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Fragen nach dem Sinn des Lebens
Helmut Zöpfl hielt faszinierenden Vortrag über Naturwissenschaft und Glaube 

Bad Endorf, 09.11.2001. Woher kommen wir? Warum sind wir hier? Wohin gehen wir? Den großen Fragen unserer Existenz ging am Dienstag Abend Helmut Zöpfl, Professor für Schulpädagogik und Doktor der Philologie, Theologie und der Naturwissenschaften, im Kursaal in Bad Endorf auf den Grund. Helmut Zöpfl bei seinem Vortrag “Do hab’ i mi ganz schön auf’s Glatteis begeben”, stellte Zöpfl auf seine trockene Art gleich zu Beginn seines Vortrages fest. Zum ersten Mal wagte sich der bei uns vor allem durch seine bayerischen Mundartgeschichten bekannte Buchautor in einem öffentlichen Vortrag an naturwissenschaftlich-philosophische Grundfragen der Menschheit heran. Dass das Publikum an diesem Abend mit mehr Fragen als Antworten nach Hause ging, war vom Referenten durchaus beabsichtigt, denn, so seine Aufforderung: “Wir müssen wieder lernen, wie die Kinder Sinnfragen zu stellen!”

Helmut Zöpfl ging in seinem Vortrag auf die faszinierenden Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften ein und stellte sie in einen philosophisch-theologischen Zusammenhang. Dabei zitierte er vor allem aus Büchern der Physiker Paul Davies und Steven Hawkin, las aber auch – in bekannter Zöpfl-Manier – dazu passende Geschichten aus seinen eigenen Büchern vor. Ist das Weltall tatsächlich durch den Urknall entstanden? Was war vor dem Nichts? Was ist Zeit? Wie sind die naturwissenschaftlichen Gesetze entstanden? Warum gibt es ein Werden und Vergehen? Gibt es Gott und den heiligen Geist? Ist alles Zufall? Helmut Zöpfl setzte bei seinem Vortrag viele Fragezeichen. Sie werden bei den rund achtzig anwesenden “Sinnsuchern” sicherlich noch längere Zeit nachwirken, denn, so Zöpfl: “Wenn man keine Fragen mehr hat, dann ist man gestorben.”

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