Beitrag 24-Stundenlauf
des schwerbeschädigten Sepp Bartl erntet hohe Beachtung Aschau
(hö) 24.11.02 – Der Sieg im Wettlauf gegen den Tod wäre an und für sich für
den inzwischen 25jährigen Sepp Bartl aus der Gemeinde Riedering schon genügend
Stoff für eine Erfolgsgeschichte. Vor gut acht Jahren glaubten nämlich selbst
die Ärzte nicht mehr daran, dass der junge Bursche nach einem Verkehrsunfall
mit dem Leben davon kommt. Jetzt setzte der inzwischen wieder genesene Sportler
noch eines drauf: mit einem 24-Stunden-Lauf im Gasthaus Chalet in Aschau wollte
er zeigen, dass eine 70prozentige Schwerbehinderung kein Hindernis für eine
Ausnahmeleistung bedeuten muss. Und er schaffte es! Von
10 Uhr in der Früh bis um 10 Uhr des darauffolgenden Sonntages nahm sich Sepp
Bartl vor, seine Energieleistung öffentlich zu zeigen. Mit Hilfe seines großen
Freundeskreises und dank zahlreicher Förderer kamen die Vorbereitungen schnell
in Schwung. Die Räumlichkeiten des Chalet von Aschau wurden multifunktionell während
der 24 Stunden verwendet. So für gute Bewirtung für die immer wieder auf das
Neue kommenden Zuschauer oder mit einigen weiteren Laufbändern für Kinder und
Jugendliche, die dem Dauerläufer für kurze Zeit und vor allem in den
Nachtstunden Gesellschaft leisteten. Am Abend gab es für die Besucher ein
Abend-Menue und lautstarke Unterhaltung mit DJ Ed. Von allem scheinbar
unbeeindruckt, lief Sepp Bartl fortan weiter. Fast 120 Kilometer entsprachen die
Laufband-Tätigkeiten am laufenden Band zum Abschluß. Zwischen Anfang und Ende
verkostete der Dauerläufer einen Karton Bananen, kistenweise Wasser und eiweißhaltige
Köstlichkeiten. Zum Abschluß wünschte er sich dann Weißwürste und Wiener Würstel.
Einzig einmal eine Stunde Pause zum Entspannen und ein paar Mal Minuten-Pausen gönnte
sich der ehrgeizige Sportler. Schwierigkeiten am Oberschenkel und an der Leiste
wurden mit Massagen behandelt, so dass das 24-Stunden-Ziel erreicht werden
konnte. Jubel und Freude, Respekt und Anerkennung mischten sich am Sonntag um 10
Uhr zusammen mit Erschöpfung in die Schlusspfiff-Atmosphäre. Die
24-Stunden-Aktion startete Bartl zum ersten Male. Eine Wiederholung hängt vom
Ergebnis beziehungsweise von der „Verdauung“ der ersten Aktion ab. Gewinner
sind auf jeden Falle all jene Leute, die sich von der Marathon-Leistung des
Riederinger Burschen für eigene Anstrengungen motivieren ließen. Voll
motiviert und mit großen Augen waren immer wieder Kinder und Jugendliche der
nahen Kinderklinik von Aschau zugegen und unterhielten sich auch mit dem
laufenden Vorbild. Für die Aschauer Kinderklinik sowie für den Verein
„Silberstreifen“ zur Unterstützung und Förderung neurologisch kranker
Kinder in Vogtareuth werden alle Erlöse aus Eintrittsgeldern und Spenden zur
Verfügung gestellt. Das Ergebnis der Einnahmen dürfte entsprechend der voll
gefüllten Spendenbox recht ansehnlich sein. Foto:
Hötzelsperger Sepp
Bartl bei seinem 24-Stunden-Lauf im Gasthaus Chalet in Aschau |
|
derChiemgauerreport
kleinanzeigenreport
werberingreport Stand: 26. September 2002 |