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Chiemgauer
Gedenken auf der Kampenwand heuer eindrucksvoll von der Gemeinde Unterwössen
ausgerichtet
„Jesus ist unser
Bergführer“
Kampenwand/Aschau
(hö) 25.08.02 - Von großer
Wertschätzung ist heute noch das vor 51 Jahren erstmals durchgeführte Gedenken
für die Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen der beiden Weltkriege aus dem
Chiemgau. Ein Jahr nach dem eindrucksvollen Jubiläum, das die Gemeinden Aschau
und Höslwang gemeinsam gestalteten, lud heuer die Gemeinde Unterwössen zur
Erinnerung an die Kriegsopfer auf den Berg ein. Und überaus viele Vereine,
Ehrengäste und an die 2.000 Besucher kamen.
Symbolträchtiger
Blick zum Gipfelkreuz und ins weite Tal
Allen
voran fielen die Fahnenabordnungen aller Veteranen- und Soldatenkameradschaften
aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim auf. Die Aschauer und Wössner
Gebirgsschützen sowie die Musikkapelle aus der Gemeinde Unterwössen mit ihrem
Dirigenten Anderl Bichler sorgten gemeinsam mit dem Kirchenchor Unterwössen
unter der Leitung von Jochen Langer für einen festlichen Charakter nahe der
Steinlingalm. Mit Blick auf den Gipfel der Kampenwand mit dem mahnenden Kreuz
sprach Bürgermeister Hans Haslreiter von Unterwössen in seiner Begrüßung vom
Kreuz als Wahrzeichen, das auf dem Berggipfel dem Herrgott besonders nahe ist.
„Erinnern
wir uns an das Sinnlose und Radikale des Krieges, Danken wir für manche
Kriegsheimkehr und für heutigen Frieden und vergessen wir nicht das Beten und
Bitten für die Zukunft“, so der Bürgermeister. Zugleich erinnerte Haslreiter
beim Blick hinab zum Chiemsee und ins weite Tal an jüngste Hochswasser-Sorgen
und an die Schrecken des 11. September vom Vorjahr und an die mörderische Tat
von Erfurt. „Sorgen wir wieder für Moral anstatt für Werteverfall, für
Zuverlässigkeit und Fleiß. In jedem von uns soll der Wille und Weg zum Frieden
einkehren und sichtbar werden“. Weiters gab Haslreiter bekannt, dass 2003 die
Gemeinde Engelsberg Ausrichter des Gedenkens auf der Kampenwand ist.
„Jesus
ist unser Bergführer“
Dekan
Bernhard Lammerding aus Fridolfing bat das Zeichen des Kreuzes auf der
Kampenwand als Merkmal für gegenseitiges Helfen zu sehen. „Erkennen wir das
Kreuz als Symbol für hilfsbereite Christen und als das Erlösungszeichen von
Jesus Christus. Jesus ist unser Bergführer, der uns einen klaren Blick für die
Aufgaben der Zeit gibt“, so der Geistliche, der zu den Toten sagte: „Die
Toten der Kriege sind keine vergessenen Toten. Wir holen sie mit unseren
Gedanken und Gebeten in die Gegenwart, damit sie nicht fern von uns sind“.
Nach
der Gottesdienstfeier an der Kapelle neben der Steinlingalm gab es den
Ehrensalut der Gebirgsschützen und das Lied vom guten Kameraden. Lorenz Plenk
als Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins Wössen legte einen Kranz
nieder und er sprach vor der abschließenden Bayern-Hymne noch den Dank an die
Vielzahl an Mitwirkenden und Helfern aus. Sein Dank galt auch den zahlreich
erschienen Ehrengästen. Zu diesen gehörten unter anderem Landrat Dr. Max
Gimple aus Rosenheim und stellvertretender Landrat Georg Klausner aus
Traunstein, Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Ramsauer, CSU-Fraktionschef vom
Bayerischen Landtag Alois Glück, Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter,
Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabi Bauer und 18 Bürgermeister-Kollegen aus
den beiden Landkreisen Rosenheim und Traunstein, Johanna Schildbach und Hans Stöttner
als Vertreter des Bezirkes, Otto Dufter als Landesvorsitzender des Bayerischen
Trachtenverbandes, Siegfried Engel und Günter Altmann als die Kreisvoristzenden
der Veteranenvereine von Traunstein und Rosenheim sowie die Ortsvereine der
gastgebenden Gemeinde Unterwössen.
Fotos:
Hötzelsperger
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