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Hatzhof
am Chiemsee hatte „Tag der offenen Tür“
Anlaufstelle
für Einheimische und Gäste gleichermaßen
Bernau/Chiemsee
(hö) 23.06.02 - Jetzt dürfte es
überall im Chiemgau bekannt sein: die wichtigste touristische Drehscheibe und
Anlaufstelle am Chiemsee ist am und im altehrwürdigen, schön umgebauten
Hatzhof in der Gemeinde Bernau. Im Ortsteil Felden direkt am kühlen Naß des
Chiemsee-Ufers präsentierte sich der Hatzhof und der dort eingezogene
Tourismusverband Chiemsee zwei
Tage lang mit einem außergewöhnlichen Aktions- und Informations-Programm.
„Der Hatzhof ist Bestandteil
aller Chiemsee-Gemeinden und so zeigten sich auch alle mit uns
zusammengeschlossenen 18 Kommunen aktiv an den zwei Tagen“, so Hermann Roth
freudig nach Abschluss des Festes.
Die
zwei Tage der offenen Tür waren im besten Sinne des Wortes notwendig.
Hochsommerliche Hitze wäre hinter vorschlossenen Türen unangebracht gewesen.
Was sich den vielen Besuchern hinter den Toren des Hatzhofes auftat, war
zuweilen verblüffend. Einmal die Vielfalt an Informationen, die den
Einheimischen und den Gästen dort in Papier- und EDV-Form angeboten wurden.
Herzstück des zweitägigen Angebotes war der Handwerkermarkt. Da zeigten sich
mit ihrer Hände Arbeit und mit ihren gelungenen Produkten der Federkielsticker
aus Aschau, die Goldschmiede aus Breitbrunn, die Inseltöpferei von
Frauenchiemsee, das Bernauer Schneider-Atelier, die Bildhauerei aus Eggstätt,
der Hirschhornschnitzer aus Riedering, Schafwollproduzenten und Frauen mit
Klosterarbeiten aus Frasdorf, die Schreiberwerkstatt und das Thema „Römer“
aus Seeon-Seebruck, die Schlösserverwaltung von Herrenchiemsee, die Handweberei
von Bad Endorf, die Chiemgau-Thermen unter anderem mit Life-Massagen aus Bad
Endorf, der Grassauer Drehorgelbauer, die Ameranger Spitzenklöpplerinnen, die
Holzspielzeughersteller aus Frasdorf und der Holzbildhauer aus Rimsting.
Original
Regionales zur Verköstigung
Was
die Chiemsee-Region an kulinarischen Spezialitäten zu bieten haben, zeigten der
Bauernmarkt aus Bad Aibling, die Steckerlfische von der benachbarten Familie
Lackerschmied als eine der insgesamt noch 18 aktiven Fischerfamilien am Chiemsee
und nicht zuletzt der von Franz Prax erstellte Holzbackofen. Bei einem
Kinderbackkurs mit Frau Jantke aus Chieming gab es gleich ein großes Echo.
Schließlich schmeckten die „gewonnenen“ Chiemsee-Laiberl nicht nur den
Kleinen. Der Holzbackofen zwischen Hatzhof und Badehaus steht im übrigen für
Gesellschaften und Gruppen jederzeit
zu individuellen Aktionen zur Verfügung. Wie Geschäftsführer Hermann Roth in
diesem Zusammenhang weiter mitteilte, soll der Hatzhof zu den heimischen
Erzeugern einen ebenso kurzen Draht haben wie zu allen Wirten, Vermietern und
Leistungsträgern. Unterstützt wurde der Geschäftsführer von seinem fleißigen
Hatzhof-Dirndl-Personal sowie von den Kolleginnen und Kollegen der Verkehrsämter
rund um das „Bayerische Meer“. So kam Amerang mit einem Oldtimer aus dem
EFA-Automobilmuseum, Peter Heinrich vom Verkehrsamt Gstadt hatte Pfeil und Bogen
zum Üben und Gewinnen mitgebracht und Bernhard Schulz vom Bernauer Verkehrsamt
brachte die „Hafenstoaner Alpnhornbläser“ als Geschenk mit.
Blasmusik,
Männerchor und Alphornbläser
Die
Alphornbläser beendeten das zweitägige Programm, das musikalisch noch von der
Musikkapelle Bernau, vom Männerchor Chieming, von den Riederinger Musikanten,
von der Jugendblaskapelle Eggstätt sowie von der Blaskapelle Prien ausgestaltet
wurde. Hierfür stand eigens ein großzügiges Wieninger-Bierzelt zur Verfügung.
Doch wegen der sommerlichen Hitze waren die Plätze nicht immer voll.
Hinreichend voll hingegen waren die Vorschläge und Tipps, die man dem Besuch
des Hatzhofes in Bezug auf die allgemeinen Tourist-Informationen entnehmen
konnte. Wer an diesem Tag wegen der gebotenen Badekleidung keine Möglichkeit
hatte, die Chiemsee-Prospekte und Veranstaltungs-Programme mitzunehmen, dem
bleiben noch die großzügigen Öffnungszeiten des Hatzhofes. Diese sind täglich
von 9 bis 19 Uhr sowie samstags und sonn- und feiertags von 10 bis 16 Uhr.
Telefonisch ist der Hatzhof mit seinem Call-Center werktags bis 20 Uhr zu
erreichen (Telefon 08051-965550).
Foto/s:
Hötzelsperger
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