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Chiemgauer Trachtler
pilgerten nach Raiten
Weiß-blauer
Himmel und rund 1.500 farbenprächtige Trachtlerinnen und Trachtler mit ihren
Fahnenabordnungen
Unterwössen/ Raiten
(hö) 09.05.02 – Die Verehrung der Mutter Gottes Maria stand im Mittelpunkt
der diesjährigen Wallfahrt für die gefallenen, vermissten und verstorbenen
Trachtenkameraden aus den Reihen der 23 Trachtenvereine des
Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte. Zum 51. Male pilgerten 22 Vereine
von Unterwössen aus nach Raiten, um im Rosenkranzgebet der Opfer der Kriege und
der verstorbenen Wegbereiter der Chiemgauer Trachtenbewegung zu gedenken.
Traditionsgemäß von Schleching aus machten sich die Mitglieder des
Trachtenvereins „D´Gamsgebirgler“ auf den Wallfahrtsweg. Empfangen wurden
alle Vereine von den Schlechinger Böllerschützen und von einer großen Schar
von Gläubigen.
 Wie
in all den Jahrzehnten war der Kirchbichl bei der Kirche „Maria zu den sieben
Linden“ von der Raitener Kirchen- und Dorfgemeinschaft liebevoll, ehrenamtlich
und gottesdienstwürdig vorbereitet worden. Pfarrer Otto Höher aus Marquartstein
empfing die eintreffende Trachtlerschar mit seinem Wallfahrts-Segen. Für den an
Grippe erkrankten Gauvorstand Sepp Schmid aus Höhenmoos nahm sein
Stellvertreter Christoph Bauer aus Sachrang die Begrüßung vor. Unter den
Ehrengästen aus Politik und Trachtengeschehen waren unter anderem Otto Dufter
als Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, Gauvorstand Walter
Weinzierl vom Bayerischen Inngau, Gauvorstand Peter Eicher vom Gauverband I,
stellvertretender Landrat Lorenz Kollmannsberger vom Landkreis Rosenheim sowie
die ehemaligen Landräte Jakob Strobl aus Traunstein und Paul Unterseer aus
Rosenheim. Die Anwesenheit der Politiker und vieler Bürgermeister machte
deutlich, dass die Wallfahrt keine alleinige Angelegenheit der Trachtler ist.
 „Was
bedeutet Maria und Wallfahrt heute noch?“
Pfarrer
Höher stellte diesbezüglich gleich zu Beginn seiner Ausführungen an die
Freunde der Marien-Verehrer die Frage: „Was bedeutet mir heute noch Maria oder
war bringt es mir im 20. Jahrhundert noch, wenn ich wallfahrten gehe?“. Der
Geistliche gab gleich die Antwort hinzu als er sagte: „Maria als Trösterin
der Betrübten und Hoffnungslosen liefert viele Gründe, zu ihr zu kommen. Die
Gründe sind sogar so vielschichtig und viele, wie es Menschen gibt“. Pfarrer
Höher bat, der Fürsprecherin für das bayerische Volk auch zukünftig nach dem
Sinn vieler Votivtafeln (“Maria hat geholfen, Maria wird wieder helfen“) die
Treue zu halten. Nach einem ehrenden Gedenken am Soldatengrab bedankte sich
Zweiter Gauvorstand Christoph Bauer vor allem bei der Musikkapelle Schleching
und bei den Schlechinger Sängern für ihre volksmusikalische
Gottesdienstgestaltung. Ein weiteres „Vergelt´s Gott“ galt den vielen
jungen Leuten, die an der Wallfahrt teilnahmen, Bert Daxer und Otto Drascher für
die Vorort-Organisation, dem gesamten kirchlichen Dienst, der Gärtnerei Glanz,
der Feuerwehr, der Polizei und vielen weiteren Kräften. Allesamt sorgten sie
dafür, dass bei idealer Witterung der Grundgedanke einer Wallfahrt auf das Prächtigste
verspürt werden konnte. Natürlich gehörte eine Einkehr mit Brotzeit im
Anschluss an den Gottesdienst auch dazu.
Fotos:
Hötzelsperger
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