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Rehazentren vor dem Aus?
Ambulante Therapiezentren der Simssee Klinik nicht betroffen

Bad Endorf, 02.05.2002. "Bayerns ambulante Rehazentren kämpfen ums  Überleben", so war letzte Woche der Presse zu entnehmen. Hintergrund der
Meldung: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) hat im Oktober letzten Jahres Richtlinien erlassen, die für 108 Einrichtungen kleinerer und
mittlerer Größenordnung das Aus bedeuten könnten - auch für die beiden Ambulanten Rehazentren der Simssee Klinik in Rosenheim und Bad Endorf?

Josef Beil, Prokurist und operativer Leiter der Chiemgau Thermen und der Ambulanten Rehazentren der Simssee Klinik, gibt Entwarnung: "Wirklich gefährdet sind nur diejenigen Institutionen, die nicht an eine Klinik angegliedert sind." Bisher umfasste die erweiterte ambulante Rehabilitation zweieinhalb- bis dreistündige Behandlungen, drei bis fünf Mal pro Woche. Nach den neuen Bestimmungen muss jeden Tag sechs Stunden lang behandelt werden, wobei Verpflegung und Medikamente der Patienten vom Rehazentrum bereitzustellen sind. Zudem müssen die Rehazentren nun unter anderem Sozialmediziner, Psychologen, Krankenpfleger, Diätassistenten und Sozialarbeiter einstellen. Eine Neuregelung, die Praxen, die nicht auf das Fachpersonal einer angeschlossenen Klinik zurückgreifen können, Kopf und Kragen kosten kann. "Die vierzig Mitarbeiter unserer ambulanten Rehazentren in Rosenheim und Bad Endorf können weiterhin gut schlafen", beruhigt Beil, "gerade das letzte Jahr war für uns mit 1,8 Millionen Euro Umsatz überaus erfolgreich. Seit vielen Jahren verzeichnen wir stetig steigende Patientenzahlen, im letzten Jahr waren es rund 850 Patienten in Bad Endorf und Rosenheim. Die Therapieauslastung lag in beiden Betrieben bei über 100 Prozent".

Bilduntertitel:
Gefragte Anlaufstation für Spitzensportler: Fußballer des SV Wacker Burghausen beim computergestützten Rückencheck im Rehazentrum der Simssee
Klinik in Bad Endorf (am Computer Diplom-Sportlehrer Hans-Peter Huber)

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