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Löwen-Hoagart in Bernau für Berger- und Kobi-Dirndl ein Erfolg für die Nachwuchsarbeit in der heimischen Volksmusik
Nach dem Gewinn des „Gesangs-Löwen“ im Vorjahr noch den „Spiel-Löwen“ in diesem Jahr gewonnen.

Koba DirndlBernau (hö) 14.10.02 -  Zu den volksmusikalischen Besonderheiten im Landkreis Rosenheim  gehört ein  „Löwen-Hoagart“, die nur nach  dem  Gewinn des Volksmusikwettbewerbes „Wasserburger Löwe“ veranstaltet werden. Dass dieses Ereignis heuer bereits zum zweiten Male im voll besetzten Saal des Gasthofes Kampenwand in Bernau sein konnte, war das Ergebnis einer Rarität. Die drei Schwestern der Berger-Dirndl aus Bernau haben nämlich nach dem Gewinn des „Gesangs-Löwen“ im Vorjahr noch den „Spiel-Löwen“ in diesem Jahr gewonnen.

Wie Brigitte Buckl als Leiterin der Musikschule Prien zu Beginn der Hoagart-Veranstaltung sagte, sind die Berger-Dirndl nicht nur gute Volksmusikantinnen und nach ihren Gewinnen auch beste Botschafterinnen für ihre Heimatgemeinde, sondern auch Vorbild für viele Nachwuchs-Musizierende. „Zum ersten, zum zweiten und bestimmt zum letzten Male haben wir den großartigen Löwen von Wasserburg nach Bernau geholt“, so die Musikschulleiterin mit Hinweis darauf, dass das Mitmachen und Gewinnen bei dieser Förder-Veranstaltung sehr begrenzt ist.

Berger GesangWelch hohes volksmusikalisches Leistungsniveau dem „Wasserburger Löwen“ entspringt, zeigte der Ehren-Hoagart. Im Mittelpunkt standen natürlich Martina (Querflöte und Zither), Elisabeth (Gitarre) und Christine (Hackbrett) der Familie Berger. Ihnen zur Seite bei den verschiedenen Darbietungen standen die Kobi-Dirndl, die den heurigen „Gesangs-Löwen“ in die Bad Aiblinger Gegend holten. Christine Meyer und Michaela Staber, die seit drei Jahren von ihren Eltern unterrichtet werden, machten mit ihrem feinen Gesang zweierlei deutlich: überlieferte Lieder hören sich weder alt noch langweilig an und Volksmusik ist eine ausgesprochen familienfördernde Aufgabe. Zudem kann Volksmusik lustig und fröhlich sein. Davon machten sich die Besucher ein Bild, als Brigitte Buckl eigens angefertigte Verse zum Besten gab, als sie mit ihrer Musikschul-Lehrerskollegin Gabi Reiserer selbst aufspielte und als sich noch die Schwarzensteiner Sängerinnen,  die Buxbaam-Musi sowie die Emacker-Stubenmusik zu Ehren der „Löwen-Preisträger“ hören ließen. Ohne Mikrofon und voller Aufmerksamkeit verlief der Nachmittag im Kampenwand-Saal.

Berger FlöteDa die Volksmusik-Jugend nicht nur fein und gekonnt, sondern auch noch eintrittsfrei aufspielte, wanderte spontan ein Körbchen durch den Saal, damit der hoffnungsvolle Nachwuchs aus den Trachtenvereins- und Volksmusikreihen mit einer Brotzeit wohl gestärkt werden konnte. Von der Schönheit eines „Löwen-Hoagart“ ein überzeugendes Bild machten sich unter anderem auch Pfarrer Wilhelm Gröner  und Bürgermeister Klaus Daiber von Bernau mit Bürgermeister- und Gemeinderatskollegen aus den Nachbargemeinden, Gauvorstand Sepp Schmid vom Chiemgau-Alpenverband mit einigen Mitgliedern seiner Vorstandschaft, Trachtenvorstand Matthias Schnaiter aus Bernau mit weiteren Trachtenvorständen aus den Nachbarsvereinen sowie Roswitha Sedlmeir als Vorsitzende und Manfred Mokros als stellvertretender Leiter der Musikschule in Prien. Dort hat man schließlich einen Löwenanteil am Erfolg der Berger-Dirndl.

Foto: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002