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Rosenheim
(hö) 4.5.02 - Die Südostmesse
(SOM) von Rosenheim ist mit großen Ausstellungs- und Besucher-Aktivitäten
in ihr bis zum 12. Mai dauerndes Geschehen gestartet. Wie Landrat Dr.
Max Gimple bei der Eröffnungsveranstaltung in Begleitung des
Bayerischen Wirtschaftsministers Dr. Otto Wiesheu und der neuen
Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabi Bauer herausstellte, hat sich
heuer der Landkreis mit seinen 46 Gemeinden einen besonders
beachtenswerten Stellenwert innerhalb der 13 Hallen und der 350
Aussteller herausgearbeitet. In vielfältigen Kooperationen ist es
gelungen, das Thema „Original Regional“ zu präsentieren. Die
Landwirtschaft im Dialog mit seinen Partnern und mit den Verbrauchern
– dies war das Grundkonzept der Überlegungen. Zum ersten Mal zeigt
sich die Landwirtschaft in der eigenen Halle H mit anschließendem
Freigelände mit Erzeugern, Direktvermarktern, privaten und kommunalen
Dienstleistern, Milchhaltern, Schafhaltern, Jägern, Fischern,
Schnapsbrennern, Imkern, Almbauern, Vermietern von Urlaub auf dem
Bauernhof und mit Vertretern des Bauernverbandes, des Maschinenringes,
des Landwirtschaftsamtes und der Tourismusverbände. Anneliese Blümel
als vom Landratsamt Rosenheim beauftragte Koordinations-Fachfrau für
die Direktvermarktung freute sich, ein fast 50 Seiten starkes
Verzeichnis der Direktvermarkter im Landkreis Rosenheim mit dem Titel
„Einkauf auf dem Bauernhof“ rechtzeitig zur SOM fertigstellen zu können.
Die Broschüre sowie ein Bauernschrank, der als auffälliges
„Regional-Regal“ aufgefüllt wurde und nicht zuletzt eine begonnene
Umfrageaktion zum gleichnamigen Modellversuch sollen dazu beitragen,
dass zwischen den biologischen wie auch konventionellen Erzeugern ein
gewinnbringender Bogen zur Verbrauchergesellschaft geschlagen werden
kann. „Die Vielfalt der frischen und getrockneten Produkte ist auf der
heurigen Südostmesse besonders gut zu erkennen“, so Anneliese Blümel.
Eine eigene Produktvielfalt zum Grundstoff Milch bot in gewohnter
Freundlichkeit die junge Bäuerin Monika Mayerhofer aus Unterwindering
(Gemeinde Vogtareuth) vom „Adlmoar-Hof“ an. „Gerne stelle ich mich
in den Dienst des Landes und der Milch, um mit dazu beitragen zu können,
dass wir mehr aus unserer Milch machen“, so die Bäuerin am
bayerischen Milch-Stand. Seine insgesamt 1.200 Almbauern im
oberbayerischen Alpengebiet von Berchtesgaden bis Garmisch-Partenkirchen
stellt Michael Hinterstoißer als Geschäftsführer des
Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern auf der SOM vor. „Im Landkreis
Rosenheim haben wir 140 Almen mit 5.000 aufgetriebenen Rindern. Mit
Fachleuten aus den Reihen der fünf Bezirks-Almbauernschaften nehmen wir
an unserem Stand nicht nur zu Problemen unserer Arbeit Stellung.
Vielmehr wollen wir den Bauern, der
gesamten heimischen Bevölkerung und auch den Gästen von den
Wohlfahrtswirkungen der Almbauern-Tätigkeiten einen Einblick
vermitteln“, so Hinterstoißer. Gleiches haben sich auch Klaus
Fackeldey und Irmi Lohmeyer für die Rosenheimer Schafhaltervereinigung
vorgenommen. Gerade die Vielfalt des Nutzens der Schafe und Milchschafe,
aber auch die sympathischen Produkte aus den Schafen stehen im
Mittelpunkt der Schafhalter-Präsentation. Mit verschiedenen
Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen im Verlaufe der Messezeit werden
die Gemeinschafts-Präsentationen noch zusätzlich unterstützt.
Fotos:
Hötzelsperger

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