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„Stolz,
dass wir so etwas auf die Welt gebracht haben“
Bürgermeister
Öttl und die Aschauer überglücklich über Riesenerfolg des Dorffestes
zugunsten der Kinderklinik
Aschau
(hö) 23.06.02- Traumtag für die
Aschauer und ihre Kinderklinik: das zugunsten der kranken und behinderten Kinder
organisierte Dorffest traf voll ins Schwarze. Trotz hochsommerlicher
Temperaturen haben sich im Laufe des ganzen Tages auf den insgesamt 2.000 zur
Verfügung gestandenen Plätzen rund 7.000 Besucher eingefunden. 7.500 Lose
wurden verkauft, 200 Leute waren ehrenamtlich im Einsatz und der gute Sinn hat
auch noch Freude gemacht. „Ich bin wirklich stolz, dass wir so etwas auf die
Welt gebracht haben“, sagte zum Abschluss des Tages Bürgermeister Kaspar Öttl
zu der zahlreich versammelten Aschauer Bürger- und Gästegemeinde.
Schon
am morgen war man sich einig, dass die Idee mit einem Gemeinschaftsfest der
Kinderklinik zu helfen, eine gute Idee war. Den guten Geist der Nächstenliebe
vermittelte als erstes ein Gottesdienst in der Katholischen Pfarrkirche. Pfarrer
Josef Winkler und sein evangelischer Kollege Johannes Sinn zeigten miteinander,
dass sie hinter dem Gedanken des uneigennützigen Helfens stehen und lobten
ihrerseits die Aktion. Nach dem Kirchgang gab es einen wohltuenden Empfang am
schön hergerichteten Schulvorplatz und in den anliegenden Schattenplätzen.
Bewirtung, Blasmusik von den jungen und erwachsenen Aschauern und nicht zuletzt
unterhaltsame Einlagen sorgten zusammen mit der bestens funktionierenden
Bewirtung, dass die Besucher ihr Kommen trotz Hitze nicht zu bereuen hatten.
„Spiel und Spaß für die ganze Familie“ – nach diesem Motto gingen manche
in den nahen Spielplatz und andere vergnügten sich beim Biertragerl-Klettern
oder beim Zuschauen desselben Spektakels. Dort, wo üblicherweise der Aschauer
Markt die Einheimischen und Gäste aus nah und fern zu Gesprächen zusammenführt,
kamen heuer die Leute für die Kinderklinik zusammen. „Eine gute Idee, die ich
gerne unterstütze und eine schöne Form, wie in Aschau das Helfen umgesetzt
wird“, so eine Besucherin aus dem nahen Evangelischen Kurzentrum für Mutter
und Kind.
Rollstuhlparcour
für Behinderte und Nicht-Behinderte
E in
gewisser Höhepunkt war am Nachmittag ein Rollstuhlparcours für Behinderte und
Nicht-Behinderte. Bundestagsabgeordneter Wolfgang Zeitlmann machte sich selbst
ein Bild vom aktiven Geschehen und auch er war überrascht von der
Geschlossenheit der Aschauer bei ihrer Groß-Aktion. Beeindruckend waren die
Ju-Jutsu-Vorführungen und sympatisch auch die Angebote für Kutschfahrten. Bei
einem Blattl-Schießen gewann Michi Wörndl als Dritter mit 56 von 60 möglichen
Punkten eine Brotzeit und für die beiden Sieger mit gleicher Punktzahl, für
Franz Eder und für Celin Moosmüller, gab es noch angenehme Punktekarten für
das Aschauer Hallenbad. Nachdem sich zwischen den Weisen des Mauserwegerl-Trios
und der Stubnmusi des Aschauer Männerchores die fleißigen Losverkäufer
letztmals und erfolgreich betätigen konnten, kam es zum spannenden Höhepunkt:
der Verlosung der drei Hauptpreise. Vorher war es Bürgermeister Kaspar Öttl
aber noch ein inniges Anliegen, allen Helferinnen und Helfern zu danken.
Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen nannte er Afra Krom, Werner Weyerer,
Robert Schneikart und Heinz Scheck als Motoren der Organisation. Sie und ihre
Helfertruppen zeigten, dass die Bevölkerung von Aschau und Umgebung hinter
ihrer Klinik stehen.
Zwei
Los-Inhaber müssen sich noch melden
Alsdann
zogen die Kinderklinik-Kinder Nicole, Benjamin und Ramone die Gewinnerlose. Der
Farbfernseher ging an Peter Bauer aus Sachrang. Das Mountainbike geht an den
Gewinner der Los-Nummer 4.492 und der von Johann Schießl (Autohaus Unterberger
in Prien) gesponserte C1-BMW-Motorroller als Hauptpreis gehört dem Inhaber der
Losnummer 351. Nachdem sich beide Hauptgewinner am Abend nicht meldeten, können
Sie sich noch bis zum Wochenende im Aschauer Rathaus zu erkennen geben.
Ansonsten gehen die Gewinne wieder in einen neuen Kreislauf des Helfens. Auch
wenn der Großteil der Loskäufer keinen materiellen Gewinn machte: die Gewinner
waren allemal alle Kinder und Jugendlichen der Klinik. Ihnen wird der Gesamterlös
der Gemeinde-, Kirchen-, Vereins- und Privat-Aktion zugute kommen. Wie Bürgermeister
Kaspar Öttl mitteilte, soll in möglichst kurzer Zeit das amtliche Endergebnis
festgestellt werden. Vergnügt ob des riesigen Tages-Erfolges setzten sich die
Aschauer dann noch am Abend zu einem Weinfest des Männerchores zusammen. Auch
diese Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Hilfe für die gern gemochte
Klinik, deren Verantwortlichen und Patienten den ganzen Tag lang vom
Gottesdienst bis zur Verlosung stark zugegen waren.
Fotos:
Hötzelsperger
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