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Aschauer Brauereigelände soll saniert und neu belebt werden:
 Abriss-Zustimmung und Anträge für Städtebauförderung im Aschauer Gemeinderat erörtert

Aschau (hö)  - Großes hat die Gemeinde Aschau in Hohenaschau vor. Im Rahmen der Städtebauförderung soll das historische Brauereigelände überplant, saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Gemeinsam mit Besitzer Baron von Cramer-Klett sowie mit verschiedenen staatlichen Stellen hat sich die Gemeinde Aschau vorgenommen, die inzwischen vielfältig und recht erfolgreich verlaufenen Verbesserungsmaßnahmen im Gemeindeteil Hohenaschau mit dem Brauereigelände noch weiter fortzusetzen. Wie Bürgermeister Kaspar Öttl bei der Sitzung des Gemeinderates mitteilte, stimmen die in diesem Jahr durchgeführten und nunmehr vorliegenden Feinuntersuchungen optimistisch.

In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schmidt und mit Gutachter Prof. Dr. Dr. Ulrich Pietrusky stellte man die aufwendigen Feinuntersuchungs-Arbeiten in einem Geheft zusammen. Unter anderem wurden dabei dokumentiert die Entwicklung und städtebauliche Bedeutung seit dem Jahre 1853, die Nutzungsbereiche, das Baualter, die Besonderheit  des Kellers, die denkmalpflegerischen Werte und der derzeitige Zustand. Von den 60.000 Mark an Kosten, die für diese Untersuchung anfielen, werden 36.000 Mark aus dem Städtebauförderungsprogramm bezuschusst. Für das weitere Vorgehen wurde zweierlei vereinbart: einmal Bestandssicherungsmaßnahmen und zum anderen Ordnungsmaßnahmen, das heißt Abriß von Teilen des Geländes. Insgesamt sind die Kosten für die Gesamtsanierung des Brauereigeländes über 4,8 Millionen Mark. Nachdem die ersten Feinuntersuchungen den denkmalschützerischen Charakter des Ensembles bestätigt haben, hat der Grundstückseigentümer einen Antrag auf Gewährung von Zuwendungen aus dem Entschädigungsfonds des Denkmalschutzes gestellt. Ein Bescheid liegt noch nicht vor, so dass die Gemeinde zeitgleich und vorsorglich einen Antrag im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes gestellt hat. Die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn wurde inzwischen erteilt. Im Jahresantrag 2002 der Gemeinde wurden insgesamt Kosten in Höhe von einer Million Euro angeführt. Dringlichste Baumaßnahme ist vorab die Sanierung des Daches.

Den Auftakt der „Boden-Arbeiten“ bilden die sogenannten „Ordnungsmaßnahmen“. Damit sind der Abriss der Nebengebäude, des Sudhauses und somit der „Vereinigten Hüttenwerke“ gemeint. Nach diesen Arbeiten will man eine Übersicht über weitere Möglichkeiten herstellen, denn das   15.000 Quadratmeter große Brauereigelände bietet viele Möglichkeiten und hat auch einige Interessenten. Bei ersten Vorgesprächen und Verhandlungen zeigte sich die Möglichkeit auf, dass der Baron einige gewerblich nutzbare Flächen veräußert, um einen Teil der Millionen-Investitionen zu erlösen. Im Gespräch ist unter anderem ein medizinisches Haus für ganzheitliche Behandlungen unter einem Dach. Der bisherige Bierkeller wird derzeit nach verschiedenen Möglichkeiten überprüft. Eine neue Nutzung, Auffüllen oder Tiefgarage lauten die Alternativen. Damit die umfassenden Interessen und Arbeiten im Sinne von Besitzer, Gemeinde und Behörden in möglichst schneller Zeit zu einem interessanten Projekt geführt werden können, wird die Gemeinde Aschau in vielerlei Weise tätig. Die ersten Beschlüsse des Gemeinderates waren jedenfalls einstimmig. Somit können die Abrissarbeiten beginnen und die Anträge zum Städtebauförderungsprogramm gestellt werden.

 

Fotos:Hötzelsperger

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