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Einzelhandel stirbt aus
Den „Tante – Emma – Laden“ gibt es schon lange nicht mehr

Aschau (hö) 05.10.02 – Den „Tante – Emma – Laden“, wie er noch bis in die 60er Jahre allerorten anzutreffen war, den gibt es schon lange nicht mehr. Wie Wolfgang Bude vom Aschauer  Heimat- und Geschichtsverein herausfand, ist von den einst zahlreichen Kramerläden im Priental keiner mehr übrig geblieben. Es stimmt ein wenig traurig –so Bude-  mit anzusehen, wie nach und nach ein alteingesessenes Geschäft nach dem anderen auf Kosten mehr oder weniger anonymer Handelsketten seine Pforten schließen muß. Ein Stück Ortsgeschichte und ein Stück Verbundenheit mit den hier lebenden Menschen gehen mit diesem Prozess ein für allemal verloren.

So existiert auch der Elektroladen (früher zusätzlich Installationsbetrieb) von Frau Maria Neuschmid an der Kampenwandstraße seit deren Tod in diesem Jahr nicht mehr. Von 1960 bis in diese Tage führte sie das von ihrem Schwiegervater 1920 begründete Elektrowarengeschäft weiter und war für viele Kunden schon zu Lebzeiten eine „Institution“. Auch mit den jungen Leuten hielt sie gerne Kontakt. Davon spricht das Foto, das Herbert und Klaus Reiter bei einem der letzten Besuche für den Heimat- und Geschichtsverein aufgenommen haben. Es zeigt die „Geschäftsfrau“ inmitten ihres bereits nostalgisch anmutenden Ladens. Allen, die sie kannten, wird sie so in Erinnerung bleiben.

Foto: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002