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Leonhardiritt in Rossholzen mehr als nur Traditionspflege
74 Rosserer geben zeitgemäßes Bekenntnis

Erster Vorsitzender Bartholomäus Mayer vom Leonhardiverein und sein Stellvertreter Waldemar Schellenberger (li.)

Pferd, Reiterin und Kirche

 Rossholzen/Samerberg (hö) – 74 Rösser aus Bayern und Tirol fanden sich bei traumhaften Herbstwetter und schönster Samerberg-Kulisse zum heurigen Leonhardiritt in Rossholzen ein. Pfarrer Georg Gilgenrainer erinnerte in der Predigt beim vorausgehenden Gottesdienst an den Sinn der Traditionspflege und setzte sich selbst zu einem Umritt um die Kirche auf das Pferd. Beim zweiten Umritt nahm er dann die Segnung von Mensch und Tier vor. Rund 500 Zuschauer säumten den Weg rund um die Kirche „St. Bartholomäus“ von Rossholzen. Unter ihnen befanden sich auch die Bürgermeister Hans Dettendorfer aus Nussdorf und Jürgen Tremmel aus Neubeuern. Bei der anschließenden Feier vor dem Roßholzener Feuerwehrhaus erinnerte Vorstand Bartholomäus Mayer vom Leonhardiverein an den Sinn des Tages. „Wir sind wohl der jüngste Samerberger Verein, aber haben wohl eine der ältesten Traditionen!“ – so Mayer. Damit brachte er  in Erinnerung, dass nach 30jährigem Dornröschenschlaf vor fünf Jahren durch die damalige Verkehrsvereinsvorsitzende Maria Estermann der Leonhardiritt wieder aktiviert worden war. Vor einem Jahr hat sich dann der Leonhardiverein gegründet, so dass der Verkehrsverein die Organisationsaufgabe an diesen abgetreten hat. Auch Zweiter Bürgermeister Hans Weiß dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten für den schönen Brauch und pfundigen Tag. In den Dank eingeschlossen waren nicht nur die Rosserer und ihre sauber geschmückten Pferde, sondern auch die Baschtler Goaßlschnalzer, Susanne und Robert Sinhart als Volksmusikanten, die Rosenheimer Auer-Brauerei mit Direktor Wilhelm Hermann sowie die örtlichen Vereine wie Feuerwehr und Trachtenverein. Sie allesamt ermöglichten es, dass auf dem Samerberg das Brauchtum lebt und die Pferde-Traditionen nicht vergessen sind.

Fotos: Hötzelsperger

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Samerberger Einheit: Pferde und Maibaum

Robert und Susanne Sinhart als Volksmusikanten mit der Kirche „St. Barholomäus“

 

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