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Trachtenjugendtag
Von der Jahrestagung des Bayerischen Trachtenverbandes in Oberschleißheim beim Isargau  

Isargau-Musikanten: Trompeter durch die Saiten einer Harfinisten betrachtet.Oberschleißheim (hö) – Die Grundsatzentscheidung ist gefallen: die bayerischen Trachtler, die bislang innerhalb von zwei großen Verbänden organisiert sind, wollen zukünftig unter einem Dach arbeiten. Mit 137 Ja-Stimmen und bei 11 Nein-Stimmen stimmten die Delegierten aus den 17 Gauverbänden des Bayerischen Trachtenverbandes anlässlich ihrer diesjährigen Hauptversammlung beim Isargau in Oberschleißheim dem Zusammenschluß ihres Verbandes mit dem Landesverband Bayerischer Heimat- und Volkstrachtenvereine zu. Letzterer hat in sechs Gauen und 200 Vereinen etwa 35.000 Mitglieder. Derzeit 166.307 Mitglieder in 786 Heimat- und Volkstrachtenvereinen hat der Bayerische Trachtenverband, dessen Name nach Umsetzung des derzeit bearbeiteten Verschmelzungsvertrages beibehalten wird. Sitz wird Traunstein im Chiemgau sein. Die zweite wichtige Entscheidung bei der Tagung in Oberschleißheim war die Aufnahme des Rhein-Main-Gaues als Mitglied des Bayerischen Trachtenverbandes. Dieser Gauverband hat einen Großteil auf bayerischem Gebiet. Die insgesamt 4.000 Mitglieder des Rhein-Main-Gauverbandes verteilen sich auf 39 Vereine  in den vier Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Nachdem der Sitz nach Bayern verlegt wurde und viele Kontakte zu bayerischen Trachtenvereinen bestehen, konnte dem Ansinnen der Aufnahme in den gesamtbayerischen Verband entsprochen werden.

Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes und des Landesverbandes wollen zusammengehen. Dies wurde in Oberschleißheim unter der Leitung von Otto Dufter (2. von links) aus Unterwössen beschlossen.Neuerliche Suche nach Trachten-Museum für Bayerischen Trachtenverband 

Eine weniger gute Nachricht war, dass das alte Schulhaus von Baiernrain nicht wie gewünscht als Museum für den Bayerischen Trachtenverband zur Verfügung steht. Finanzielle Gründe bewegten die Verantwortlichen unter der Leitung von Landesvorsitzenden Otto Dufter aus Unterwössen zu der Bitte, bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ein bayernweit gültiges Archiv und Museum der Trachtler weiterhin umzuschauen. Der bereits gegründete Förderverein soll nach den Vorstellungen von Verbands-Kassier Max Reitner aus Feldkirchen-Westerham noch größer und damit effizienter werden. Dessen Sohn Klaus Reitner konnte noch bekannt geben, dass am 3. November im Circus-Krone-Bau von München der erste Bayerische Trachtenjugend-Tag mit insgesamt 788 Mitwirkenden aus ganz Bayern stattfindet. Die nächstjährige Tagung des Bayerischen Trachtenverbandes wird die Vereinigung links der Donau im Kloster Banz ausrichten. Christa Staab aus Penzberg bekam eine besondere Ehrung. Genau vor 50 Jahren begann sie mit der bis heute aktiven Schreib- und Mitarbeit bei der Herausgabe des Heimat- und Trachtenboten.

Fotos: Hötzelsperger

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