Beitrag Minister
Huber ruft Landwirtschaft zur Krisenbewältigung
auf
Dem
Angebot der Maschinenringe sollen auch die Kommunen und staatlichen
Stellen mehr Rechnung tragen. Wie Huber sagte, kann durch
Investitionseinsparung insbesondere im Fuhr- und Maschinenpark durch die
Inanspruchnahme der Maschinenring-Leistungen
ein großer Vorteil entstehen. Insgesamt können Bayernweit aufgrund der
Effizienz und Koordination Millionen an Euro eingespart werden.
Durchschnittlich betreut in Bayern jeder Maschinenring 30.000 Hektar
Nutzfläche. Zur Erfüllung der Aufgaben waren im Vorjahr 5,5 Millionen
Arbeitsstunden erforderlich. Dies wiederum entspricht der Tätigkeit von
3.000 Voll-Arbeits-Kräften, die sich um die anstehenden Arbeiten in den
140.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern sorgten.
„BSE
und MKS dürfen uns nicht ratlos und tatenlos machen!“ und „Die Bauern
waren die Opfer und nicht die Täter der Tierseuchen!“ – mit diesen Sätzen
machte Minister Huber deutlich, dass die Landwirtschaft im Jahr 2001
Belastungen wie kaum jemals zuvor auszuhalten hatte. „Gott sei Dank
werden die Bauern und ihre Produkte wieder mehr geschätzt. Schließlich
sind genügend und gesunde Lebensmittel in erster Linie das Verdienst der
Bauern!“ – so Huber, der den Bauern noch eine weitere zu beachtende
Eigenschaft attestierte: „Ihr kennt keine 35-Stunden-Woche und Ihr könnt
die Ernte Eurer harten Arbeit auch nicht selbst einfahren, denn die mit
Eurem Tun erreichten Errungenschaften kommen in erster Linie der Gesamt-
und Freizeit-Gesellschaft zugute!“ – in diesem Zusammenhang versprach
der Minister weiterhin Solidarität mit den Bauern mit dem Satz: „Die
Bayerische Staatsregierung weiß Eure Leistungen zu schätzen!“. Als
Beispiel nannte der Minister die Vorkehrungen nach der BSE- und MKS-Krise.
„An der Sicherung der gesamten Ernährungskette führt kein Weg
vorbei!“ und
„Qualität aus Bayern muss es ohne Fragezeichen geben, der
bayerische Feinkostladen soll ein Markenzeichen bleiben und ist auch mehr
Mühen und Kosten wert. Die Märkte gilt es zu sichern!“ sagte Huber. Bayerische
Seitenhiebe nach Berlin Nach
einigen Seitenhieben auf die Regierung in Berlin, die gerade durch
landwirtschafts-belastende Beschlüsse für Nachteile und zusätzliche
Belastungen bei den bayerischen Bauern gesorgt hat, kam Minister Huber auf
den Naturschutz und dessen Gesetze zu sprechen. „Wir sind für
sinnvollen und partnerschaftlichen Naturschutz, aber im
Bundesnaturschutzgesetz, das im Bundesrat gegen die Stimmen der unionsgeführten
Länder vereinbart wurde, können wir den Geist der Partnerschaft nicht
finden!“. Die Finanzierung und Sorgen der Osterweiterung aus dem
Blickwinkel der Landwirtschaft sowie der bayerische Aufwand für
Agrarumweltmaßnahmen (bis zum Jahr 2006 sind hierfür jährlich 410
Millionen Euro vorgesehen) waren weitere Themen des Festvortrages von
Minister Huber. Die bis zum Jahr 2008 vereinbarte Milchkontigentierung
soll als sinnvolles Ordnungsinstrument Europas auch über diesen Zeitpunkt
hinaus Gültigkeit haben. Nicht
Verzagtheit und Resignation, sondern Mut und Vertrauen in die eigene
Leistungsfähigkeit sind nach den Worten des Staatskanzlei-Chefs angesagt.
„Wir brauchen motivierte Akteure!“ – so Huber. Wie recht er gerade
an diesem Maschinenring-Jubiläums-Abend hatte, zeigten die vielen mit
Interesse versammelten Bauern und die Ehrungen für die zahlreichen
Verdienste, die innerhalb der großen Maschinenring-Gemeinschaft
festzustellen waren.
Neben
den besonderen Ehrungen für Vorsitzenden Johann Stöttner und Geschäftsführer
Christoph Niederthanner (wir berichteten) gab es noch einige Ehrungen für
langjährig verdienstvolle und ehrenamtlich tätige Obmänner. Zusammen
mit Landrat Dr. Max Gimple wurden die Urkunden und Ehrennadeln überreicht.
Seit 15 Jahren sind folgende Männer in ihren Ämtern: Anton Feichtner,
Rimsting, Franz Grießl, Mauerkirchen, Alexander Hörterer, Eggstätt,
Hans Neumayer, Marienberg, Johann Pertl, Sachrang, Stefan Schlaipfer,
Halfing und Josef Wiesheu aus Stephanskirchen. Seit vier Wahlperioden und
somit seit 18 Jahren im Amt sind Stefan Ramsauer vom Ortsverband Höhenmoos,
Sebastian Weichselbaumer von Schwabering und Josef Weidacher aus Prien.
Nach ihrem Ausscheiden erhielten diese Ehrung auch noch Michael Kuchler
aus Brannenburg und Josef Moser aus Riedering. Weitere
Ehrungen für langjährige, ausgeschiedene Obmänner gab es für Willibald
Dettendorfer aus Nussdorf (15 Jahre), Josef Baumann aus Reitmehring,
Lorenz Egger aus Babensham und Eugen Pletzenhauser aus Schonstett (jeweils
21 Jahre) sowie Franz Kaffl aus Pang, Lorenz Wagner aus Pfaffing und Thaddäus
Weindl aus Pfraundorf für ganze 29 Jahre. Georg Soyer aus Langenpfunzen
wurde für 22 Jahre Tätigkeit im Vorstand geehrt. Gar 35 Jahre im
Vorstand arbeitete Gerhard Willnhammer aus Vogtareuth mit. Für ihn gab es
ein Maschinenring-Krügerl. Von Anbeginn des vor 40 Jahren gegründeten
Maschinenrings ein Mitstreiter im Vorstandsgremium war Josef Schlaipfer
aus Stötten in der Gemeinde Bad Endorf. Hierfür wurde ihm mit der
Ehrenurkunde und Nadel in Silber für besondere Verdienste gedankt.
Minister Erwin Huber, Landrat Dr. Max Gimple und die Maschinenring-Leitung
freuten sich gemeinsam mit den Geehrten für die Auszeichnungen. Für die
passende Ehrungs- und Versammlungsmusik sorgten einmal mehr die „Hinterberger
Buam“. Fotos:
Hötzelsperger |