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Bayerisches Trachtenmuseum - Aus der Traum!?
Bayerische Trachtenverband sucht für seine 800 Vereine ein Haus für die "Trachtengeschichte und Trachtenkultur"

München-Chiemgau (hö) – Seit zwei Jahrzehnten sucht der Bayerische Trachtenverband für seine 800 Vereine ein Haus für die "Trachtengeschichte und Trachtenkultur". Viele Versuche und Hoffnungen machte man sich, um eine gesamtbayerische Übersicht vorhandener Dokumente zu schaffen. Doch zur Zeit schaut es nicht gut aus. Wie Ehrenvorsitzender Hans Zapf dieser Tage bei einem Chiemgau-Besuch mitteilte, fängt das Unternehmen wieder von vorne an. Hans Zapf teilte folgendes mit:

„Im Jahr 2001 ist der Bayerische Trachtenverband mit Landesvorsitzendem Otto Dufter aus Unterwössen in Baiernrain fündig geworden. Ein Schulhaus! Ideal, weil sich in Baiernrain das Grab von Lehrer Joseph Vogl befindet. Somit hätte auch die Ausstellung "Wißt´s wos gründ ma an Verein", welche die Lebensgeschichte von Joseph Vogl und die Gründung des Trachtenvereins in Bayrischzell darstellt, eine dauernde Heimat gefunden.

In Baiernrain ist auch die Gastwirtschaft noch erhalten, welche Joseph Vogl in seinen letzten Lebensjahren bewirtschaftete. Auch dies darf als Ideal bezeichnet werden, weil Volksmusik von den Wirtsleuten gefördert wird und es gibt einen "Lehrer Vogl Weg" zwischen Gasthaus und Schulhaus. Ein "Haus der bayerischen Trachtengeschichte und Trachtenkultur" wäre nun die Krönung für Baiernrain gewesen.

Leider wurden von den zuständigen Behörden des Bayerischen Staates nur geringe Mittel für den Ausbau in Aussicht gestellt. Jedoch nicht für den Unterhalt. Der Gemeinderat hat seine Mission in dieser Entscheidung nicht erkannt, obwohl in Baiernrain auch ein Trachtenverein existiert und ist nicht bereit zu günstigen Bedingungen das Schulhaus für diesen wichtigen kulturellen Zweck zur Verfügung zu stellen. Wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund.

So sind Gemeinden. München hat den Nachlaß von Karl Valentin und sein Geburtshaus auch erst vor wenigen Jahren für teures Geld zurückgekauft, weil in früheren Jahren kein Interesse dafür vorhanden war. Unmut und Unverständnis ist vorhanden beim Landesvorstand des Bayerischen Trachtenverbandes, welcher durch die bevorstehende Verschmelzung mit dem Landesverband der bayerischen Heimat-und Volkstrachtenverände dann die gesamte bayerische Trachtenkultur vertritt, weil die Staatsregierung wohl X-Millionen für die "Buchheim-Ausstellung", sowie für den Museumsneubau der "Modernen Kunst" in München ausgibt, aber für geringfügigere Mittel, welche unter 1 Million liegen für Ausbau und Unterhalt erforderlich sind und der traditionellen Trachtenkultur dienen sollen, noch keine erkennbare Unterstützung aufzeigt.

Die Suche geht weiter! Wer weiß ein Haus? Welche Gemeinde kann ein geeignetes aufgelassenes Schulhaus, Bauernhaus oder Pfarrhaus zur Verfügung stellen?

"Bayerischer Trachtenverband e.V." und "Förderverein zur Errichtung und Unterhalt des Hauses der bayerischen Trachtengeschichte und Trachtenkultur" bitten um Hilfe und Unterstützung. Soweit der Aufruf von Ehrenvorsitzendem Hans Zapf. Nähere Informationen nehmen gerne Landesvorsitzender Otto Dufter, Telefon 08641-8779 oder der Förderverein mit Zweitem Landesvorsitzendem Josef Mayer, Kirchstr. 1, 82544 Egling-Neufahrn, Telefon und Fax 08171/21314 entgegen.

Schulhaus von Baiernrain, wie es sich die Vorstandschaft des Bayerischen Trachtenverbandes als Museum gewünscht hätte. Aber: Aus dieser Traum!

Foto: Hötzelsperger

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