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Hatzhof
in Bernau-Felden als neue Dreh- und Informationsscheibe für den Tourismus am
Chiemsee feierlich eröffnet
2 Millionen Euro teure und mit gut 500.000 Euro geförderte
Baumaßnahme
Bernau
a. Chiemsee (hö) 22.4.02 – Für den Tourismus in Oberbayern gibt es eine neue
Drehscheibe: der „Hatzhof“ in Bernau unmittelbar am Chiemsee-Ufer mit
Zugriff auf die nahe Autobahn und mit Blick auf die Kampenwand wurde nach nur
kurzer Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Sowohl die vor Ort zuständigen
Kommunalpolitiker und Touristiker als auch Willi Bürgers als zuständiger
Tourismus-Referent des Bayerischen Wirtschaftsministeriums würdigten die fast 2
Millionen Euro teure und mit gut 500.000 Euro geförderte Baumaßnahme als
zeitgemäße Herausforderung für den Wettbewerb im nationalen wie
internationalen Tourismus. Bürgermeister Lenz Steindlmüller von der Gemeinde
Bernau, die vor 15 Jahren das 4.500 Quadratmeter große und großartige Grundstück
im Bernauer Seepark Felden erwarb, freute sich mit seinem mutigen Gemeinderat,
dass die Umsetzung einer Tourist-Informationszentrale für die 18
Mitgliedsgemeinden und deren Gäste an einem solch wichtigen
Standort ermöglicht werden konnte. Eine besondere Freude für alle Beteiligten
war es, dass man unter Wahrung des Itaker-Hof-Charakters diese moderne
Dienstleistungs-Stelle schaffen konnte. „Bei 2.300 Beherbergungs-Betrieben im
Chiemsee-Raum mit 22.000 Betten eine schöne Herausforderung“, sagte Geschäftsführer
Hermann Roth.
Max
Brunner als Vorsitzender des Tourismusverbandes sprach auch namens der
privatwirtschaftlich orientierten Tourismus KG von einem Meilenstein in der
nunmehr schon 90jährigen Geschichte der organisierten Chiemsee-Touristik. Im
letzten Jahr verbrachten in den Gemeinden der Landkreise Traunstein und
Rosenheim rund 500.000 Gäste insgesamt fast 2,7 Millionen Übernachtungen.
„Der Hatzhof als wohl endgültige Heimat soll zukünftig Impulsgeber für die
heimische Tourismuswirtschaft sein“ in diesem Sinne richtete der scheidende
Chieminger Bürgermeister noch folgenden Appell an die acht neuen und zehn
verbliebenen Bürgermeisterkollegen: „Halten Sie trotz der gestiegenen
Aufgaben und Kosten der gewachsenen Chiemsee-Gemeinschaft die Treue“. Der
Priener Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger bezeichnete als stellvertretender
Landrat von Rosenheim den Hatzhof als lebendigen Anschauungs-Unterricht für die
chiemseeweit aktive Agenda-Arbeit. Für den Landkreis bezeichnete er die
Chiemsee-Region als kleinstrukturiert, die sich mit seinen vier Kurorten
allerdings nicht hinter den Übernachtungs-Millionären von Bayern zu verstecken
brauche. Mit Blick auf die Bayerische Staatsregierung bat er diese, die
Chiemsee-Region nicht nur von den Kormoran- und Stechmücken-Problemen zu
beurteilen, sondern auch die gemeinschaftlich nachweisbaren Tourismus- und
Wirtschafts-Leistungen anzuerkennen. Dies versprach in seinem Grußwort Willi Bürgers
als Vertreter des kurzfristig verhinderten Staatssekretärs Hans Spitzner und
auch im Namen
des Bayerischen Wirtschaftsministers Otto Wiesheu. Bürgers bat den Wert der
Service-Freundlichkeit in einer der schönsten Regionen Europas weiterhin
hochzuhalten. „Das Qualitäts-Niveau kann von den Einrichtungen, Leuten und
Dienstleistungen des Hatzhofes nur profitieren“, so der Vertreter des
Ministeriums, der auch die besten Grüße der Regierung von Oberbayern überbrachte.
Aktuelle Informationen zur Tourismus-Entwicklung am Chiemsee brachte Geschäftsführer
Hermann Roth. Allein die Umsatzkraft von 217,9 Millionen Euro und die Aussagen
des fast fertig gestellten Chiemsee-Tourismus-Entwicklungs-Konzeptes machen nach
Aussagen des Geschäftsführers deutlich, dass man mehr als bisher tun muß. Mit
feinen Harfen-Weisen des Rimstinger Solisten Alexander Mangstl und mit
verschiedenen Konzertstücken des Quintetts vom Grassauer Blechbläser Ensemble
wurde die Einweihungsfeier musikalisch gestaltet. Den kirchlichen Segen gaben
der Katholische Pfarrer von Bernau Werner Gröner und als Vertreter der
Evangelischen Christusgemeinde Pfarrer Johannes Sinn aus Aschau. Mit einem Büffet
vom nahen Badehaus, mit Wieninger-gesponserten Bieren sowie mit den ersten
Chiemsee-Laiberl aus dem eigens erstellten Backofen wurde die Eröffnungsfeier
im Beisein zahlreicher bayerischer und regionaler Tourismusfachleute
ausgestaltet.
Foto:
Hötzelsperger
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