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Fahnenweihe und Empfang für 25. Wieder-Gründungs-Jubiläum der Aschauer Pfadfinder St. Georg  
Empfang mit Ausstellung und Musik im Chalet

Aschau (hö) – Engagiert wie vor kurzem anlässlich des Besuches bei den amerikanischen Freunden und beim Stamm der Sioux-Indianer machten sich die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Aschau an ihre 25. Wiedergründungsfeier und an die Weihe einer neuen Fahne. Vorsitzender Peter Pfaffinger war hocherfreut, dass sich mit elf Fahnenabordnungen aus den Reihen der Aschauer Vereine und mit einem starken Besuch des Fest-Gottesdienstes und des Festabends ein hohes Interesse der Aschauer Gemeinde-Gemeinschaft an den Pfadfinder-Aktivitäten wiederspiegelte.

Schon der Einzug der Fahnen und der Pfadfinder in die Kirche machte deutlich, dass sich die Weihe der neuen, von Peter Pfaffinger selbst gestifteten Fahne zu einem Höhepunkt im nunmehr 25. Jahr seit der Wiedergründung der Aschauer Pfadfinder gestalten wird. Bereits 1950 wurde einmal eine erste Fahne geweiht. Diese ist jedoch nach vielen Einsätzen verbraucht. Nach einigen Unterbrechungen kam es im Jahr 1976 zur erneuten Gründung des Stammes Aschau. Nicht zuletzt mit der neuen Fahne will man Stärke und Gemeinschaft zeigen. Die Weihe der Fahne nahm Kaplan Georg Lindl aus Prien für den verhinderten Orts-Pfarrer und Dekan Josef Winkler vor. Die Predigt hielt Pfadfinder Peter Pfaffinger selbst. Als Vorsitzender des 70 Dirndl und Buam zählenden Vereins von Aschau erinnrte er an die tiefen Gedanken von Gründer und Lord Baden Powell aus England im Jahr 1907. „Der Gründungs-Auftrag befasste sich mit einem glücklichen Leben. Dem können wir auch heute noch gerecht werden, wenn wir nicht dem Geld nachjagen, sondern uns an den vielen kleinen Dingen in der Natur und im Leben erfreuen!“ predigte Pfaffinger, der unter anderem das Helfen als ein Beispiel für gelingende Lebensfreude nannte. Der gesamte Gottesdienst wurde von aktiven Mitgliedern der Aschauer Pfadfinderschaft St. Georg musikalisch gestaltet. Auch die Fürbitten standen unter dem Gesamt-Motto „Was wir uns auf die Fahne geschrieben haben!“.

Empfang mit Ausstellung und Musik im Chalet

Nach dem Gottesdienst fand sich die Festversammlung im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal der Bahnhofs-Gaststätte „Chalet“ ein. Bürgermeister Kaspar Öttl, einige Gemeinderäte, zahlreiche Vereinsvertreter und manche Eltern der Pfadfinder waren stolz ob der vorbereiteten Abendveranstaltung einschließlich Ausstellung, Büffet und Musik. Internationale, völkerverbindende und fröhliche Freundschaftstänze kamen in Begleitung der begeisternd aufspielenden Tanz- und Folkmusik „Hampelmuse“ zur Aufführung. Die Ausstellung in Bildern, mit Abzeichen und zahlreichen Dokumenten erinnerte an die letzten 25 Jahre. Besonders stark waren die jüngsten fünf Jahre mit einem Wanderlager, mit dem Pow-wow-Fest in der Festhalle, mit einer frieden-mahnenden Lichter-Prozession, mit einem Härtevergleichstest mit anderen Pfadfinderstämmen, mit dem Gegenbesuch bei den Indianern in diesem Jahr oder mit einer Patenschaft zugunsten des Hochmoores „Rote Filze“ in Raubling. Mit dieser Bilanz konnten die Aschauer Pfadfinder sich selbst und allen Gästen beweisen, dass sie zu den engagierten Gruppen Bayerns gehören. Im übrigen gibt es in ganz Deutschland 150.000 Mitglieder und in den 186 Ländern der Welt mit Pfadfinder-Gruppen werden insgesamt rund 25 Millionen Mitglieder gezählt. Eine enorme Bewegung wie Trachtenvorstand Heinz Scheck bei einem Dialog mit den Pfadfindern feststellte.

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