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Atzinger Bauern appellieren mit Schildern an die Vernunft der Hundehalter
Eine außergewöhnliche Aktion der Bauern am Chiemsee

Atzing (hö) 19.04.03 –   Mit Beginn der Frühjahrs-Feldarbeit machen die Mitglieder des Bauernverbandes von Atzing-Wildenwart in guter Abstimmung mit den Kollegen des Priener Ortsverbandes und mit der Marktgemeinde Prien eine außergewöhnliche Aktion. Sie stellen Schilder auf, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die durch Hundekot für das Vieh der Bauern entstehen.

Schon lange überlegten die Atzinger Obmänner Anton Stein und Hans Rauch, was man gegen den zunehmenden Hunde-Tourimsus gerade in den landwirtschaftlichen Nutzflächen am Rande der immer stärker besiedelten Gemeinde Prien machen könnte. Bei Versammlungen appellierte man an die Hundehalter, an die Gemeinde wandte man sich schon hilfesuchend und auch rechtlich prüfte man den Sachstand. Denn mehrfach war großer Schaden den Bauern entstanden. Was Hundehalter oft nicht wissen, das ist der Umstand, dass von Hundekot verunreinigtes Weidefutter von den Rindern nicht gefressen wird und auch Krankheitsüberträger enthalten kann. Bis zur Todesfolge sind Auswirkungen in den Ställen der Bauern bekannt. Das Problem der Hundehaufen wird in den verschiedenen Gemeinden unterschiedlich angegangen. Eine Alternative ist das Aufstellen von Hundeklos, eine weitere die Ausgabe von Plastiktüten für die rasche und unbürokratische Entsorgung des Kotes. „Angenehm auffällig ist, dass wir immer mehr Hundebesitzer mit solchen Tüten sehen“, so Anton Stein, der sich insgesamt aber noch mehr Verständnis von den Hundehaltern wünscht. Mehrfach machen die Rathaus-Verwaltungen die Hundehalter auf die Anleine-Pflicht und auch auf die Gefahren durch Hundekot aufmerksam. Doch dies reicht noch nicht. Deshalb haben einige Mitglieder der Bauernverbände Prien und Atzing-Wildenwart jetzt Schilder aufgestellt, die auf die Sorgen der Bauern deutlich aufmerksam machen. Dr. Ulrich Wilhelm vom Staatlichen Veterinäramt Rosenheim begrüßt diese Aktion, denn seinen Erfahrungen nach ist den Hundebesitzern in der Regel der Schaden nicht bewusst, der den Landwirten durch Hundekot im Futter entstehen kann. Für Bürgermeister Christian Fichtl von der Marktgemeinde Prien sind die Hinweisschilder der Atzinger Bauern auch in Ordnung, weil sie der gemeinsamen Interessenslage der Bauern und der Gemeinde entsprechen. Für weitere Auskünfte und Abstimmungen stehen die Obmänner Anton Stein in Arbing und Hans Rauch in Elperting gerne zur Verfügung.

Foto: Schild der Atzinger und Priener Bauern, wie sie jetzt auf den Feldern aufgestellt worden sind.

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Stand: 26. September 2002