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Nach zwei Jahren erstmals Qualitätsbeauftragte für Kindertagesstätten im Landkreis Rosenheim
Bürgermeister und Ehrengäste im Burghotel in Aschau

Aschau (hö) 03.10.02 -  Qualitäts-Managment ist jetzt auch in den Kindertagesstätten des Landkreises Rosenheim eingezogen. Nach fast zweijähriger Ausbildung hat es ein gutes Dutzend Kindergärtnerinnen geschafft, die Qualifizierung zur Qualitätsbeauftragten zu erreichen. Die Überreichung fand im Rahmen einer Fest- und Tagungs-Veranstaltung des Kreisjugendamtes Rosenheim im Beisein vieler Bürgermeister und Ehrengäste im Burghotel in Aschau statt.

Veronika Seestaller als neue Fachkraft und Rudolf Hittmann vom Kreisjugendamt mit einem Teil der ersten Qualitätsbeauftragten bei der Tagung im Burghotel Aschau.Insgesamt mit 96 Unterrichtsstunden an 16 Seminartagen stellten sich die Vertreterinnen der Kommunalen Kindertagesstätten und von zwei kirchlichen Kindergarten-Einrichtungen der Fortbildung unter der Seminarleitung von Charlotte Goldstein. Neu festgelegte Standards für Träger, Eltern und Kinder in überprüfbarer Form und weitere Verbesserungen für die praktische und pädagogische Arbeit standen im Mittelpunkt der Lehrstunden. Claudia Scheck vom gemeindlichen Kindergarten „Spatzennest“ in Aschau hieß die versammelte Kindergarten-Verantwortlichen-Schar willkommen. „Qualität war schon lange ein Thema in den Kindergärten. Aber erst jetzt haben wir unsere Arbeit schriftlich und systematisch erfasst“, so Claudia Scheck. Weiters stellten die verschiedenen Referentinnen in ihrem Rückblilck fest, dass entdeckte Defizite oder Beschwerden als Chancen für die Zukunft genutzt worden sind. Rudolf Hittmann als Leiter des Kreisjugendamtes im Landratsamt Rosenheim erinnerte daran, dass der Gedanke einer Qualitätsbeauftragten bereits vor fünf Jahren entstand. Frau Veronika Seestaller als neue pädagogische Fachkraft für Kindertagesstätten im Kreisjugendamt gratulierte den frisch ausgezeichneten Kindergärtnerinnen für den eingeschlagenen Kurs im Interesse der Wahrnehmung des wichtigen Erziehungs- und Bildungsauftrages. Ziele, Einsatzmöglichkeiten und weitere Fortentwicklungen für die Qualitätsbeauftragten erläuterten in kurzen Vorträgen und im Rahmen von kleinen Arbeitsgruppen Christl Wullinger, Regula Eising und Martina Lackerschmid-Schenk. Deutlich wurde in der Diskussion, dass für die Gemeinde und insbesondere für die Bürgermeister und Schulleiter das verbesserte Profil der Kindertagesstätten eine wichtige Bedeutung hat. Interessant war es zudem, dass aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse und Ermittlungen immer mehr Englisch-Unterricht und Mittagsverpflegungen als Wahlmöglichkeiten in den Kindergärten gewünscht werden. „Die Rahmen-Bedingungen sollen auch fortan bedarfs- und lebenswert-orientiert sowie umwelt-gerecht sein. Das ist unser Ziel“ sagte Christl Wullinger vom Kindergarten Samerberg in ihren Erläuterungen. Abschließend sagte sie: „Qualität entsteht nur in der Kooperation mit Zahlern und Nutzern und wenn man sich immer bewusst macht, dass die Kindergarten-Dienstleistung einen immateriellen Charakter hat. Das unterscheidet uns in der Arbeit mit der Industrie“. Die in der Ausbildung und Ausarbeitung gewonnenen Erfahrungen sollen nunmehr in Form von Bausteinen in die tägliche Kindergartenarbeit einfließen. Ganz im Sinne der Kinder, den Haupt-Betroffenen.

Foto: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002