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Sieben
Blaskapellen aus Oberbayern und aus dem Schwarzwald
ließen einen Tag lang den Chiemsee erklingen
Von
früh morgens bis zum kühlen Abend waren die Musikanten beste Werber für ihre
eigene Blasmusik
Prien/Chiemsee
(hö) 29.09.02 - Das tat dem
Chiemsee, seinen Bewohnern und Gästen gut und hörte sich auch noch gut an:
nach Zeiten des Hochwassers und langen Tagen des Regens ließen sieben
Musikkapellen des Musikbundes Ober- und Niederbayern mit einer Gastkapelle aus
dem Schwarzwald das „Bayerische Meer“ förmlich erklingen. Weiß-blauer
Himmel, beste Organisation und überaus viele dankbare Gäste waren Zeugen des
zum zweiten Male durchgeführten Aktionstages „Klingender Chiemsee“.
Von
früh morgens bis zum kühlen Abend waren die Musikanten beste Werber für ihre
eigene Blasmusik. Ob aus der fahrenden Chiemsee-Bahn, während der Schifffahrten
über den See, im Hafengelände in Prien-Stock, bei der Schifffahrts-Abfahrt in
Gstadt, auf der Herreninsel oder auf Frauenwörth: die Ausflügler blieben gerne
stehen, um sich der überraschend bietenden Blasmusik zuzuwenden.
Den
ganzen Tag über wechselten sich die Kapellen unter der Gesamtleitung von
Leonhard Eisner im Spielen an den verschiedenen Plätzen ab. Der Vorsitzende des
Musikbundes Ober- und Niederbayern hatte beim abschließenden
Gemeinschaftskonzert am Priener Rathaus allen Grund Dank zu sagen. Sein
besonderer Dank galt der Gastkapelle Öfflingen aus dem Schwarzwald, die sich
mit 50 Leuten für zwei Tage in Prien bei ihren Blasmusikkameraden aufhielten
sowie den Musikkapellen Aschau, Wildenwart, Obing, Bruckmühl und dem
Spielmannszug Stephanskirchen.
Das
Zustandekommen des Blasmusik-Tages wurde von der Priener Gemeinde und
Kurverwaltung ebenso unterstützt wie von stellvertretenden Landrat Lorenz
Kollmannsberger und von Ludwig Feßler von der Chiemsee-Schiffahrt. Priens Bürgermeister
Christian Fichtl als Schirmherr würdigte das Zusammenspielen als Beitrag echter
Jugendförderung. „In meiner noch recht jungen Amtszeit habe ich den hohen
Stellenwert der Musik bei Jubiläen der Liedertafel und der Musikschule
kennengelernt. Heute ist wieder eine Sternstunde für die Blasmusik“, so der Bürgermeister
zu den überaus zahlreich versammelten Zuhörern auf dem Rathausvorplatz und auf
den für den Verkehr abgesperrten Straßen.
Ein
besonderes Lob hatte Bürgermeister Fichtl für die soeben von einer
China-Konzert-Reise aus Peking zurückgekehrten 18 Mitglieder der Priener
Blaskapelle parat. Abschließend sagte er: „Musik schafft Optimismus und
strahlt Lebensfreude aus. Wollen wir hoffen, dass es noch oft einen klingenden
Chiemsee gibt“, so der Bürgermeister.
Das
Konzert-Programm vor dem Rathaus in großer Gemeinschafts-Besetzung (lediglich
die Aschauer fehlten, da sie auf der Insel vom Schiff verpasst wurden) brachte
vor allem große Märsche zum Hören. Den Larida-Marsch dirigierte Michaela
Haindl von der Priener Kapelle, den Bayerischen Defiliermarsch dirigierte
Bezirks-Jugendleiter Alois Breckl-Stock aus Aschau, den Regimentsgruß-Marsch
leitete Leonhard Eisner mit dem Taktstock, den Deutschmeister-Regiments-Marsch
dirigierte Hans Heider aus Obing und die abschließende Bayern-Hymne leitete
Wolfgang Kink von der Wildenwarter Kapelle.
Foto:
Hötzelsperger
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