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Nichts zu sehen – aber ein Muß für alle Sehenden
Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ im Großen Kursaal von Prien eröffnet

Peter Fröstl (re.) mit drei Seh-Behinderten als Ausstellungs-FührerPrien (hö )27.03.03 –   „Das muss man gesehen haben, obwohl man überhaupt nichts sieht“, so das einhellige Lob der ersten Besucher bei der außergewöhnlichen Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ im eigens für ein paar Monate umgebauten Großen Kursaal von Prien. Die Priener Tourismusgesellschaft brachte diese bislang in 29 Ländern, aber noch nicht in Bayern zu sehende Ausstellung von den Wienern Veranstaltern an den Chiemsee und die Gastgeber hoffen, dass wie in all den Ausstellungsorten zuvor auch in Prien der Andrang überaus groß wird. „Gar nichts sehen, dafür spüren, hören, fühlen, tasten und Neues für sich erfahren“, so gilt es auf einen etwa einstündigen, vollkommen abgedunkelten Parcour zu gehen. Dabei begegnet man der Welt, wie sie für Blinde und Seh-Behinderte besteht. Diese sind es auch, die die Führungen durch den verdunkelten Kursaal vornehmen. Nach ersten Angewöhnungen begegnen die Besucher mit ihrem Blindenstab als einzigem Hilfsmittel nachempfundenen Verkehrssituationen, einem Markt und sie können an einer Bootsfahrt teilnehmen.

von links: Bürgermeister Christian Fichtl, Prinzessin Ursula von Bayern, Erol Sander und Wolfgang Ambros. Den Abschluß bildet der Besuch einer Piano-Bar. Dabei wird natürlich auch bestellt, getrunken und bezahlt – und dies alles geht ohne Licht. Bei der Eröffnung dankten Bürgermeister Christian Fichtl und Geschäftsführer Thorsten Rudolph von der Priener Tourismusgesellschaft den vielen Kräften und Sponsoren, die es ermöglichten, das bis zum 22. Juni gültige Ausstellungsangebot zur Entdeckung des Unsichtbaren zustande zu bringen. Ehrengäste bei der Eröffnung waren Prinzessin Ursula von Bayern, Schauspieler Erol Sander und Rock-Musiker Wolfgang Ambros. Peter Fröstl von der Music Promotion GmbH in Wien bezeichnete in seiner Einführung die Ausstellung als Beitrag zur Integration der Blinden in die Gesellschaft der Sehenden und dies gerade im europäischen Jahr der Behinderten. Wegen des zu erwartenden Andranges und aufgrund der bisherigen Ausstellungs-Erfahrungen ist ein Besuch der Ausstellung nur unter vorheriger Anmeldung unter der Ticket-Hotline 08051-961949 möglich. Für außergewöhnliche Erlebnisse sorgt jeden Freitag ab 19 Uhr ein 4-Gänge-Menue mit Begrüßungs-Cocktail. Die 600 Quadratmeter große Ausstellung im Großen Kursaal ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, montags bleibt die Ausstellung geschlossen.

Foto: Hötzelsperger – bei der Eröffnung:      

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Stand: 26. September 2002