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Mit
einer Harley um den Chiemsee
Lebenstraum für
behinderte Kinder der Klinik von Aschau ging in Erfüllung nach Rückkehr noch
Spenden für Tandem und Spielzeug
Aschau
(hö) 07.07.02 - „Klasse
Rundfahrt“, so das einhellige Urteil von insgesamt 53 Motorradfahrern, die
sich auf Inititiative der Chiemgau Harley Rider erstmals mit behinderten Kindern
der Orthopädischen Kinderklinik von Aschau auf einen gemeinsamen Ausflug
gemacht haben. Und „Prima“ war die ebenso gleichlautende Antwort der
begeisterten Mitfahrer. Neben der genialen Idee, dass Harley-Fahrer ein Herz für
Kinder haben und Behinderten eine Ausfahrt ermöglichen wollen, hatten die
Initiatoren auch noch Wetterglück.
Bei
traumhaften weiß-blauem Wetter führte die Tour rund um das „Bayerische
Meer“. In Begleitung eines Polizei-Motorrades ging es pannenfrei zurück zur
Klinik. Dazwischen lagen oftmals winkende Gäste am Straßenrand und eine
Einkehr bei McDonalds in Prien. Dort holte sich die Motorrad-Gruppe gleich eine
größere Anzahl an spendierten Verpflegungstüten ab, damit man mit den vielen
zurückgebliebenen Freunden noch im Garten der Aschauer Kinderklinik feiern
konnte.
Dort
war nach der gelungenen Ausfahrt eine Super-Stimmung. „Bitte noch mal“ oder
„So etwas habe ich noch nie erlebt“, dies waren Aussagen des elfjährigen
Stefan und des zehnjährigen Hilmi. Für Gerhard Glanninger, dem Präsidenten
der Chiemgau Harley Rider und Betreiber der Autobahnraststätte Hochfelln-Süd
ging ebenfalls ein Wunsch in Erfüllung. „Das war ein Erlebnis, das mit
herkömmlichen Ausflugs-Schönheiten nicht verglichen werden kann“. Wie sehr
die Gesamtfreude vorbereitet und noch gesteigert werden konnte, zeigten die
Ansprachen. Präsident Glanninger, dessen Gemeinschaft rund 70 Mitglieder aus
den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land angehören und
die sich jeden ersten und dritten Dienstag zu ihrem Stammtisch in der Raststätte
in Bergen treffen, hatte noch einiges mit im Reisegepäck. Einmal einen Scheck
in Höhe von genau 3.053 Euro. Mit diesem Geld kann nunmehr ein
behinderten-gerechtes Fahrrad-Tandem bezahlt werden. Mit diesem bereits
gelieferten Rad drehten die Kinder der Klinik erste und begeisterte Runden. Außerdem
brachten die 53 Motorradler individuelle Spielzeugsachen mit.
Aufgrund
der hohen Anzahl der Motorradfahrer und der großzügigen Form der Geschenke kam
ein ganzer Berg von Spielzeug zusammen. Klaus Ortner als Gesamtleiter der
Aschauer Kinderklinik war erstaunt: „Wir haben schon viel erlebt, aber was
heute mit den Kindern gemacht wurde, zählt zu den Einzigartikeiten. Für
manchen Buben ging ein Lebenstraum in Erfüllung“. Ortner bedankte sich namens
der mitgereisten Kinder, derer Eltern und all jener, die am anschließenden
Gartenfest mit den Harley-Fahrern teilnahmen auch noch bei den Schwestern von
Adelholzen. Diese spendierten nämlich die erfrischenden Getränke für das Fest
nach der Chiemsee-Rundfahrt.
Fotos:
Hötzelsperger
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