Beitrag Bernauer
Gebirgsschützen über Ort hinaus aktiv Bernau
(hö) 10.12.02 - Im Rahmen eines
einstündigen Berichtes informierte Hauptmann Max Herrmann von den Bernauer
Gebirgsschützen zwei Jahre nach der Gründung von einem außergewöhnlich
aktiven Vereinsjahr. Eine Rom-Reise mit Papst-Audienz und Ehrensalut zum
Geburtstag von Kardinal Joseph Ratzinger sowie die Teilnahme an der
Steuben-Parade in New York waren die größten Aufgaben und von besonderen Eindrücken
geprägt. „Doch
noch viel wichtiger als die auswärtigen Beteiligungen sind die Aufgaben vor
Ort“, damit sprach Hauptmann Herrmann die Wichtigkeit des Dabeiseins in der
Heimatgemeinde an. Stolz konnte er in diesem Zusammenhang sein, dass sich die über
40 aktiven Gebirgsschützen und die gut 20 Fördermitglieder recht oft und gut
in Bernau präsentiert haben. So zum Beispiel an Fronleichnam, beim
Volkstrauertag oder bei den Jubiläums-Feierlichkeiten von Ortspfarrer Wilhelm
Gröner. „Großen Wert legen wir auf ein gutes Miteinander mit der Gemeinde
und mit den weiteren Ortsvereinen“, so Max Herrmann weiter. Dass dies auch zukünftig
gesichert sein wird, zeigte sich daran, dass sein Stellvertreter und Bürgermeister
Klaus Daiber ebenfalls ein harmonisches Zusammenwirken aller
Brauchtums-Verantwortlichen wünschte. Daiber würdigte in seinen Ausführungen
die Sauberkeit der Auftritte von den Gebirgsschützen. Eine konkrete
Zusammenarbeit streben die Gebirgsschützen mit den Bernauer Trachtlern an. Im nächsten
Jahr soll am 15. Oktober, dem Tag des Gedenkens an der Grotte, ein Hoagart den
festlichen Tag beschließen. Gaumusikwart Michi Huber aus Rottau vom
Chiemgau-Alpenverband hat hierfür bereits sein Mitwirken zugesagt. Und
Vereinskamerad Herbert Hartl hat sich bereit erklärt, eine eventuelle Finanzlücke
im Rahmen dieses Hoagarts auf dem Seiserhof zu schließen. Zudem soll mit den
Ortsvereinen gemeinsam ein Ostertanz am Ostermontag veranstaltet werden. Gemeinsame
Brauchtumspflege mit Trachtenverein angestrebt Die
Präsenz vor Ort ist für Hauptmann Herrmann gerade so wichtig wie ein sauberes
Ausrücken. So waren die Bernauer Gebirgsschützen heuer unter anderem in Lana
in Südtirol, beim 50jährigen Wiedergründungsfest in Oberaudorf, beim großen
Alpenregionstreffen, bei der Bundesversammlung sowie beim Bataillonsfest am
Samerberg sowie beim Rottauer Schützenfest. Einige Termine, wie die Müllner-Peter-Wallfahrt
von Sachrang, mussten wegen der Vielzahl an Aufgaben und Einladungen abgesagt
werden. Im kommenden Jahr will man gerade die gute Nachbarschaft mit den Tiroler
Freunden aktivieren und am 50jährigen Gründungsfest der Schützen von St.
Johann in Tirol teilnehmen. Außerdem ist vorgesehen, ein Gebirgsschützenfest
in Flintsbach und das Stadtfest in Mühldorf in das Jahresprogramm aufzunehmen.
Stolz verwies der Hauptmann darauf, dass die Bernauer mit Alexander Schneider
den jüngsten bayerischen Gebirgsschützen in ihren Reihen haben. Der 15-Jährige
hat bislang alle Bedingungen und Prüfungen erfüllt, um die grüne
Waffenbesitzkarte haben zu dürfen. Die Korrektheit zum Thema Waffenbesitz und
die zu erwartenden Veränderungen bei einem neuen Waffengesetz bestimmten die
weiteren Ausführungen von Max Herrmann. Seinem mit dem Landratsamt Rosenheim
ausgearbeiteten Vorschlag für eine Waffen-Erklärung im Falle eines
Ausscheidens vom aktiven Dienst aus der Kompanie stimmte die Versammlung zu. Ein
leichtes Amt hatte Kompanie-Schriftführer und Alt-Bürgermeister Lenz Steindlmüller.
Nachdem Hauptmann Herrmann in überaus ausführlicher Form seinen Jahresbericht
machte, konnte sich der Schriftführer seinen Bericht gänzlich sparen. Nicht
allerdings so bei Kompanie-Schatzmeister Bernhard Schulz. Seine Ausführungen
machten deutlich, dass bei mehr Ausgaben als Einnahmen nur noch ein geringes
Polster übrig blieb. Beruhigend war auch eine neu erstellte Inventarliste.
Diese machte deutlich, dass die junge Bernauer Gebirgsschützenkompanie bereits
viel in Sachleistungen investiert hat. Dem Prüfungsbericht von Andreas Krug von
der Volksbank-Raiffeisenbank Chiemsee stimmte die Versammlung einstimmig und
entlastend zu. In der freien Aussprache wurde noch angeregt, dass ich die
Aktiven noch mehr als bisher am Schießsport beteiligen mögen. „43 Leute
haben einen Karabiner und viele können mit dem Kleinkaliber umgehen. Da wäre
es schon recht, wenn zu den insgesamt zehn Schieß-Terminen jedes Mitglied
mindestens dreimal kommen würde.“, so Max Herrmann, der noch bekannt gab,
dass es in den nächsten Jahren eventuell möglich sein wird, bei den Schützenkameraden
von Unterwössen in deren neuer Schießstätte beste Bedingungen zu erhalten. Foto:
Die Bernauer Gebirgsschützen heuer beim Ausrücken beim Bataillonsfest auf dem
Samerberg. |
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werberingreport Stand: 26. September 2002 |