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Aschauer
Gebirgsschützen für ihr sicheres und sauberes Auftreten gedankt
Neuauflage der Chronik zum „Wehrhaften Brauchtum“ geplant
Aschau
(hö) 11.11.02 – „Euer sauberes
und sicheres Auftreten ist in Aschau und im Priental bei vielen Anlässen gar
nicht mehr wegzudenken. Dafür möchte ich Euch herzlichst danken“, sagte
Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock zu den im Gasthof Brucker versammelten
Mitgliedern der Königlich Bayerischen Gebirgsschützenkompanie von Aschau.
Dabei übermittelte Bürgermeister Haberstock auch die Glückwünsche der
Gemeinde Unterwössen. Diese entsandte mit einem Anerkennungsschreiben auch eine
kleine Spende, um sich bei der Mitwirkung beim Gefallenen-Gedenken der
Chiemgauer auf der Kampenwand zu bedanken (die Gemeinde Unterwössen war der
heurige Ausrichter).
Viel
los war im abgelaufenen Jahr bei den Aschauer Gebirgsschützen. Die
Jahresberichte machten deutlich, dass die Aktiven sowie die Hauptmannschaft
nicht nur sauber und sicher auftraten, sondern auch oftmals ausrückten. Die Schützen
in ihrer Montur und die Marketenderinnen mit ihrer Tracht bildeten bei ihrer
Jahresversammlung ein farbenfrohes Bild. Froh war Hauptmann Totilla Meissner über
die Erfüllung des Jahresprogrammes. Vom Bataillonsfest in Törwang am Samerberg
bis zu Auftritten beim Alpenregionstreffen in Prutz im Kaunertal reichten die
Aufgaben der reisefreudigen Gebirgsschützen. Beachtung fanden auch die neuen,
ausführlich erläuterten Bestimmungen und Neuregelungen zum Waffenrecht.
Leutnant und Rechnungsführer Wolfgang Wörand war froh, dass er das ganze Jahr
über sparsam war. Die Gemeinschaftsbestellung des Bataillons-Buches war eine
der größten Aus- und Aufgaben. Insgesamt stellten Ehrenleutnant Georg Noichl
senior und Schütze Dieter Dettmer als Prüfer eine einwandfreie Finanzarbeit
bei den Gebirgsschützen fest. Interessantes hatte Kamerad Konrad Breitrainer
als ehemaliger Landtagsabgeordneter und als umtriebiger Forscher zu bereichten.
Seinen neuesten Nachforschungen im Bayerischen Staatsarchiv zu Folge hat es
bereits zu Zeiten der Landshuter Fürstenhochzeit im Jahr 1473 eine Aufzeichnung
von einem Hauptmann in der Herrschaft Hohenaschau gegeben. Auf Anfrage von
Konrad Breitrainer zur Neuauflage des längst vergriffenen Quellenbandes zur
Aschauer Chronik mit dem Titel „Wehrhaftes Brauchtum“ sagte Zweiter Bürgermeister
Karl Haberstock, dass diese Neuauflage bereits in aktiver Planung ist und wohl
kommen wird.
Eine
hohe Auszeichnung gab es für vier Gebirgsschützen nach einstimmigen Beschluß
der Hauptmannschaft. Jeweils mit der Bundes-Verdienstmedaille in Bronze am
Blauen Band erhielten aufgrund ihrer langen Zugehörigkeit sowie wegen ihrer fördernden
und fleißigen Mitarbeit bekamen Hans Pumpfer, Dieter Dettmer sowie die
Zwillinge August und Sebastian Mayr die Auszeichnung in Verbindung mit einer
Urkunde.
Foto: Berger
Mit der
Bundes-Verdienstmedaille in Silber geehrt wurden (von rechts) Hans Pumpfer,
Dieter Dettmer und Sebastian Mayr (nicht dabei sein Bruder August). Links im
Bild Hauptmann Totilla Meissner.
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