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Brauchtum in den Medien
Brauchtums- und Verbands-Vertreter tauschen sich mit Bayerischer Rundfunkspitze zu gemeinsamer Verantwortung in Grainbach am Samerberg aus

Die Samer Sänger.Samerberg (hö) 11.04.03 –   Die Wahrung der bayerischen Autentität in den Medien, insbesondere im Bayerischen Rundfunk und im Bayerischen Fernsehen waren und sind den Verantwortlichen der Trachtenverbände, des Bayernbundes, der Mundartpfleger, der Sport- und Gebirgsschützen sowie weiterer Organisationen ein dauerhaftes Anliegen.

Gruppenaufnahme aller Beteiligten vor der Grainbacher Kirche.Aus diesem Grunde kam es erstmalig zu einem großen „Runden Tisch“ mit Intendant Dr. Thomas Gruber vom Bayerischen Rundfunk und seinen Mitarbeitern im Gasthaus „Alpenrose“ am Samerberg. Bürgermeister Georg Huber von der Hochtalgemeinde hieß die etwa 50 Brauchtums-Vertreter willkommen und erläuterte am Beispiel der Gemeinde Samerberg, dass Brauchtumspflege in guter, enger Verbindung mit Landschaft, Landwirtschaft, Kirche und Tourismus gedeihen kann.

 Gertrud Lindler (stehend) vom Sachgebiet Volkslied und Volksmusik im Bayerischen Trachtenverband erläutert ihre AnliegenAls Partner bayerischer Brauchtumspflege stellten sich nach Intendant Dr. Gruber noch Hörfunkdirektor Dr. Johannes Grotzky, Frau Dr. Sabine Scharnagl als Leiterin vom Programmbereich Kultur und Familien, Frau Frieda Buck ( u.a. „Unter unserem Himmel“ und „Bei uns dahoam“), Fritz Mayr als Leiter der Abteilung Volksmusik sowie Fritz Zeilinger (u.a. „Land und Leute“ sowie Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest) vor.

Sebastian Ruhsamer als Kreisbrandrat (re.) von Rosenheim macht auf die Jugendarbeit aufmerksam (li. Intendant Dr. Gruber, Mitte Bgm. Georg Huber).In der freien Aussprache mit Moderation von Hochzeitslader Christian Glas aus Eggstätt regte Bayernbund-Landesvorsitzender und Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter mehr bayerischen Geschichtsinhalt in den Fernsehfilmen  und für den Schulfunk zur Verbesserung der Sprachkenntnisse einige Themen an. Landesvorsitzender Otto Dufter und Vertreter der Gaue aus den Reihen des Bayerischen Trachtenverbandes tauschten sich zur Volksmusik aus.

 Die Baschtler Dirndl.Mehrfach wurde die Ehrenamtlichkeit und Jugendarbeit in den Vereinen erläutert. Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer und Zweiter Bezirksschützenmeister Eberhard Schumann informierten von Zig-Tausenden Jugendlichen, die bei ihnen betreut, beschäftigt und ausgebildet werden, aber über die es kaum Erwähnung in den Medien gäbe. Landesvorsitzender Hans Triebel aus Aying vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V. machte darauf aufmerksam, dass Mundart nicht aufgesetzt, sondern von innen klingen soll.

Die Vertreter des Bayerischen Rundfunks baten um Verständnis für die vielfältige Interessenslage in der Hörerschaft und stellten ihrerseits deutlich fest: „Was in den Familien und Vereinen an Vorbildfunktionen zu Sprache oder Musik nicht mehr vorhanden ist, das können wir nicht retten“. Fritz Mayr setzte sich dafür ein,  die Volksmusik rar zu halten, denn zu viel kann auch zu viel des Guten sein. Hansl Auer vom Gauverband stellte fest, dass die Übereinstimmung der Brauchtumsleute mit dem Bayerischen Rundfunk noch nie so gut war, wie zur Zeit“.

Landesvorplattler Sepp Lausch vom Bayerischen Trachtenverband wird zukünftig mit dem Bayerischen Fernsehen für die Vorbereitung von zwei Heimatabenden im Jahr aktiv zusammenarbeiten. Wie gut Volksmusik klingt, zeigten bei diesem Zusammentreffen in der Gaststätte Alpenrose in Grainbach die Baschtler Dirndl mit Querflöte und Klarinetten sowie die Stoakirchner Soatnmusi vom Trachtenverein Rossholzen. Zum abschließenden Hoagart trafen dann noch die Samer Sänger vom Trachtenverein Hochries-Samerberg dazu. So klang der Gedankenaustausch zum Thema „Brauchtums-Verantwortung in Bayern und in den Medien“ harmonisch aus.

Foto: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002