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Oberbayerischer Bezirksschützentag auf Herrenchiemsee
 2.500 Schützen, mit Gebirgsschützen und Blasmusikanten und fast 200 Fahnen ein eindrucksvolles Zeugnis der Heimatliebe

Altar mit Bezirks- und Gau-Fahne der SchützenHerrenchiemsee (hö) 13.06.04 – Der Himmel meinte es am dritten Tage der Feierlichkeiten gut mit dem Schützengau Chiemgau-Prien und deren Gäste. Als Höhepunkt des 75jährigen Jubiläums kam es zum 54. Oberbayerischen Bezirksschützentag auf der Herreninsel. Bis zum Abschluß des Blaskapelle Prien und Müllner-Peter-ChorGottesdienstes blieb es trocken, so dass das Fest mit gut 2.500 Schützinnen und Schützen und mit fast 200 Fahnenabordnungen zu einer eindrucksvollen Demonstration für das Schützenwesen und für die Heimat wurde. Zelebrant des Gottesdientes war Erzbischof Dr. Alois Kothgasser von Salzburg. Als Schirmherr fungierten gemeinsam der Bayerische Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und Landrat Dr. Max Gimple aus Rosenheim.

Bezirksfahne mit Bürgermeister Klaus Daiber aus Bernau als FähnrichDem hohen Würdenträger Dr. Kothgasser aus Salzburg standen beim Gottesdienst inmitten des schönen Schloß-Gartens als Mit-Zelebranten Pater Bonifatius Müller von der Kuratie Frauenchiemsee, Pfarrer Peter Bergmaier aus Eggstätt, Pfarrer Walter Kronast aus Prien und Diakon Sepp Stürzer aus Pittenhart  zur Seite. In seiner Predigt machte der Erzbischof deutlich, dass die Aufgaben der Schützen mehr denn je zeitgemäß sind. „Wo Gott nicht mehr ist, da ist auch der Mensch nicht mehr“, damit sprach er die Verbundenheit der Traditionsvereine mit dem Glauben an Gott an. „Es wird viel für den Natur- und Bayernbund-Vorsitzender Adolf Dinglreiter (li.) mit Prinzessin Helena und mit Herzog Max in BayernTierschutz getan, tun wir aber auch genug für den Schutz des Menschen?“ – diese Frage verband er mit dem Hinweis, dass manch gute Zielsetzungen heute bedroht sind und dass sich der Mutterschoß, der Ort des Grundvertrauens, zu einem gefährlichen Ort des Lebens entwickelt hat. „Die Schützen wissen woher sie kommen und wohin sie gehen, sie wissen auch mit Fremden und Ausländern gut umzugehen“, sagte Bischof Dr. Kothgasser, der darum bat, die lokale und globale Solidarität den nächsten Generationen weiterzugeben. Im Rahmen des Gottesdienstes, der vom erweiterten Müllner-Peter Chor unter der Leitung von Hans Berger und von der Blaskapelle Prien unter der Leitung von Michaela Haindl musikalisch gestaltet wurde, wurden auch die Fahnenbänder der Paten-Sektion München-Altstadt, der Gauschützenmeister und des Schirmherrn geweiht.

Feierlicher Einzug der GeistlichkeitFinanzminister zeigte sich stolz auf Gemeinschaftsleistungen der Schützen

Finanzminister Faltlhauser als Schirmherr des Beziksschützentages zeigte sich stolz, dass in Bayern 500.000 Schützen mit wachsender Anzahl von Jugendlichen in das Gemeinschafts- und Sportleben integriert sind. Faltlhauser bezeichnete die Arbeit der Schützen als erfolgreiche Sinnsuche und er bat auch fortan die Werte von Offenheit, Freude und Fröhlichkeit mit gestandener Gläubigkeit zu vereinen. Bezirksschützenmeister Otto Sixl hieß zahlreiche Ehrengäste willkommen, unter anderem Herzog Max in Bayern, der drei Tage lang die Feierlichkeiten des Schützengaues Chiemgau-Prien begleitete und zur Herreninsel mit seiner Tochter Prinzessin Helena kam. Weitere Ehrengäste waren Bundestagsabgeordneter Wolfgang Zeitlmann, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Oberbayerns Regierungspräsident Werner-Hans Böhm, Bezirkstags-Vizepräsident von Oberbayern Josef Mederer, Dritter Landesschützenmeister Hans Eine große Schützenschar fand sich im Park vor dem Königsschloß einBösl und Karl Steininger als Landeshauptmann der Bayerischen Gebirgsschützen, die sich recht zahlreich mit verschiedenen Kompanien aus dem Chiemgau am Fest auf der Herreninsel beteiligten. Abschließend an seine Grußworte bat Otto Sixl den Bayerischen Finanzminister noch, den dringend nötigen Zuschuß für den Sportstättenbau zur weiteren Fortsetzung der Sport- und Jugendarbeit nicht zu streichen und Erzbischof Dr. Alois Kothgasser auf der Herreninseler übergab dem Minister als Dank für sein Kommen und für die Überlassung der Herreninsel als Veranstaltungsort einen Zinnteller. Landrat Dr. Max Gimple, der die Schirmherrschaft für das 75jährige Bestehen des Schützengaues Chiemgau-Prien übernahm, würdigte die Leistungen der Schützen mit einem Vergleich. Er sagte: „Das Schützenwesen ist ein sportlicher Dreiklang. Einmal verlangt es besondere Fertigkeiten, dann gehören Konzentration und Präzision dazu und schließlich wird ein wichtiger Gemeinschafts-Sinn mit stabiler Werteordnung gepflegt“, so der Landrat, der in seinem Landkreis immerhin 10.000 Schützinnen und Schützen verzeichnen kann. Von den Gauschützenmeistern Siegfried Raab und Christian Glas bekam der Landrat noch die Schützenmedaille. Den Abschluß des Festsonntages auf Herrenchiemsee bildete ein kurzer Festzug, ein Totengedenken und die Bayernhymne. Danach begann die 54. Ordentliche Generalversammlung des Schützenbezirkes Oberbayern im kleinen Festzelt neben dem König-Ludwig-Schloss.

Fotos: Hötzelsperger

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Stand: 26. September 2002