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Seit 50 Jahren Musikkapelle Bernau
Jubiläumskonzert am 23. November im Kampenwandsaal

Bernau (hö) 18.11.02 – Seit 50 Jahren gibt es die Musikkapelle Bernau a. Chiemsee in seiner heutigen Form. Gleichwohl sich in der Besetzung immer wieder Veränderungen ergeben haben, ist der gute Geist der Neugründung und des ersten Auftrittes beim Jahrtag am Ostermontag im Jahr 1952 bis heute erhalten geblieben. Die vielen in den fünf Jahrzehnten eingesetzten Mitglieder, insbesondere die heute noch aktiven Blasmusikanten und vor allem alle Freunde der Bernauer Blaskapelle treffen sich aufgrund des Jubiläums am Samstag, 23. November im Saal des Gasthofes „Kampenwand“ zu einem Konzertabend. Vorher ist noch um 19 Uhr in der Bernauer Pfarrkirche ein Gottesdienst, den die Musikkapelle selbst mit der „Cäcilienmesse“ und die Hafenstoaner Alphornbläser musikalisch gestalten.

Eigentlich gibt es in Bernau schon eine längere Blasmusik-Geschichte. Alte Aufzeichnungen berichten von Aktivitäten bereits vor der Jahrhundertwende. Erinnerungen an alteingesessene Musikantenfamilien wie Winkler, Weber, Kainz´n und andere mehr sind festgehalten. Die Ausübung von Musik vor über einhundert Jahren war feinstens reguliert wie ein auf dem Dachboden des Weber-Bauern aufgefundenes Dokument belegt. In den Wirren des Ersten Weltkrieges dürfte sich den vorhandenen Aufzeichnungen zufolge die Kapelle aufgelöst haben. 1919 kam es zu einer Wiederbelebung. Bis 1951 gab es immer wieder Nachweise einer Musikkapellen-Existenz. Aber richtig ernst mit einem Neuanfang wurde es erst 1952. Franz Jell, der im Chiemgau auch als erstmaliger Erbauer von Alphörnern Ruhm erlangte, begeisterte viele junge Leute, die zusammen mit dem ab 1955 tätigen Dirigenten Gerhard Lechner eine stolze Bernauer Blasmusikzeit einläuteten. Bei vielen Festen und Wettbewerben erwarben die Bernauer schöne Preise. Bei Auslandsreisen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Südamerika und zur Eröffnung der Olympischen Spiele in München kam es zu eindrucksvollen Erlebnissen. Seit der Stabübernahme von Gerhard Lechner war es diesem ein Bedürfnis, innerhalb der Blasmusik im Chiemgau mit Lehrgängen und Wettbewerben an der Qualität zu arbeiten. Davon profitierten vor allem die Bernauer Blasmusikanten selber.

Hoffnung auf bessere Probenverhältnisse

Das 25jährige Gründungsjubiläum wurde 1977 in Verbindung mit dem 23. Bezirks-Musikfest mit über zwanzig Gast-Kapellen unter der Schirmherrschaft von Raimund Eberle durchgeführt. Ab 1982 und dann für ganze 20 Jahre leitete Ludwig Auer die Blasmusik Bernau. Das heurige Jubiläumsjahr kann gleich mehrere Veränderungen festhalten. So die Übernahme des Taktstockes von Ludwig Auer durch Albert Osterhammer und zum anderen mit der Eintragung zu einem richtigen Verein (Musikkapelle Bernau am Chiemsee e.V.). Einzige Sorgen sind derzeit die beengten Probenraum-Verhältnisse. Die möglichen Räume im „Musikhaus“ in Farbing sind bei Anwesenheit aller Musikanten zu klein. So finden die Gesamt-Proben abwechselnd in der kleinen Schulturnhalle und im Pfarrheim statt. Momentan spekulieren die Bernauer Blasmusikanten auf das alte Feuerwehrhaus, das nach Bezug des neuen Feuerwehrhauses nicht nur für die Blaskapelle selbst, sondern auch noch für eine Musikschule Räumlichkeiten bieten könnte. Ehe die Probenraum-Frage für die Zukunft geklärt werden kann, gibt es am Samstag, 23. November ab 20 Uhr noch die Freuden eines Jubiläumskonzertes. Der Eintritt für das Blasmusikereignis im Saal des Gasthofes „Kampenwand“ ist im übrigen für alle Besucher frei.

Repro: Hötzelsperger

Am Ostermontag, 1952 begann beim Jahrtag die Wiedergründung nach dem Krieg für die Musikkapelle Bernau.

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Stand: 26. September 2002