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Bayerische und Internationale Exponate beim „Kripperlschau´n“ in Sachrang
Wiederbelebung eines alten Brauches im Priental

 Sachrang (hö) 09.12.02 – Den guten alten Brauch des Kripperlschauens gibt es im Priental in recht beschaulicher Weise im Müllner-Peter-Museum. „In der staaden Zeit zum Nachbarn gehen, sein Kripperl anschauen, miteinander Singen, mit Kletzenbrot und Glühwein bewirtet zu werden sowie gemeinsam die Wärme und Geborgenheit der Krippe spüren und dabei ins Gespräch zu kommen“ – all das war und ist in Sachrang lange und gerne gelebter Brauch. Wie Heidi Sandner als Initiatorin der heurigen Ausstellung und Vorsitzende des Müllner-Peter-Museums-Vereins bei ihren Grußworten zur Eröffnung weiter mitteilte, haben sich an der Vielfalt der Krippen auch die Tiroler Nachbarn mit großen Bereitschaften beteiligt. Bürgermeister Kaspar Öttl aus Aschau würdigte die Vereinsleistung zum Wohle einer über den Ort hinaus wirkenden Ausstellung und sagte vielfältigen Dank für das Zusammenhelfen. Kreisheimatpfleger Karl J. Ass erinnerte in seiner Einführung an die bekannte Stettner-Krippe aus Sachrang, die in gewisser Weise Vorbild für diese Ausstellung ist. Derzeit ist die Stettner-Krippe im Priener Heimatmuseum und sie soll nach den Ausführungen von Karl J. Aß wieder einmal in Sachrang ausgestellt werden. Beim heurigen „Kripperlschau´n“ hätte sie allerdings gar nicht mehr Platz gehabt. Denn aus dem gesamten Chiemgau, aus Tirol, aus Südtirol, aus Mähren und sogar aus Südamerika haben sich Werke für das Müllner-Peter-Museum gefunden. Unter anderem eine Tonkrippe aus Mexiko, eine Grulicher Weihnachtskrippe um 1900 vom mährischen Adlergebirge, eine Papierkrippe aus dem Tiroler Volkskunstmuseum Innsbruck, eine Stein-Ei-Krippe aus Peru, eine Krippe aus Jerusalem mit Figuren aus Olivenholz, eine Zinn-Krippe von Georg Antretter aus Sachrang, eine Kriegs-Krippe aus Niederndorferberg, Pyramiden aus dem Erzgebirge, eine vom Krippenverein Niederndorf gefertigte Tiroler Krippe, verschiedene Orientalische Krippen und viele andere mehr. Auf zwei Stockwerken und in den verschiedenen Räumen der Müllner-Peter-Präsentation finden sich die Krippen und religiösen Weihnachtswerke in recht beschaulicher Weise vor. Für die volksmusikalische Umrahmung bei der Eröffnung sorgte die Stubenmusi vom Heimat- und Geschichtsverein Aschau. Zu den zahlreichen Ehrengästen gehörten Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter, Pfarrer Josef Götz sowie viele Vertreter der Kommunalpolitik aus dem bayerischen und tiroler Raum. Die Sachranger Bäuerinnen sorgten ihrerseits für die passende Bewirtung. Die Ausstellung „Kripperlschau´n“ ist noch bis einschließlich Sonntag, 15. Dezember von 14 Uhr bis 17 Uhr im Alten Schulhaus von Sachrang geöffnet.

Foto: Hötzelsperger

Auch Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter mit kindlicher Begleitung interessierte sich für das Kripperlschau´n in Sachrang, das noch bis 15. Dezember täglich von 14-17 Uhr möglich ist.

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Stand: 26. September 2002