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Samerberg
(hö) – Die Frauen vom Samerberg sind keine Kinder von einfallsloser
Traurigkeit. Davon zeugte das traditionelle Faschingskranzl im voll
besetzten Saal des Gasthauses Maurer in Grainbach. In den Reihen der
ideenreich gekleideten Frauen konnten als einzig geduldete Männer die
Katholischen Geistlichen Georg Gilgenrainer und Dr. Hans Huber sowie als
Gemeindevertreter Dritter Bürgermeister Wolfgang Maurer entdeckt werden.
Letzterer wurde bei den verschiedenen Einlagen im Rahmen von Verschönerungsmaßnahmen
auch in die Bühnen-Aktivitäten integriert. Mit Bürgermeister Maurer,
der als reicher Scheich kam sowie mit Pfarrer Gilgenrainer als Harry
Potter und mit Pfarrer Huber als Wilderer kam eine rechte Stimmung auf.
Hierzu trugen aber auch die Frauen aus allen Samerberger Gemeindeteilen
reichlich bei. So übergab Irmi Mayer aus Schilding alias Bürgermeister
Ernst Kunz an den Pfarrer ein Schlauchboot aus den jüngsten Gewinnerlösen,
„damit es ihn beim Baden nicht mehr so schlaucht“. In einer Sendung
mit Sabine Christiansen wurden die derzeitigen Bürgermeister- und
Gemeinderatskandidaten auf ungewöhnliche Weise vorgestellt. Die Zukunft
wurde von Frauengemeinschafts-Vorsitzender Rosi Sattlberger gelesen. Als
Zigeunerin wusste sie allerhand, was auf die Samerberger zukommen wird. In
einer ausdrücklich nicht-trachtlerischen Tanzeinlage zeigten sich
Grainbacher Frauen und sie sahen sich als einen hoffnungsvollen Beitrag für
den Kanzlerkandidaten-Film von Ministerpräsident Stoiber. Die Eröffnung
einer Steinkirchner Freizeit-Oase mit Zuber und Zauber sowie die Anekdoten
der Baschtler G´stanzlsänger taten ihr übriges, damit Unterhaltung und
Stimmung gut waren. Zwischendurch vergnügten sich die Frauen mit fleißigem
Tanz. Erst als am Abend die Männer kamen, um die Frauen wieder zu Haus,
Heim, Hof und Familie zurückzuholen, beruhigte sich die Atmosphäre im
Hamper-Wirt-Saal.
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