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Blasmusikfreuden beim Jahreskonzert der Musikkapelle Aschau in der voll besetzten Festhalle
Dreikönigstag in der Festhalle von Hohenaschau.

Christian Pertl bei seinem Solo „Die Post im Walde“Aschau (hö) – Wohl vorbereitet und mit einem ausgesprochen niveauvollen Programm präsentierten sich die jungen und erwachsenen Mitglieder der Aschauer Musikkapelle bei ihrem Jahreskonzert am Dreikönigstag in der Festhalle von Hohenaschau. Im Beisein aller drei Ortsbürgermeister, der Geistlichkeit von Aschau und Sachrang sowie zahlreicher weiterer Ehrengäste  aus den Reihen des Musikbundes Ober- und Niederbayern und von Nachbars-Musikkapellen stimmten die Dirndl und Buam der Jugendkapelle mit der „Einzugsmusik“ in einen festlichen Blasmusikabend ein. Dirigent Wolfgang Fischer hatte ganze Arbeit in den letzten Jahren geleistet, was nach der Polka „Auf zum Tanz!“ und nach dem Walzer „Auf der Schaukel“ auch mit reichlich Beifall belohnt wurde. Den von Wolfgang Fischer selbst geschriebenen „Irmi-Marsch“ dirigierte Musik-Vorstand Alois Breckl-Stock.

Fachkundig durch das Programm des Hauptprogrammes führte Georg Antretter. Er machte dabei einen Spaziergang nach Noten und Komponisten durch Wien und fand immer wieder den Weg in die Aschauer Heimat. Als Grundlage dienten ihm dabei der Festmarsch über Themen aus Beethovens Es-Dur-Konzert von W.F. Wieprecht und die Ouvertüre „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ von Franz von Suppé. Sonderfreuden mit der bekannten „Post im Walde“  ermöglichte der junge Trompeten-Solist Christian Pertl aus der Jugendkapelle. Den ersten Teil beendete der Konzertmarsch „Semper Iuvenalis“ von Günter E. Koch. Im zweiten Teil wagten sich die Aschauer Blasmusikanten nach jahrelangen Bemühungen um die Noten an die „Alpen Suite“ in drei Sätzen von Konrad Plaikner. Es folgten „Ciribiribin“ mit den Solisten Franz Vordermayer und Helmut Bauer sowie zwei böhmische Tänze von Frantisek Die Jugendblaskapelle unter der Leitung von Wolfgang Fischer Manas. Dirigent Hans Bauer wartete dann noch mit einer Uraufführung auf. Seinem Sohn Simon zu Ehren schrieb er die „Simmerl-Polka“, die von seinem Schwager Karl Edelmann bearbeitet und von den Solisten Franz Fischer und Erich Gawlik mit ihren Tenorhörndern bestens umgesetzt wurde. Dem offiziellen Programmende mit dem Marsch „Blaze away“ folgten noch einige Marsch- und Polka-Zugaben.

Zwischendurch gab es noch vom neu gegründeten Musikförderverein einige gute Nachrichten. Vorsitzender Robert Schneikart vermeldete, dass innerhalb weniger Wochen aus 17 Gründungsmitglieder bereits 100 Mitglieder geworden sind. Ziel der Fördergemeinschaft ist es, jungen Leuten das Lernen mit zumeist sehr teuren Instrumenten zu ermöglichen und sie zur beständigen Blasmusikübung heranzuführen. „In der Entgegennahme von Mitgliedsanträgen und Spenden sind wir großzügig, bei der Verwendung der dabei gewonnenen Finanzen wollen wir behutsam sein!“ – so Schneikart zum Gedankengut seines noch jungen, aber recht lebendigen Vereins zur Förderung der Blasmusik im Priental.  

Foto: Hötzelsperger

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