Beitrag „Arbeitsplätze
werden nicht verteilt, sondern geschaffen“
Damit
präsentierte Wiesheu den Landkreis Rosenheim als eine Region, die hohe
Attraktivität ausstrahle. „In Bayern gab es im Vergleich zum Landkreis
Rosenheim 16 Prozent und in Oberbayern 20 Prozent Steigerung“, so der
Minister, der Stadt und Landkreis Rosenheim als ein wirtschaftlich intaktes
Gebiet bezeichnete, in dem es sich lohne zu leben und zu arbeiten. Zum Wachstum
informierte Wiesheu noch, dass von 1987 bis 2000 im Landkreis die
Einwohnerzahlen von 190.000 auf 235.000 gestiegen sind. Für die Stadt Rosenheim
steigerte sich im gleichen Zeitraum die Bürgerschaft von 53.000 auf 58.500.
Schwerpunkt in seinen Ausführungen war für den Bayerischen Wirtschaftsminister
die Arbeitsmarkt-Politik. „Über vier Millionen Arbeitslose und europäisches
Schlusslicht in der Wirtschafts-Entwicklung müssen uns wachrütteln. 25
Milliarden an Entlastungen durch die SPD-Regierung stehen mehr als 25 Milliarden
an Sonder-Belastungen entgegen. Im Einzelhandel haben wir allein in Bayern
30.000 Stellen verloren“. Mit diesen Zahlen wartete der Minister auf, um
darauf hinzuweisen, dass in der Klein- und Mittelstands-Ebene noch mehr
gepunktet werden müsste. „Zählen wir doch mal zusammen, wie viele Arbeitsplätze
im Mittelstand verloren gingen, dann würden wir nicht immer auf großen
Firmenpleiten hinschauen“, so Wiesheu. Er machte auch darauf aufmerksam, dass
in den vier Regierungs-Jahren von Kanzler Schröder 700.000 Leute mehr in
Pension gegangen als altersmäßig ins Arbeitsleben eingetreten sind. Schröder
bezeichnete Wiesheu als Genossen der Bosse, der wegen seiner Nähe zu den
Gewerkschaften von diesen trotz der Konjunkturflaute verschont wird. Die
Hartz-Kommission nannte Wiesheu den 52. Konzept-Versuch für die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit. „51 Papiere sind schon verstaubt, erwarten wir nur nicht
jetzt den Durchbruch“, so der Minister, der zum Rauswurf von Ron Sommer aus
der Telekom-Führung vermerkte, dass dies die Leute und Aktionäre nicht
vergessen werden. Die Feuerung von Verteidigungsminister Rudolf Scharping, den
er als „Planschbecken-Admiral von Italien“ bezeichnete, nannte Wiesheu als
folgerichtig. Bildung
als wichtige Investition
Ehe
der Minister zu seinen Ausführungen kam, wurde er von Aschaus CSU-Vorsitzenden
Horst Wenzel begrüßt. Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock erinnerte in
seinem Grußwort an die Hochwasserschäden, die allein der Gemeinde rund 700.000
Euro Schaden zugefügt haben. Hohenaschauer Musikanten umrahmten die
Veranstaltung auf gekonnte Art. Foto:
Hötzelsperger |
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werberingreport Stand: 26. September 2002 |