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Heldenehrung
und Festabend bei Samerberger Gebirgsschützen
Neubeurer
gratulieren als Paten-Kompanie
Samerberg
(hö) 27.07.02- „Die Gebirgsschützen
sind kein Relikt längst vergangener Zeiten
und Tage, sondern eine Gemeinschaft, in der Zusammenhalt und Heimatverbundenheit
in ganz besonders zeitgemäßer Form deutlich werden“, mit diesen Worten
dankte Georg Huber als Bürgermeister der Gemeinde Samerberg und als Schirmherr
des 25jährigen Wieder-Gründungsfestes für die Übernahme des 19.
Bataillonsfestes Inn-Chiemgau.
Zugleich lobte er die fleißige Festausschuß-Schar
für all deren Arbeiten und insbesondere für eine Festschrift, die man nach den
Worten von Georg Huber als spannendes Geschichtsbuch bezeichnen kann.
Den
Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten all der versammelten Chiemgauer und Südtiroler
Gebirgsschützen bildete in traditionsbewusster Form eine Heldenehrung und ein
Gedenken an die Toten. In großer Anzahl fanden sich hierzu die Samerberger,
ihre Nachbarkompanien und
alle Ortsvereine mit der Musikkapelle Samerberg an der Spitze nach einem kleinen
Umzug durch Törwang im Friedhof bei der Kirche „Mariä Himmelfahrt“ ein.
 Hauptmann Ludwig Staber legte nach Gebeten von
Kompanie-Pfarrer
Georg Blabsreiter einen Kranz nieder und bat um ein Nachdenken bei gesenkten
Fahnen. Alsdann zog man mit festlichem Charakter zurück zum Festzelt nach
Geisenkam. Dabei kam deutlich zum Ausdruck, dass die Hausbewohner und die Leute
selber alle Mühen auf sich nahmen, um den Samerberg von seiner schönsten Seite
zu zeigen.
Ganz im Sinne von Schirmherr Georg Huber, der im Festzelt ankommend
sagte: „Die Samerberger feiern gerne, sie feiern gerne mit Euch und sie sind
mit ihrer Gastfreundschaft immer auf der Höhe der Zeit und Landschaft“. In
diesem Sinne hieß auch Hauptmann Ludwig Staber die große Zahl an Ehren- und
Festgästen im voll besetzten Zelt willkommen.
Zu
den Ehrengästen gehörten unter anderem Pfarrer Dr. Hans Huber sowie Ehrenbürger
Josef Rieder und der ehemalige Landtagsabgeordnete Konrad Breitrainer, die sich
viele Verdienste um die Geschichtsschreibung der Samerberger Gebirgsschützen
erworben haben. Ein ganz besonderer Willkommensgruß galt den etwa 40 Freunden
der Schützenkompanie Montan aus dem Südtiroler Unterland mit Hauptmann Alfred
Varesco an der Spitze. Sie hielten sich gleich mehrere Tage bei den Samerberger
Gebirgsschützen und Vermietern auf.
Sebastian
Heibler von den Beurer Schützen dankte in seinen Grußworten für die stets
harmonische Zusammenarbeit zwischen den Samerberger und den Inn-Leuten aus
Neubeuern. „Das war in der Geschichte schon so und das ist auch heute noch schön“,
so Heibler, der als Gastgeschenk einen Samerberger Gebirgsschützenhut zum
Geschenk überbrachte, um der Nachwuchsarbeit eine gute Hilfe zuteil werden zu
lassen. Als Gegen-Geschenk mit ebenfalls dankbaren Worten bekamen die
Verantwortlichen aus Neubeuern und ihre Marketenderinnen einen großen Weinkrug,
der dem Vernehmen nach noch des öfteren an diesem Festabend gefüllt und
geleert wurde.
Die
Freude des Gebirgsschützen-Jubiläums wurde im Rahmen eines Festabends mit
reichlich Programm und erwähnenswert freiem Eintritt in guter
Samerberg-Gemeinschaft geteilt. Da traten nach dem Auftanz der Grainbacher
Trachtenjugend die singenden Bauer-Dirndl und die das Mühlradl tanzenden
Jugendlichen des Rossholzender Trachtenvereins auf.
Die Samer Sänger mit
Erinnerungen an den Freiheitskämpfer Andreas Hofer und die Aktiven des
Trachtenvereins Hochries-Samerberg mit dem „Olympia-Plattler“ und nicht
zuletzt die mit zehn kräftigen Burschen und mit drei Musikanten schneidig
auftretenden „Baschtler Goaßlschnalzer“ verstanden es, das Jubiläum in
unterhaltsame Brauchtumsarbeit zu fassen. Zahlreiche Ehrungen der Samerberger
Gebirgsschützen und des Inn-Chiemgaues (wir berichten noch) rundeten den
Festabend noch ab, der von der Musikkapelle Samerberg vorzüglich
blasmusikalisch gestaltet worden ist.
Fotos:
Hötzelsperger
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