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Bayerische Trachtler unter einem Großverband vereint
Gemeinsame Jahrestagung im fränkischen Kloster Banz

Eine große Begeisterung und Aufbruchstimmung war unter den Delegierten aus den 24 Gauverbänden zu erkennen, als sie zur Wahl der neuen Vorstandschaft schritten.  Banz/Chiemgau (hö) 30.09.02 - „Mit dem Zusammenschluss beginnt für uns Trachtler ein neuer Zeitabschnitt“ freute sich der alte und neue Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes Otto Dufter aus Unterwössen. Nachdem vor gut einer Woche der Verschmelzungsvertrag zwischen dem Bayerischen Trachtenverband und dem Landesverband unterzeichnet wurde, gaben sich die Trachtler bei ihrer ersten gemeinsamen Jahrestagung im fränkischen Kloster Banz eine neue Satzung und wählten Vorstandschaft sowie Sachausschüsse neu.

Mit dieser ersten gemeinsamen Tagung des gesamtbayerischen Trachtenverbandes konnten jahrzehntelange Bemühungen endlich zum Abschluss gebracht werden. Der neue Großverband zählt rund 200000 erwachsene Mitglieder und hat zusätzlich über 100000 Jugendliche in seinen Reihen. Zu den 18 Gauverbänden des bisherigen Bayerischen Trachtenverbandes kamen mit der Verschmelzung weitere fünf Gauverbände hinzu. Zugleich wurde bei der Jahresversammlung im Kloster Banz die Interessengemeinschaft Oberes Allgäu als 24. Gauverband aufgenommen.

Große Freude herrschte bei den bayerischen Trachtlern über die gelungene Verschmelzung der bisher zwei bayerischen Trachtenverbände. Dem Landesvorsitzenden Otto Dufter (zweiter von rechts) stehen mit (von links) Max Bertl, Bernd Walter und Adi Müller drei Stellvertreter zur Seite. Die Zusammenkunft der über 200 Delegierten aus den Gauverbänden begann bereits am Samstagvormittag mit den Sitzungen der Sachausschüsse in den Räumen der Hanns-Seidl-Stiftung. Auch in den Bereichen Jugend, Volksmusik, Schuhplattler und Volkstanz, Laienspiel und Mundart, Presse und Trachtenpflege stand ein gegenseitiges Kennenlernen und die Wahl einer gemeinsamen Vertretung im Vordergrund. Trotz des dicht gedrängten Tagungsprogrammes ließen es sich die Teilnehmer nicht nehmen, in ihren farbenprächtigen und festlichen Trachten einen Abstecher zur Wallfahrtsstätte „Vierzehnheiligen“ zu unternehmen, bevor sich die früheren zwei bayerischen Trachtenverbände ein letztes mal zusammensetzten. Den schönsten Beitrag zur Verschmelzung leistete die Vereinigung links der Donau als Gastgeber der Jahrestagung mit einem geselligen und typisch fränkischen Abend in verschiedenen Räumen des Kloster Banzes.

Bei der eigentlichen Jahresversammlung am Sonntag war dann eine große Freude und Aufbruchstimmung unter der großen Gemeinschaft zu erkennen. „Ich hab meine Stimme heute nacht schon dem Bertl Max gegeben“ warf der Delegierte Jakob Steiner aus dem Chiemgau in einer lautstarken Hochzeitslader-Tonlage ein, als es um die Nominierung der stellvertretenden Verbandsvorsitzenden ging. Reibungslos lief die Wahl der neuen Vorstandschaft ab, die mit einer gesunden Portion Humor das an sich trockene Thema zu einem unterhaltsamen Programm machten. Der neue Großverband griff im Anschluss gleich große Ziele an und stellte ein Konzept für den Erwerb und Ausbau eines „Hauses der bayerischen Trachtengeschichte“ mit Museum, Bildungszentrum und Geschäftsstelle vor. „Freuen wir uns über die neue Gemeinschaft und tragen wir diesen Geist nach außen“. Mit diesen Worten entlies der Landesvorsitzende Otto Dufter die Trachtenvertreter aus ganz Bayern in ihre Gaue und Bezirke und man räumte bereitwillig die Kloster-Räumlichkeiten für die ankommende CSU-Fraktion zu deren Klausur-Tagung.

Fotos: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002