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Sachranger Maibaum-Besonderheiten vor Wintereinbruch
Heimatpfleger diskutierten über (Miss-) Bräuche im Chiemgau

Sachranger Maibaum
Sachrang (hö) – Hoch hinaus wie kaum in einem anderen Chiemgauer Ort mit Maibaumtradition traute man sich zum Oktoberende im Priental- und Grenzort Sachrang. Der dortige Trachtenverein „D´Geiglstoana“ sorgt sich in guter Tradition, dass der Maibaum nicht nur zu einem festlichen Aufstell-Ereignis am 1. Mai, sondern auch, dass vor dem Winter die wertvollen Figuren fachmännisch abgebaut werden. Trachtenvorstand Christoph Bauer, zugleich Zweiter Vorsitzender des Chiemgau-Alpenverbandes, und sein Vorplattler Stefan Singhartinger wagten sich zu dieser Aufgabe nicht wie andernorts mit einer sicheren Feuerwehr-Drehleiter, sondern mit Steigeisen auf den fast 30 Meter hohen Baum in der Sachranger Ortsmitte. Die bergwacht-erprobten Trachtler schafften es von der Spitze des Baumes bis zum Boden, dass alle Brauchtums- und Handwerks-Figuren mittels einfacher Hilfsmittel abmontiert und eingelagert werden konnten. „Sieben Jahre hat dieser von unserem Ehrenvorstand gestiftete Maibaum unseren Ort verschönert. Jetzt muss er einem neuen Baum weichen, der in den für Baumfällarbeiten günstigen Rauhnacht-Tagen zwischen Weihnachten und Dreikönig geschlagen werden wird!“ sagte Christoph Bauer. Ob dann wieder wie vor sieben Jahren die Niederaschauer Freunde vom Trachtenverein „Edelweiß“ oder andere „Diebe“ wachsam und brauchtumsgemäß auf  der Lauer sind, wird sich erst noch zeigen.

 

Text: Hötzelsperger         Foto: Berger

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