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Logistik-Zentrum mit Geschäftsführer Karl Fischer bekommt ADAC Mobilitätspreis 2001
Wirtschafts-Staatssekretär Hans Spitzner bei einer Feierstunde im Priener Rathaus

Prien (hö) – Nach einer europäischen und einer deutschen Auszeichnung hat das Logistik- und Kompetenz-Zentrum (LKZ) von Prien mit Geschäftsführer Karl Fischer an der Spitze auch eine bayerische Auszeichnung erhalten. Wie Wirtschafts-Staatssekretär Hans Spitzner bei einer Feierstunde im Priener Rathaus erläuterte, sei damit das Höchste des zu Erreichenden geschafft worden. „Der bayerische Mobilitäts-Preis des ADAC ist eine ganz und gar rare Auszeichnung, die ein hohes Maß an Leistung voraussetzt!“ – so der Staatssekretär bei der Laudatio.

Neben der persönlichen Würdigung von Karl Fischer für dessen vielfältigen, internationalen und innovativen Güterlogistik machte der Ministeriums-Vertreter auch einen Blick auf die Einrichtung. „Vor vier Jahren nahm ich bei Kaiserwetter den Spatenstich des Logistik-Zentrums vor, heute ist mit der Auszeichnung ein wiederum erhebender Augenblick.“  Spitzner erinnerte bei seinen Ausführungen daran, dass mit Hilfe des LKZ wertvolle Erkenntnisse mit neuen Arbeitsplätzen für die Welt von morgen geschaffen werden. Insgesamt sind im LKZ derzeit 62 Mitarbeiter in 20 Firmen auf 1.400 Quadratmetern beschäftigt. „Machen wir uns bewusst, dass wir in Bayern insbesondere auf den Autobahnen täglich mehr und mehr eingestaut werden!“ – so der Staatssekretär, der damit den Wert der Arbeit von Karl Fischer herausstellte. Zwei seiner Haupterfolge sind die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene sowie die bessere Koordination der Transporte. „Mit mehr Koordinierung erreichen wir einerseits eine bessere Auslastung und andererseits weniger Verkehr“ – sagte Spitzner. Als gutes Beispiel bezeichnete er die Strecke München-Verona, die von bislang zwölf Stunden Fahrtzeit inzwischen durch internationale und verkehrsmittel-übergreifende Abstimmung auf gut sechs Stunden abgekürzt werden konnte.

Kollmannsberger: „Auch an den Verkehr in der Region denken!“Karl Fischer vom LKZ Prien mit dem ADAC Mobilitätspreis.

Priens Bürgermeister und stellvertretender Landrat Lorenz Kollmannsberger bat die anwesenden Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, neben den länderübergreifenden Aktionen auch die Region zu bedenken. „Besonderen Wert legen wir auf die Chiemsee-Gemeinden, die sich bislang bereits im Kultur-, Umwelt-, Abwasser- und Tourismusbereich miteinander betätigen. Im Verkehr ist hier noch Handlungsbedarf“ – so Kollmannsberger, der allein in seiner Gemeinde in der Bernauer Straße täglich 1.000 LKW und 18.000 Autos zählt, die mitten durch die schöne Marktgemeinde fahren. „Wegen einem Packerl Nägel müssen nicht Extra-Fahrten sein, etwas mehr Effizienz ist bestimmt auch bei uns daheim noch drinnen!“ sagte der Priener Bürgermeister.

Dr. August Markl als Vorsitzender des ADAC Südbayern, der zusammen mit seinem Kollegen Peter Spruß vom ADAC Nordbayern zur Auszeichnung nach Prien kam, zitierte aus der Wettbewerbs-Ausschreibung: „Der ADAC in Bayern schreibt einen Mobilitätspreis aus, der künftig einmal pro Jahr verliehen wird. Mit dieser Auszeichnung sollen Projekte, Leistungen und Denkansätze aus dem Bereich der individuellen und allgemeinen Mobilität in Bayern gewürdigt werden. Der zu schaffende Preis soll seinen Ausdruck in einer eigenständigen Skulptur finden, den den Preisträgern überreicht und überlassen wird. Die Skulptur soll in künstlerischer Form das Thema Mobilität aufgreifen und gestalten und damit gleichermaßen das Anliegen des Auftraggebers ADAC in Bayern widerspiegeln!“. Die Herausforderung der Preisgestaltung wurde in die Künstlerhände von H.W. Twardzik gegeben. Näher erläutert wurde das Kunstwerk von Vorstandssprecher Klaus von Gaffron vom Berufsverband Bildender Künstler Landesverband Bayern e.V.. Passend dazu spielte Alexander Mangstl aus Rimsting feinste Harfenweisen.

Wie Karl Fischer als vielfach Gelobter und außergewöhnlich Geehrter sagte, sehe er nach der Auszeichnung die Chance zu noch mehr Aufmerksamkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Vom ADAC-Preis motiviert, machte sich Fischer gleich auf den Weg, an den Logistik-Verbesserungen auf Straße und Schiene weiterzuarbeiten. Das Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien, das von der Marktgemeinde Prien, dem Landkreis Rosenheim und der IHK München und Oberbayern gemeinsam getragen wird, ging noch am selben Tage die emsige Arbeit weiter. Diese erfolgt in enger Abstimmung mit dem renommierten Frauenhofer Institut und mit der Fachhochschule Rosenheim.

Foto: Hötzelsperger

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