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Aschauer Initiative ermöglicht Wandersteg-Erneuerung
Vom jüngsten Hochwasser zerstörte Brücke zwischen Engerndorf und Grünwald in Niederaschau

Aschau (hö) 10.10.02 -  Das Hochwasser der Augusttage ist längst abgeflossen, doch für viele Betroffene gibt es bis in diese Herbsttage und darüber hinaus anhaltende Spuren. Zu den besonders angenehmen Erscheinungen der Naturkatastrophe gehörte und gehört der mit dem Hochwasser gewachsene Gemeinschaftsgeist. Solidarität und Arbeitshilfe erfahren gerade in diesen Tagen im arg getroffenen Priental neue Freuden. Am Beispiel des Dr.-Hayler-Steges zeigt sich, dass Bürger, Gemeinderäte und Rathaus miteinander an der Lösung von entstandenen Schäden arbeiten.

Eigentlich wäre es eine einfache Entscheidung: die vom jüngsten Hochwasser zerstörte Brücke zwischen Engerndorf und Grünwald in Niederaschau wird von einer neuen Brücke ersetzt. Die Kosten wären in der Regel von den Haushaltsüberlegungen der Gemeinde Aschau und von den Zustimmungen bzw. finanziellen Unterstützungen des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim zu regulieren. Doch nicht bei dieser Brücke, die sich für die Wanderfreunde entlang des Priendammes in erster Linie einen Namen gemacht hat. Die Entstehung der Brücke war vor Jahren eine Eigeninitiative der alt-eingesessenen Familie Hayler. Nun gab es in Erinnerung an die damalige Spende eine neuerliche Bürgerinitiative. Der Start erfolgte aus den Reihen der Gemeinderatsmitglieder. Gemeinsam mit Anwohnern und freiwilligen Helfern machte man sich schon auf den Weg ehe die Kommune aufgrund der zahlreichen Schäden auf die relativ kleine Brücke im Detail eingehen konnte. „Das wollen wir selbst in die Hand nehmen“, so Gemeinderat Werner Weyerer, dem gleich vielfache Zustimmung für seine Planungen zukam. Neben der Arbeits-Bereitschaft mit Hand- und Spanndiensten wurde ein Spendenkonto mit der Nummer 11835 bei der Raiffeisenbank Aschau (BLZ 71162804) eingerichtet. Alsdann wurde der Dialog zu Rathaus und Wasserwirtschaftsamt aktiviert und so stehen die Freunde des Dr.-Hayler-Steges jetzt mitten in den Erneuerungsarbeiten.

Insgesamt 22 Meter lang ist der Steg. Bislang war ein sogenanntes Dreifeld-Bauwerk gegeben. Doch die beiden bisherigen Pfeiler auf Höhe der Prien-Böschung hielten dem letzten Hochwasser nicht stand. Einer Auflage des Wasserwirtschaftsamtes zufolge wurde nunmehr ein Einfeld-Bauwerk geplant. Ohne Pfeiler von Widerlager zu Widerlager reichen die nunmehr verstärkten Stahlträger. Das Stahlbetonwerk mit einem Gesamtgewicht von neun Tonnen muß in einem Stück und von einem Spezialkran eingehoben werden. Einer weiteren Wasserwirtschaftsamts-Auflage entsprechend gilt es zukünftig zu beachten, dass die Unterkante der neuen Brücke einen halben Meter über der bisherigen Damm-Krone zum Tragen kommt. Das heißt, dass der Steg etwas höher herauskommt, aber zukünftigen Hochwasser-Situationen auch besser standhalten kann.

Insgesamt 15.000 Euro werden die Baumaßnahmen kosten, die jetzt begonnen worden sind. Anfang November werden die Stahlträger eingesetzt und wenn es das Herbstwetter noch erlaubt, dann können noch vor Wintereinbruch die Bodenbeläge und die Geländer angebracht werden. Mit dieser Maßnahme gelingt es Aschauer Bürgern und Bürgervertretern, dass sie einen für die Bevölkerung lieb gewonnenen Wandersteg erhalten können, obgleich es nach den enormen Hochwasserschäden im Priental nicht danach aussah.

Unsere Aufnahme zeigt die eingerichtete Baustelle mit einigen der Helfern.

Foto: Hötzelsperger

Bei den begonnenen Arbeiten werden nochmals die Pläne für den neuen Dr.-Hayler-Steg angeschaut. Von links: Helfer Peter Kern, Initiator, Planer und Gemeinderat Werner Weyerer und Anwohner Wolfgang Fischer.

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Stand: 26. September 2002