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Hotelgäste statt Patienten
Klinik Ströbinger Hof wird Thermenhotel

Bad Endorf, 26.11.2002. Die Klinik Ströbinger Hof schließt am 30. November ihre Pforten - aber nicht für immer: Die Bad Endorfer Kurklinik für
Orthopädie, Herz-Kreislauferkrankungen und Naturheilverfahren, die sich auf Vorsorge und Rehabilitation spezialisiert hatte, wird über den Jahreswechsel
zum Hotel umfunktioniert. Nach der Umstrukturierung soll das Haus am 1. Februar 2003 als Thermenhotel Ströbinger Hof wieder eröffnet werden.

"Wir können einen rentablen Klinikbetrieb im Ströbinger Hof leider nicht mehr länger aufrecht erhalten", sagt Otmar Steßl, Geschäftsführer und Vorstand der Unternehmensgruppe Gesundheitswelt Chiemgau, zu der das Haus gehört. "Schuld daran sind die aktuelle Wirtschaftsflaute und das kränkelnde
Gesundheitswesen. Die Kostenträger weisen immer weniger Patienten ein, für die auch immer geringere Pflegesätze gezahlt werden. Gleichzeitig gehen die Kuranträge zurück."

Die Geschäftsleitung hat daraus Konsequenzen gezogen. Gemeinsam mit einer externen Beratungsfirma hat sie in den letzten Monaten ein Hotelkonzept für den Ströbinger Hof entwickelt. "Zwei gute Gründe sprechen für ein Hotel", erklärt Steßl. "Erstens verbessern wir damit die bisher unbefriedigende
Hotelsituation in Bad Endorf, zweitens können wir unseren Gästen in Zukunft einen komfortablen Aufenthalt direkt neben den Chiemgau Thermen mit ihren vielfältigen Gesundheitsangeboten ermöglichen." Wegen der Umstrukturierung musste dem Klinikpersonal zum Jahresende gekündigt werden. Ein Großteil der entlassenen Therapeuten und Krankenschwestern hat aber inzwischen bereits neue Anstellungen gefunden, teilweise innerhalb der Gesundheitswelt Chiemgau. Zu der Unternehmensgruppe zählen neben dem Ströbinger Hof die Simssee Klinik und die Chiemgau Thermen in Bad Endorf sowie die Klinik St. Irmingard in Prien. Mit der Umwandlung zum Hotel wird sich die Zahl der Mitarbeiter (einschließlich der Teilzeitkräfte) im neuen Thermenhotel von rund 30 auf rund 15 halbieren. "Die Umstrukturierung innerhalb kurzer Zeit ist für uns natürlich eine große Herausforderung", stellt Ingrid Dangl fest. Gemeinsam mit Gabriele Hartl ist sie seit Mai als operative Leiterin mit der Umsetzung des neuen Konzeptes betraut. "Im Dezember und Januar werden wir das komplette Haus umkrempeln: Wir modernisieren die Zimmer, sanieren die Bäder, schaffen zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten, renovieren das Restaurant und lassen die Flure und das Treppenhaus neu streichen. Daneben müssen wir auch interne organisatorische Abläufe und technische Einrichtungen wie zum Beispiel das Buchungs- und Reservierungssystem den neuen Gegebenheiten anpassen." Das zukünftige Drei-Sterne-Hotel soll vor allem Individualgäste und Reisegruppen anziehen, die in der Nähe des Jod-Thermalbades übernachten und die Gesundheitsangebote der Chiemgau Thermen nutzen möchten. Das Haus wird 125 Betten haben, verteilt auf 62 Zimmer und Suiten. Neben einer gemütlichen Atmosphäre, einer persönlichen Betreuung und gutem Essen wird das Thermenhotel Ströbinger Hof seinen Gästen in Kooperation mit den Chiemgau Thermen spezielle Wohlfühl-, Fitness- und Beauty-Arrangements bieten.

Foto: Gesundheitswelt Chiemgau
Bild-Untertitel: Der neue Name steht schon drauf: Geschäftsführer Otmar
Steßl mit Ingrid Dangl (r.) und Gabriele Hartl vor der Westfassade des
Ströbinger Hofs.

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Stand: 26. September 2002