Jüngste Station der Initiative von Blasmusik-Verantwortlichen war die bestens geeignete Turn- und Mehrzweckhalle des Bundesgrenzschutzes von Bad Endorf. Weit mehr  als zweihundert Besucher interessierten sich Toni Müller von Bad Endorf im Gespräch mit Kapellmeister Andreas Schwarzenlander von der Gendameriemusik Oberösterreich am Abend zum 11. Jahrestag der Deutschen Einheit für das grenzen-überwindende Konzert. Im Mittelpunkt der Begegnung standen dabei die Auftritte der Gendameriemusik Oberösterreich mit fast 60 aktiven Musikanten, des Blechbläserquintetts „Brassecco“ aus den Reihen der Musikschule Grassau, der Musikkapelle Bad Endorf und der Marktkapelle Grassau.

Stephan Ametsbichler, Dirigent der Stadtkapelle Rosenheim, hieß zum Konzertbeginn im Namen der Laienmusik-Redaktion vom Bayerischen Rundfunk Mitwirkende und Musikfreunde willkommen. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Walter Kindermann sowie den BGS-Hausherren Polizei-Oberrat Detlef Braun und Polizei-Hauptkommissar Hans Rotter. Ametsbichler sagte zu Beginn, dass im Rahmen der Bläserfreundschaft bislang ein sympathischer musikalischer Wettstreit, ein beflügelndes Miteinander und zudem ein außermusikalisches Miteinander zu verspüren waren. Von den musikalischen Gästen aus Österreich stellte sich Tubist Manfed Kammleitner als Co-Ansager zur Verfügung. Er erläuterte die Gendameriemusik Oberösterreich als Laienkapelle unter der Leitung von Kapellmeister Andreas Schwarzenlander. „Die Kapelle stellt sich seit 1951 aus den Reihen der derzeit 15.000 Bediensteten zusammen, wobei jeder einzelne Musikant noch seinen vollwertigen Beruf ausübt!“ so Manfred Kammleitner. Als erste Vorstellung gab es vom großen Musik-Dramatiker Richard Wagner „Elsas Einzug in die Kathedrale“ aus dem 2. Akt der Oper „Lohengrin“. Mit der Ouvertüre zur Operette „Die Musikkapelle Bad Endorf Waldmeister“ und mit der Sinfonie Nr. 3 „Die Slawische“ von Boris Koschevnikow stellten die oberösterreichischen Musikanten einmal einen ihrer bekanntesten und dann einen eher unbekannten Komponisten vor. Den Abschluss ihrer Gastweisen bildete eine Original Böhmische Polka.

Das Blechbläserquintett „Brassecco“ („Der Name setzt sich von jugendlichem, trockenen italienischen Schaumwein und Musik zusammen“) unter der Leitung von Wolfgang Diem eröffnete ihre Konzertweisen mit dem „Morgengruß“ von Ludwig Maurer. Es folgte der Zirkusmarsch der fünf Bundes-Musik-Preisträger und letztlich das Mitwirken am Gemeinschafts-Chor mit dem „Olympiade-Marsch“ und mit dem „Kaiserjäger-Marsch“. Wolfgang Diem leitete auch die Marktkapelle Grassau in ihrer großen Besetzung, die sich mit „G´schichten aus dem Wienerwald“ von Johann Strauß Sohn, mit der „Katharinen-Polka“, mit der „Musikanten-Freundschaft-Polka“ und mit dem Marsch „Unter der Admiralsflagge“ hören ließ. Von der gastgebenden Gemeinde Bad Endorf war die Musikkapelle unter der Leitung von Karl Heinz Zosel wohl vorbereitet. Sie spielte zuerst den „Malser Schützen-Marsch“ und im zweiten Programmteil den „Riviera-Marsch“ und dann die „Festivvalova-Polka“.

„Musik kennt keine Grenzen, sie ist ein Zeichen der Freundschaft und damit ein Sinnbild des Friedens!“ – mit diesen Worten bedankten sich die österreichischen Gäste für die Einladung nach Bad Endorf. Toni Müller als Vorstandsvoristzender der Jod-Thermal-Bad AG sagte seinerseits zum Schluß des Konzertes „Vergelt´s Gott“ bei allen musikalischen Gruppen für ihr gemeinschaftlich vorbereitetes und vorgetragenes Konzert. Müller überreichte zur Erinnerung an den Musikabend am Einigkeits-Tag einige Präsente.

 

Fotos: Hötzelsperger

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