Beitrag Bayerische
und Salzburger Hochzeitslader haben nunmehr Johannes den Täufer als
Patron Eggstätt/Chiemgau
(hö) – Ein lange gehegter Wunsch ist für die Hochzeitslader in Bayern
und Salzburg in Erfüllung gegangen. Auf Initiative von Christian Glas aus
Eggstätt bekam die Zunft der Hochzeitslader kürzlich den kirchlichen
Segen für die offizielle Annahme eines Schutzpatrons für die
Hochzeitslader. Begonnen hatte das Vorhaben im März vor sieben Jahren als
Weihbischof Franz X. Schwarzenböck zu einem Firmungs-Besuch in Eggstätt
verweilte. Damals regte im Auftrag der in Bayern und Salzburg
organisierten Hochzeitslader Christian Glas an, für die Gemeinschaft der
Hochzeitslader als besonderen Schutzpatron Johannes der Täufer zu bestätigen.
In
einem ersten Schreiben informierte der Weihbischof: „Da es sich bei den
Hochzeitsladern um keinen kirchlichen, sondern um einen weltlichen
Zusammenschluss handelt, darum ist für die Benennung eines Patrons eine
Approbation von Seiten der Kirche nicht erforderlich. Ich persönlich
spreche aber gerne meinen Respekt vor diesem Wunsch aus und gleichzeitig
auch schon meine guten Wünsche, damit das vorgesehene Patronat allen
Hochzeitsladern in der großen Gemeinschaft zum Segen und zur Freude
gereiche!“. Nach
dieser positiven Reaktion aus dem Ordinariat machten sich Christian Glas
und seine zünftigen Mitstreiter daran, ein offizielles Zunftzeichen mit
ihrem Patron und mit ihrem Attribut, dem Laderstecken zu schaffen. Als
Vorlage diente dabei eine Darstellung in der Priener Taufkapelle. Wie
Christian Glas, der nicht nur Chronist der Hochzeitslader-Gemeinschaft,
sondern auch aktives Vorstandsmitglied beim Bayernbund ist, weiter erläuterte,
soll die Einführung eines Zunftzeichens in aller Deutlichkeit die Nähe
zur Kirche verdeutlichen. „Wir stehen hinter der Kirche, zum Kreuz und
zu unserem Glauben!“ – so Glas, der sich auch freut, mit dieser Maßnahme
einen Geschichts- und Brauchtumsbeitrag leisten zu können. Schließlich
gehören der Hochzeitsladerrunde auch Salzburger Kollegen an, was gerade
in der Entwicklung dieser beiden benachbarten Länder ein Zeichen für
Geschichtsbewusstsein darstellt. Gratulation
des Kultur-Ministers Zehetmair Beim
jüngsten Zusammentreffen aller Hochzeitslader aus dem
bayerisch-salzburgischen Raum hatte Sepp Fertl nach Schwindskirchen bei
Dorfen eingeladen. Dabei hatte man die Gelegenheit, den Bayerischen
Kultusminister Hans Zehetmair begrüßen zu können. Dieser stimmte den
Hochzeitsladern zu, dass sie einen eigenen Patron haben und er gratulierte
ihnen zu ihrem gelungenen Zunftzeichen. „Zum Erhalt des bayerischen
Brauchtums und der bayerischen Sprache tragen die Hochzeitslader enorm
viel bei. Gerne unterstütze ich diese ideell, denn ihr Wirken ist Vorbild
für Schulen und für die gesamte Gesellschaft. Bleiben Sie weiterhin so
standhaft gegenüber der bayerischen Eigenart!“ – so der Minister in
der geselligen Feier in Schwindskirchen. Weihbischof
Schwarzenböck und Johannes der Täufer Im
Rahmen seiner Kontakte zu den Hochzeitsladern erläuterte Weihbischof
Schwarzenböck, die Richtigkeit des neuen Patrons mit den Worten:
„Johannes der Täufer war, wie man hierzulande sagt, ein gestandenes
Mannsbild, grundehrlich und selbstbewusst, bescheiden und bis ins Letzte
dem Dienst für seinen Herrn Jesus Christus verpflichtet. Johannes wusste,
dass nicht er die Hauptperson ist. Er sagt wörtlich: Ich bin nicht der
Messias, ich bin nur ein Bote und Gesandter, der ihm vorausgeht. Dieser
Vorläufer Johannes war – wie die Hochzeitslader auch – der „Freund
des Bräutigams“, so etwas wie ein Brautführer. Er hat seine Aufgabe
als Dienst verstanden, so wie es sich die Hochzeitslader wohl auch
vorgenommen haben, als Dienst für die Menschen und ihr Familienglück,
als Dienst für das Fest einer Hochzeitsgesellschaft und wohl auch für
die Gemeinschaft beim Trauungsgottesdienst!“ – so die Ausführungen
des Geistlichen zum großen Wegbereiter und Vorläufer Jesu mit einem
abschließenden „Vergelt´s Gott“ an all jene, die ihren Dienst in
seriöser, menschenfreundlicher und fröhlicher Weise leisten. Foto:
Hötzelsperger |