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Neue Radwanderbroschüre VIA Julia in Bad Endorf vorgestellt
Geschichte, Gastronomie und Tourismus vereint

Bad Endorf (hö) 13.05.03     220 Kilometer lang ist der Wanderweg VIA  Julia, der von Augsburg nach Salzburg durch insgesamt neun Landkreise führt. Jetzt gibt es hierzu auch eine kostenlose Übersichtskarte mit dem Titel „Auf den Spuren der Römer“ sowie eine Verkaufsbroschüte für Radwanderer mit Hinweisen auf Geschichte, Kultur, Sehenswürdigkeiten und Gastronomie entlang des Weges. Vorgestellt wurde diese Broschüre beim Strell-Hof in Dorfbach bei der Gemeinde Bad Endorf.

Gemeinschaftlich waren bei der Realisierung des umfassenden Werkes die Heimatpfleger, die Touristiker, die Landratsämter, die Historischen Vereine sowie das Landesamt für Denkmalspflege am Arbeiten. Dafür dankte Regierungsvizepräsident Dr. Wolfgang Kunert von der Regierung von Oberbayern ganz besonders. „Salve Römer“ – mit diesem Gruß hieß Dr. Kunert die in ihrer Römer-Gewandung angetretenen Klaus Horack und Josef Lachauer besonders willkommen. Die beiden Vertreter des „Vereins Kelten- und Römer-Geschichte zum Anfassen“ postierten sich am eigens aufgestellten Meilenstein. Dieses Denkmal aus der Römerzeit wurde erst vor kurzem bei Kirchenbau-Arbeiten in der Nachbargemeinde Söchtenau gefunden und von Bürgermeister Sepp Baumann für die VIA Julia zur Verfügung gestellt.

Förderung für den Tourismus und Kanalisierung der Freizeitleute

„Mögen dieser Weg und all die damit zusammenhängenden Angebote unseren Tourismus bereichern“, sagte Gastgeber-Bürgermeister Hans Hofstetter von Bad Endorf in seinen Grußworten. Anton Heindl als Zweiter Bürgermeister der Stadt Rosenheim erinnerte daran, dass die Römer 400 Jahre lang die Geschichte in der Region bestimmt haben und dass alle Wege über Rosenheim geführt haben oder führen. Lorenz Kollmannsberger als stellvertretender Landrat des Landkreises Rosenheim freute sich in Anwesenheit von Oberbürgermeister Fritz Stahl aus Traunstein und von Bürgermeister Konrad Glück aus Seebruck, dass die Kommunen und Touristiker die römische Geschichte genauso pflegen wie die chiemgauer und bayerische Geschichte. „Römische Wurzeln sind gerade so wichtig wie neueste Kommunikationstechniken im Umgang untereinander und mit Gästen“, so der Rosenheimer Landrats-Stellvertreter.

Die nunmehr in den Broschüren näher erläuterte Römerstraße von Augsburg nach Salzburg bietet für die betroffenen Gebiete und Gemeinden die Möglichkeit, sich mit weiteren Wander- und Themen-Wegen zu betätigen. Die Angebotsverbesserung für Einheimische und Urlauber, die Vermittlung von Geschichtswissen sowie die Kanalisierung der Freizeitleute in der Landschaft sind gute Gründe für weitere Maßnahmen – so hieß es mehrfach. Von der tiefen Bedeutung des Weges und von der reichen Geschichte entlang der langen Strecke informierte in einem Fachvortrag Dr. Martin Pietsch vom Landesamt für Denkmalpflege. Das FORUM Augsburg und die Ländliche Entwicklungsgruppe Oberbayern West mit ihren Landwirtschaftsämtern waren an den Vorarbeiten für die Radwanderbroschüre VIA Julia maßgeblich beteiligt.

Erhältlich ist diese Karte unter anderem bei der Tourist-Information Rosenheim in der Kufsteiner Straße, Telefon 08031-365-9061, bei den Verkehrsämtern in Chieming, Seebruck und Traunstein sowie beim Tourismusverband Chiemgau, Telefon 0861-58223. Nach den Erläuterungen des geschichtsreichen Radwenderweges VIA Julia gab es in historischen Mäuern der Bauersfamilie Strell noch eine gemütliche Brotzeit.

Foto: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002