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Rheuma Aktiv Forum in der Simssee Klinik
Großer Andrang und rege Diskussion

Bad Endorf, 10.10.2002. Die Stühle reichten nicht aus, so groß war der Andrang beim ersten Rheuma Aktiv Forum am Dienstag Abend in der Simssee
Klinik. Zum Start der neuen Vortragsreihe waren über 150 Rheumapatienten und Interessierte in das Bad Endorfer Fachkrankenhaus für Orthopädie und
Rheumatologie gekommen, zum Teil mit speziell für die Veranstaltung eingesetzten Shuttlebussen.

Rege Rheuma-Diskussion: Oberarzt Wolfgang Reichel ließ"Mit dem Forum möchten wir Patienten und Interessierten in Zukunft regelmäßig Informationen und Hilfe anbieten. Dafür stehen bei uns hoch qualifizierte Fachleute zur Verfügung, die individuell auf die Problematik des Einzelnen eingehen und auch nach der Veranstaltung jederzeit gerne Fragen beantworten und Auskünfte geben", so Otmar Steßl, Vorstand und Geschäftsführer der Gesundheitswelt Chiemgau (hierzu gehören die Simssee Klinik, die Chiemgau Thermen und der Ströbinger Hof in Bad Endorf sowie die Klinik St. Irmingard in Prien) in seiner Begrüßungsansprache.

"Rheuma und die eisige Jahreszeit - Mit der Kälte kommt der Schmerz" hieß das Thema des Abends, das in drei Kurzreferaten aus medizinischer, therapeutischer und psychologischer Sicht beleuchtet wurde. Die medizinischen Grundinformationen über Rheuma vermittelte zunächst Oberarzt Wolfgang Reichel, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie. Als Leiter der neuen Rheuma-Krankenhausabteilung, die im Oktober 2001 mit 25 Betten in der Simssee Klinik eingerichtet wurde, gab er den Anwesenden zahlreiche wertvolle Tipps, wie sie ihre rheumatischen Beschwerden in den Griff bekommen können. Wichtig sei vor allem, rechtzeitig und aktiv mit der Krankheit umzugehen und gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten ein individuelles Behandlungsprogramm zu entwickeln.

Welche vielfältigen Möglichkeiten der Therapie es für Rheumapatienten in der Simssee gibt, erläuterten Dr. Peter Görlich, Zentraler Therapieleiter der
Gesundheitswelt Chiemgau, und Diplom-Psychologe Jürjen Dijkstra. Neben Physio-, Bewegungs- und Thermotherapie stehen Rheumatikern auch
psychologische Behandlungsverfahren zur Schmerz- und Krankheitsbewältigung zur Verfügung. "Wir schlagen eine Brücke zwischen Körper und Geist", so Jürjen Dijkstra, der die Wechselwirkungen zwischen psychischem Befinden und körperlicher Verfassung aufzeigte. Viele Rheumapatienten leiden unter
Depressionen und Angststörungen. Vor allem Entspannungsverfahren, Aufbau positiver Erlebnisse und die Veränderung negativer Gedankenmuster (Beispiel: "Mir kann keiner helfen") seien hier sehr hilfreich.

Einig waren sich alle drei Referenten darin, dass nur eine ganzheitliche, individuell auf den Rheumapatienten abgestimmte Behandlung eine Linderung
der Beschwerden bringt. "Die Mischung macht's", so das Fazit der Infoveranstaltung, die mit vielen Fragen aus dem Publikum zu Ende ging.
Aufgrund des großen Erfolges wird im nächsten Vierteljahr ein weiteres Rheuma Aktiv Forum in der Simssee Klinik stattfinden. Der Termin wird
rechtzeitig bekannt gegeben. 

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Stand: 26. September 2002