Beitrag 100
Jahre Katholischer Kindergarten in Prien Prien
(hö) 04.03.03 – Die
Priener Seniorinnen und Senioren erinnern sich noch gerne und gut an ihre Zeit
im Katholischen Kindergarten „St. Irmengard“. Dies zeigte ein
„Ehemaligen-Treffen“ im Katholischen Pfarrheim, zu dem Kindergarten-Leiterin
Schwester Siegtraud eingeladen hatte. Ziel war es, dass zusätzlich zur
Geselligkeit auch noch ein Erinnerungs-Austausch zustande kam und dass die
ehemaligen Kinder einige Bilder aus ihrer Zeit mitbrachten. Schließlich will
man rechtzeitig zur 100-Jahr-Feier des Kindergartens am 17. Mai eine schöne
Festschrift herausbringen. Theaterspielen
war hoch im Kurs bei den Kindern Jedes
Jahr gab es zu Weihnachten und auch während des Sommers ein viel beachtetes
Theaterspiel. Zum Teil waren sogar noch Titel und Texte in Erinnerung. Frau Günzkofer,
die Anfang der Zwanziger-Jahre im Kindergarten war, hat heute noch ein Jesuskind
in ihrem Kripperl, das sie zum Dank für ihr Mitmachen beim Weihnachtsspiel von
den Schwestern bekam. Zu damaliger Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war der
Kindergartenbeitrag zwei Mark. Ganz viele und angenehme Erinnerungen kamen zur Nähschule
zutage. Auch wenn man bei Schwester Thilo während dem Nähen Rosenkränze beten
musste, gab es schöne Erlebnisse aus Kinder-Sicht. So zum Beispiel als einmal
an einem Faschingstag mit der von der Nähschule gepflegten Kirchenwäsche von
Greimharting mit einem Leiterwagerl und maskiert dorthin marschiert wurde. Hans
Wallner, Bauer vom Moar z´Bruck war 1929 im Kindergarten. Einmal hatte er beim
Theater die Hauptrolle als Osterhase. Nach dem Theater gab es eine für damalige
Zeit reichliche Bescherung. So bekam er eine Burg mit Zinnsoldaten und sein
Bruder bekam Skier. Frau Grassl, die heute in der Markt- und Senioren-Residenz
wohnt, hatte die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren und konnte auch von
der Zeit des Nationalsozialismus berichten. Roswitha Rappel, bekannte Priener
Hutmacher-Meisterin, zeigte eine Bastelarbeit ihrer Schwester, die diese vor 62
Jahren im Kindergarten zum Muttertag angefertigt hatte. Nur ein halbes Jahr später
verstarb das junge Kind. Bis zum Alter von 15 Jahre war Roswitha Rappel jeden
Tag nach der Schule im Kindergarten, um in der Nähschule zu sticken.
Repro:
Hötzelsperger -
das älteste
Foto, das beim Ehemaligen-Treffen von Sepp Stöttner mitgebracht wurde:
Kindergartenfest im Jahre 1909
- Weihnachtsspiel aus dem Jahr 1927 |
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werberingreport Stand: 26. September 2002 |