derChiemgauer.de

Beitrag

Riesen-Zuspruch bei Ochsenrennen nahe Umrathshausen
Gut 2.500 Besucher vom Berchtesgadener bis zum Werdenfelser Land sehen Sieg des Favoriten aus Hendenham

Aschau/Umrathshausen (hö) 29.09.02 -  Im kleinen Weiler Weiher auf Aschauer Hoheitsgebiet bereiteten die Umrathshausener Schützen und Feuerwehrler ein Ochsenrennen vor, das bei herrlichstem Sonntagswetter gut 2.500 Besucher anlockte.

Ein Dutzend Ochsen mit ihren Herren und Karren drehten mehr oder weniger schnell und spektakulär ihre Runden im eigens und mit viel Arbeitsaufwand erstellten Parcours. Sieger wurde der Favorit Florian Stiebler aus Hendenham mit seinem 790 Kilogramm schweren Allgäuer-Stier namens Martei.

Die Idee zum ersten Ochsenrennen kam in Umrathshausen vor zwei Jahren auf als die BSE-Krise den Absatz von  Kälbern arg verschlechterte. Damals vereinbarte eine pfiffige Bauern-Runde, einige Stierkälber zu behalten, um diese als Ochsen groß zu füttern und auf das nunmehr stattgefundene Rennen vorzubereiten.

Von 14 Ochsen, die sich anmeldeten, blieben noch 12 übrig. „Zwei haben sich beim Training nach Niederbayern verlaufen“, so Klaus Aiblinger, der sich als Rennbahn-Sprecher als versierter Humorist erwies. Mit Fachkenntnis und Fröhlichkeit kommentierte er die vier Vorläufe, die zwei Halbfinal-Läufe und die drei abschließenden Platzierungsläufe. Die Ochsen-Gespanne machten sich entweder übermütig schnell auf den vorgegebenen Weg oder sie blieben stehen – ganz wie sie halt gerade mochten.

Angesichts der zahlreichen Zuschauer überlegten sie ihren Rennbeitrag anders als noch zuvor beim Training. Spannend bis zum Schluss und denkbar knapp war das Final-Rennen. Dabei siegte Flori Stiebler vor Siegi Steinberger, dessen Karren mit einem Rad hängen blieb und auf diese Weise den Sieg verspielte. Auf dem dritten Platz kam Florian Bauer aus Greimelberg mit seinem Stier Santiago und Konrad Krug mit seinem Bene.

Zufrieden schauten auch Schirmherr Benno Voggenauer als Bürgermeister von Frasdorf und Aschaus Bürgermeister Kaspar Öttl zu. Peter Thauerer als Vorstand der Schützengesellschaft „Chiemgauadler“ von Umrathshausen hieß in seinen Grußworten auch viele Kinder willkommen. Für diese waren mit einem Siloball-Bemalen und anderen Aktivitäten allerhand geboten. Für die Großen gab es noch ein Biertragerlsteigen, Bulldogziehen, Dreschmaschinen-Vorführungen mit einem alten Lanz-Bulldog, Bewirtungsstände und nach der Siegerehrung musikalische Unterhaltung mit den Klausfelder Musikanten.

In einer Ochsenlotterie gewann Sepp Klampfleitner aus Leitenberg ein Wochenende in Kaprun. Insgesamt 100 ehrenamtliche Kräfte von Schützen und Feuerwehr Umrathshausen sorgten für einen reibungsfreien Ablauf. Nach dem Ende des Ochsenrennens ist für die Hauptdarsteller das Leben im übrigen nicht in Gefahr. Wie Sebastian Bichler als Teilnehmer und Organisator sagte, werden die Ochsen jetzt nicht geschlachtet. „Ganz im Gegenteil: nach diesem schönen Rennen sind sie hochmotiviert und warten auf neue Einladungen zu Rennen im Chiemgau und darüber hinaus“, so Bichler.

Fotos: Hötzelsperger

Schreiben Sie uns Ihre Berichte!

zurück

derChiemgauerreport     kleinanzeigenreport      werberingreport 
copyright by friedrich wilhelm   83209 prien am chiemsee    dickertsmühlstrasse 24    Tel.: 08051/63344

Stand: 26. September 2002