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Samerberger
erhalten neue Kirchenorgel um 250.000 Euro
Am 18. August
Feier mit Festgottesdienst, Pfarrfest und Konzert
Samerberg
(hö) 18.07.02 - Dem Gotteshaus
„Maria Himmelfahrt“ in Törwang und der gesamten Pfarrei vom Samerberg
stehen klangvolle Ereignisse bevor. Nach langen Vorarbeiten wird es am Sonntag,
18. August zur feierlichen Einweihung der neuen Kirchenorgel kommen. Wie Pfarrer
Georg Gilgenrainer mitteilte, kann aufgrund der gut voranschreitenden Arbeiten
an diesem Tag das Fest in Verbindung mit dem nachgeholten Kirchenpatrozinium
(15. August) gemeinsam gefeiert
werden.
Auch
wenn zur Finanzierung der rund 250.000 Euro teuren Orgel noch ein paar Lücken
bestehen, kann an die Einweihung nunmehr gedacht werden. In der jüngsten
Sitzung des Pfarrgemeinderates vereinbarte man zudem, der Einweihung am
selben Tag noch ein abendliches Kirchenkonzert folgen zu lassen.
Orgelbaumeister und Restaurator Alois Linder aus dem nahen Nussdorf am Inn will
das Seinige auch dazu tun, damit zum 18. August alle Arbeiten fertig sind. Mit
den Geländer- und Treppen- sowie mit den Kirchenmaler- und Fassaden-Arbeiten
zur Abrundung eines neuen Orgel-Bildes ist man derzeit emsig beschäftigt. Kaum
ein Wochentag, an dem die Arbeiter nicht aus und ein gehen bei der Törwanger
Kirche. Besonders erwartungsvoll sind die Organisten Wast Unterseer, Hannes
Brucker und Pia Hausner. Sie freuen sich auf die Präsentation der Orgel und
setzen ihre Hoffnungen auf die bewährten Handwerkskünste der Nußdorfer
Spezialfirma. Bei einem Besuch der arbeitenden Orgelbauer erzählt Alois Linder,
dass die ersten der insgesamt 20 Register schon spielbereit sind. „Da wird man
sich auf einen ganz besonders schönen Klang freuen dürfen, denn die insgesamt
1.246 Pfeiffen werden allesamt auf den herrlichen Klangkörper der Törwanger
Pfarrkirche ab- und eingestimmt werden“, so Alois Linder. Verwendet hat der
Orgelbauer für die Erstellung der verschiedenen Orgelteile ein in bestimmten
Wintertagen geschlagenes Fichtenholz, das vom „Wagner von Ried“, also aus
Samerberger Wäldern gestiftet worden ist. Ein weiter notwendiges sowie recht
mildes und fein gewachsenes Eichenholz kam aus dem Spessart. Die Metall-Pfeiffen
erhielten noch eine 70prozentige Zins- und eine 30prozentige Blei-Legierung.
Jede der vielen Pfeifen muß nach den Staub-, Schleif- und Malerarbeiten
einzeln intoniert werden. Etwa 4.000 bis 4.500 Arbeitsstunden werden vergangen
sein, wenn das Werk fertig ist.
Orgelbaumeister
Alois Linder und Michael Gartner als Orgelbauer sind derzeit stark mit der
Fertigstellung beschäftigt. Nachdem die bisherige Orgel mit mechanischer
Tonsteuerung als nicht mehr reparatur-geeignet begutachtet wurde, entschloss man
sich in Abstimmung mit dem Nußdorfer Unternehmen, eine pneumatische Orgelanlage
anzuschaffen. Auf diesem Spezialgebiet konnte Linder mit seinen insgesamt sieben
Beschäftigten und aufgrund hervorragender Referenzen aus dem gesamten
oberbayerischen Wirkungskreis das Vertrauen von Pfarrer, Pfarrgemeinderat und
Pfarrangehörigen gewinnen. Seither wird fleißig gebaut und von allen Seiten
konstruktiv zusammen gearbeit. Viele Spenden und Spendenaktionen haben es ermöglicht,
dass die Verwirklichung der neuen Orgel in relativ kurzer Zeit möglich war.
Auch aus diesem Grunde freuen sich zahlreiche Beteiligte und Samerberger auf den
18. August. Nach dem Fest-Gottesdienst mit Segnung der neuen Orgel wird noch am
nahen Törwanger Dorfplatz ein Pfarrfest mit Standkonzert der Samerberger
Musikkapelle gefeiert. Am Abend ist dann die Orgel-Präsentation mit Konzert,
das die Klangvielfalt des neuen Instrumentes demonstrieren soll.
Foto:
Hötzelsperger – bei den aktuellen Arbeiten an der Orgel
- Michael
Gartner am Spieltisch (mit Orgel und einmal mit Blick in das Kircheninnere)
- Alois
Linder inmitten seiner Orgel bei der Arbeit
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