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Nach
23. Volksmusikwoche auf dem Samerberg Führungswechsel von Hans Stuffer an
Markus Schmid
Singen
und Volkstanz wesentliche Bestandteile der Volksmusikwoche
Samerberg
(hö) 6.4.02 – Das schöne Dorf Grainbach in der Hochtal-Gemeinde Samerberg
erklang eine ganze Woche lang in volksmusikalischer Vielfalt, wie dies in Bayern
wohl seinesgleichen sucht. Bei herrlichstem Osterferienwetter tönten tagsüber
aus den Wohn-, Wirtshaus- und Schulzimmern alle möglichen Instrumente wie
Geige, Hackbrett, Zither, Gitarre, Harfe, Harmonika und Akkordeon sowie allerlei
Bläsermusik in gekonnter Probenvielfalt. Abends trafen sich die 80
Seminar-Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 9 bis 67 Jahren zu
geselligen Volkstanz-, Gesangs- und Musikstunden im Saal des Gasthofes Maurer.
„Eine der schönsten volksmusikalischen Wochen, die wir in den 23 Jahren hatten“,
diese erfreuliche Feststellung von Hans Stuffer als musikalischem Leiter war ein
Lob an Viele. Jene Kräfte, die das Programm seitens des Rosenheimer
Bildungswerkes zusammenstellten, waren ebenso wichtig wie die Familie
Anneliese und Sepp Hiebler vor Ort für die Quartierbeschaffung oder jene
Leute, die mit Räumlichkeiten zur Verfügung standen. „Eine enorme Leistung,
wenn aus ganz Oberbayern die Leute auf den Samerberg kommen, um sich mit
insgesamt 12 Musiklehrern für eine Woche zu arrangieren“ sagte Markus Schmid
aus Kiefersfelden, der heuer erstmals mit Hans Stuffer die Seminarleitung
gemeinsam machte, um ab dem nächsten Jahr die alleinige Führung zu übernehmen.
Mit bewährter Unterstützung des Rosenheimer Bildungswerkes kann er dabei
ebenso rechnen wie mit den Grainbacher
Wirtsleuten (Maurer, Sollinger, Alpenrose und Käseralm) und Gastgebern. Auch
mit der Gemeinde und mit dem Verkehrsamt Samerberg wird er weiter rechnen können,
wie Zweiter Bürgermeister Hans Weiß bei der Abschlussveranstaltung
versprach. Doch zurückziehen wird sich zumindest von der offiziellen
Organisation Hans Stuffer. Er war es, der vor 23 Jahren mit Pfarrer Georg
Gilgenrainer und mit dem damaligen Bürgermeister Paul Unterseer in Höhenmoos
den Anfang wagte. „Unvergessen der Ostermontag des Jahres 1979 als sich auf
den ersten Aufruf gleich 114 Teilnehmer einfanden. Aufgrund der Größenordung
hat sich die Volksmusikalische Bildungswoche bereits seit 16 Jahren in Grainbach
etabliert und dieser Ort soll auch zukünftig ein Hort für gemeinsame Freuden
blieben“ wünschte sich Hans Stuffer. Ihm galten natürlich viele Dankesworte,
Geschenke und sogar das Lied „Hans bleib do, Du woaßt ja ned, wias Weda
wird!“. Im voll besetzten Hamper-Saal von Grainbach würdigten Evi Zehetmayer
als Vorsitzende, Wolfgang Kopf als Geschäftsführer und Rainer
Aroksalasch-Schmid als organisatorischer Leiter vom Bildungswerk Rosenheim die
Leistungen von Hans Stuffer. „Gerade in Zeiten der Globalisierung werden
Auszeiten wie diese Woche für die Menschen immer wichtiger“ so die Vertreter
des Bildungswerkes, das bereits jetzt mit den Vorbereitungen für die
Volksmusikwoche 2003 vom 21. April bis 25. April beginnen.
Singen
und Volkstanz wesentliche Bestandteile der Volksmusikwoche
Wesentliche
Bestandteile des heurigen Erfolges waren der Volkstanz und vor allem das Singen
als eigene Schwerpunkte, die Betreuung der Kinder und vor allem das
Rahmenprogramm. Der einzeln vorgetragenen „Beschwerde“, dass die Nächte auf
dem Samerberg zu kurz waren, konnte man die inhaltlichen Erfolge entgegenhalten.
So fanden sich die jungen und älteren Teilnehmer nach einem
Volksmusik-Gottesdienst mit Pfarrer Hans Huber in der Grainbacher Kirche noch zu
einem Hoagart ein, der es in sich hatte. Junge und bewährte Musikanten in zum
Teil neuen Zusammensetzungen ließen erkennen, dass sie musikalisch und
freundschaftlich zusammengefunden hatten. Otto Dufter junior, Volksmusiklehrer
aus dem Achental, war von seiner ersten Teilnahme begeistert als er sagte:
„Fachlich etwas lernen, insgesamt im Dorf bleiben können und gesellige
Stunden miteinander verbringen können, dies bildet das Geheimnis des
Erfolges“. Diese erfreuliche Feststellungen machten auch Rosi Berger aus dem
Inntal und Trachtenvorstand Hans Sattlberger aus Grainbach, die sich vor allem
der gesanglichen Weiterbildung und Übung mit großem Erfolg angenommen hatte.
Auch dies zeigte der Abschluß-Hoagart: es wird wieder viel mehr gesungen.
Sowohl in verschiedenen Gruppierungen, Miteinander und auch in Couplet-Form.
Kein Wunder, dass zwischen Bläser-, Ziach-, Geigen- oder Zithermusi ein
lustiges G´sangl die Leute erfreute. Ganz im Sinne der diesjährigen
Volksmusikwoche auf dem Samerberg.
Fotos:
Hötezlsperger
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