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Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller würdigt Leistungen der Milchschafhalter anlässlich Internantionaler Tagung in Aschau i. Chiemgau
Insgesamt sind in Bayern 470.000 Schafe registriert

Bürgermeister Kaspar Öttl, MdL Sepp Ranner, Minister Josef Miller und Christian Schleich von der Bayer. Herdbuchgesellschaft für Schafzucht.Aschau (hö) 25.10.02 – 230 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern fanden sich für drei Tage in der Aschauer Festhalle und im Priental ein, um sich im Rahmen der 9. Internationalen Milchschaf-Fachtagung zu treffen und fortzubilden. Höchste Anerkennung für die Arbeit der Milchschafzüchterinnen und Milchschafzüchter kam von Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller. „Sie zählen zu den wertvollsten Naturgestaltern und Naturbewahrern“ lobte der Minister die versammelte  Schafhalterschar.

Minister MillerInsgesamt sind in Bayern 470.000 Schafe registriert. Eine erstaunliche Zahl, wenn man bedenkt, dass vor einigen Jahrzehnten „nur“ 150.000 Schafe im Freistaat gezählt wurden. Inzwischen sorgen rund 8.300 Schafhalter dafür, dass Bayern nicht nur das beliebteste Urlaubsland, sondern auch das schafreichste Bundesland in Deutschland ist. „Viele reden von der Natur, wer aber leistet einen echten Beitrag?“ diese Frage beantwortete als Schirmherr der Tagung der Bayerische Landwirtschaftsminister selbst und er fügte hinzu: „Sieben Tage die Woche sind Sie für Tier und Landschaft im Einsatz, dafür möchte ich einmal ein aufrichtiges Vergelt´s Gott sagen“. Der Minister würdigte die Milchschafhaltung als eine Leistung mit hohen Ansprüchen und als Beispiel, wie man in Form eines praktizierten Tierschutzes die Schafe als Mitgeschöpfe behandelt. Unabhängig davon verstehen es die Milchschafhalter, die gestiegenen Marktchancen zu nutzen und aus der Stärkung der Regionalmärkte Vorteile zu holen. In den Dank schloss der Minister ausdrücklich auch einige Molkereien ein. Diese haben durch die Aufnahme von Schafmilcherzeugnissen in ihr Produktsortiment  die Angebotspalette erweitert und die Milchschafhalter damit wirtschaftlich gefördert. 

Naturnahe LandschaftspflegeMinister Miller und Günther Fischer von den Milchschafhaltern im Landkreis Rosenheim

Einen hoch einzuschätzenden Wert stellen die Schaferer und ihre Schafe in der Landschaftspflege dar. Wie Minister Miller festhielt, handelt es sich bei der Beweidung mit Schafen um eine der naturnahesten und letztendlich auch effizientesten Bewirtschaftungsmethoden von Extensivflächen. Die weitere Unterstützung seitens des Freistaates sagte der Minister zu, denn Grünland bedarf der Pflege und erfolgt nach seinen Worten immer noch am besten über eine Tierhaltung. Als vorbildlich bezeichnete es Miller, dass es neben finanziellen Programmförderungen in Bayern eine kostenlose staatliche Schafzuchtberatung gibt, die gerne und gut im Sinne der Schafhalter arbeitet.

Bürgermeister Kaspar Öttl, MdL Sepp Ranner, Minister Josef Miller und Christian Schleich von der Bayer. Herdbuchgesellschaft für Schafzucht.Die dreitägige Zusammenkunft begann mit der Eröffnung durch Carl Lauenstein, dem Vorsitzenden der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V. und durch Christian Schleich, dem Vorsitzenden der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht. Gemeinsam mit Günther Fischer als Vorsitzendem für den Landkreis Rosenheim sowie mit der Tourist-Info und Gemeinde Aschau hatten die überörtlichen Organisationen die Vorbereitungsarbeiten vorgenommen. Weil diese bestens klappte sprach Bürgermeister Kaspar Öttl von der gastgebenden Gemeinde Aschau in seinem Grußwort ein großes Dankeswort an die vielen Einsatz-Kräfte vor und hinter den Kulissen. Zugleich machte Öttl deutlich, dass die Landwirtschaft und damit auch die Milchschafhaltung für eine Tourismusregion von immenser Bedeutung sind. Mit zwei geselligen Unterhaltungsabenden in der Festhalle, mit passender Musik und mit wohlschmeckenden Milchschafsprodukten kamen sich die Teilnehmer näher. Dies war umso mehr wichtig, weil tagsüber bei zahlreichen Fachvorträgen zu Themen rund um das Milchschaf, zur Verarbeitung von Milch, Fleisch und Wolle sowie zur Gesundheit der Tiere anstrengende Stunden zu bewältigen waren. Zu den Ehrengästen der Internationalen Milchschaf-Fachtagung gehörten auch Tonko Bavrka als Vize-Landwirtschafts-Minister von Bosnien-Herzegowina, Landesrat Sepp Eisel vom österreichischen Abersee sowie BBV-Kreisobmann und Landtagsabgeordneter Sepp Ranner. Zum fachlichen Rahmen-Programm gehörten auch die Betriebsbesichtigungen bei den Milchschafbetrieben von Johann Huber in Frasdorf und von Konrad Huber in Prien-Bachham.

Foto: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002